Franz Müntefering beim CSD in KölnDa staunten einige nicht schlecht, als sie auf dem Straßenfest beim Kölner „Christopher Street Day“ plötzlich den SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering entdeckten. „Kuck mal, da ist der Chef von der SPD“ – „Ja, hat der nicht eine lesbische Tochter?“.

Die Tanzbühne auf dem RathausplatzGemeinsam mit verschiedenen Kölner SPDlern machte Franz Münterfering am Samstag einen Rundgang über den Kölner „ColognePride„. Es ist wohl Europas größte und bunteste Veranstaltung, die einerseits an den Aufstand von Lesben und Schwulen in der New York Christopher-Street im Jahre 1969 erinnert und andererseits zukunftsgewandt für die weitere Gleichberechtigung und Akzeptanz von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern demonstriert.

Nicht nur an den vielen Informationständen – beim Jugendzentrum anyway, rubicom oder der AIDS-Hilfe – kam Franz Müntefering schnell ins Gespräch: „Das mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz, macht Ihr das jetzt?“, wurde er zum Beispiel von einem Passanten gefragt. Das Gesetz, das in der vergangenen Woche mit der ersten Lesung im Bundestag diskutiert wurde, war eines der vielen Themen, zu denen „Münte“ etwas sagen konnte.

CSD Publikum auf dem sonnigen HeumarktAuf der Hauptbühne grüßte er dann Gäste, Veranstalter und Organisatoren: „Das ist eine tolle Sache hier“, und wurde vor einigen tausend Gästen auch sehr persönlich: Als Vater einer lesbischen Tochter kenne er viele Gedanken, die sich Eltern machten, wenn ihre Töchter merken, dass sie sich eher in Frauen verlieben oder die Söhne sich eher zu Männern hingezogen fühlen. „Vor einigen Jahren war ich mit meiner Tochter dann auch schon einmal hier in Köln unterwegs.“

„Das Wichtigste ist: Sorg dafür, dass du glücklich bist!“, mit diesen Satz erntete Müntefering kräftigen Beifall.


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