Teilnehmer beim Wahlkampfauftakt der JusosIm idyllischen Wasserbahnhof in Mülheim an der Ruhr starten die Jusos mit voller Kraft in den Kommunalwahlkampf beim „Cometogether“-Wahlkampfauftakt.

Wie man frisch und inhaltsstark die Wähler anspricht zeigen die Jungen in der SPD beim Aktionscontest. Sechs Beiträge aus ganz NRW begeisterten über 100 Jusos und die prominente Jury. In Bochum werden Nachtschwärmer mit Kaffee zur Diskussion verführt, während in Solingen sonst so trockene Stadtplanungen und eigene Lösungen anschaulich dem Wähler aufbereitet werden. Siebzig Jugendliche in zwei Bussen inklusive Landratskandidat und Lunchpaket auf dem Weg zur Jugendmesse YOU nach Essen – das verwirklichen die Jusos Wesel und binden damit Erstwähler und ermöglichen den persönlichen Dialog. Die Aachener hingegen blasen zum Kreativangriff: Sie stecken die Negativthemen der Konkurrenz auf Kunstrasen und ihre Aktion „Gras drüber wachsen lassen“ bringt verbunden mit eigenen Gewinnerthemen eine neue Perspektive in die Öffentlichkeit. Wahlkampf Non-Stop wird in Steinfurt gemacht. 48 Stunden lang campierten die Jusos auf dem Marktplatz mit einem abwechslungsreichen Programm und guten Aktionen, so überzeugten sie nicht nur ihre eigene Generation.

Insgesamt gut durchdacht und kreativ – das ist junger Wahlkampf mit dem sich die Wahlen gewinnen lassen, davon ist auch NRWSPD-Generalsekretär Michael Groschek voll überzeugt.

ComeTogether ReferentenrundeDoch auch die Inhalte kamen nicht zu kurz und so startete der Polittalk mit einigen hochkarätigen Referenten. Bernhard Daldrup von der SGK betonte das die Wähler sehr wohl zwischen Kommunal- und Europawahlen unterscheiden würden, wie die Analyse der Parallelwahlen in anderen Bundesländern gezeigt hätte.

Der SPD-Landesvorsitzende Harald Schartau erinnerte daran das mit Geschlossenheit und Konzentration auf Inhalte, die Partei gute Erfolgsaussichten hat. Trotz der unpopulären Sozialreformen können mit den Gewinnerthemen Bildung und Familie vielerorts Räte und Ratshäuser erobert werden. Bei der von Parteiführung und Jusos gegensätzlichen betrachteten Ausbildungsplatzumlage verteidigt er die von NRW maßgeblich durchgesetzten Ausbildungskonsens als gerecht und flexibler. Im weiteren Gesprächsverlauf betonten alle Redner das die nordrheinwestfälische Sozialdemokratie gerade inhaltlich gut aufgestellt sei und das mit Selbstbewusstein und Engagement das Wählerpotenzial von immerhin drei Millionen Nichtwählern für die SPD mobilisiert werden kann.

Der Chef der Staatskanzlei, Wolfram Kuschke, verdeutlichte, dass in NRW sehr kommunalfreundliche Politik gemacht wird und das gerade von den sehr wichtigen jungen Wahlkämpfer die Themen noch mehr zugespitzt werden sollen. Generalsekretär Micheael Groscheck will mit der ganzen Kraft der Partei die Gegner mit klaren Worten dort angreifen wo es weh tut und selbstbewusst die eigenen Modelle kommunizieren. Zum Schluss gab er den vielen jungen Mitgliedern des Erfolgsprojekts juniorSGK mit auf den Weg in der Kommunalpolitik gute und mutige Politik zu machen, Profil auch in der Partei zu zeigen und anzugreifen. So motiviert wurden noch viel Promifotos für den Wahlkampf gemacht und zu den Grillspezialitäten der schöne Sommerabend mit den beiden Nachwuchsbands „Deserted“ und „Way out“ aus Bonn gefeiert.


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