Im Museum Kunstpalast in Düsseldorf war heute eine ebenso bunte wie interessante Schar von Experten in Sachen Mobilität zusammen gekommen. Die SPD macht eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Innovation“. Heute stand das Thema Mobilität im Mittelpunkt. Innovation ist ein ähnlich zentrales Thema für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft wie Bildung. Ich denke, in dem Thema steckt der Schlüssel auch für die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Wenn wir nicht mit immer längeren Arbeitszeiten zu immer niedrigeren Löhnen arbeiten wollen, müssen wir uns halt pfiffige Sachen überlegen, die nur mit hiesigem Knowhow gemacht werden können. Auch neue Produkte finden schnell ihre Nachahmer in Volkswirtschaften, die zu ganz anderen Bedingungen produzieren. Da braucht’s halt immer neue Ideen.

Und wir brauchen pfiffige Ideen, um die Probleme hier in Deutschland zu lösen. Und Mobilität ist so ein Thema, was ich als Berufspendler zumindest als Herausforderung bezeichnen möchte. Und das war schon interessant heute in Düsseldorf. Gut fand ich, dass der Vorstandsvorsitzende der Ford AG nicht nur über Innovationen im Bereich der Automobiltechnik gesprochen hat, sondern auch darauf eingegangen ist, wie mit innovativen Systemen und der Kombination unterschiedlicher Verkehrsträger Kosten und Umweltbelastungen innerhalb der Produktion und Auslieferung eingespart werden können.

Mit großem Interesse wurde von den zahlreichen Journalisten vor allem wahrgenommen, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder deutliche Worte zum Thema „Rhein-Ruhr-Express“ gesagt hat. Da hatte es in den letzten Wochen ja ziemliche Unklarheiten gegeben, bis hin zur vermeidlichen Absage der Planungen. Die Bundesregierung unterstützt das innovative Mobilitätsprojekt finanziell und sie wird mithelfen, es zügig zu realisieren.

Hoffen lässt mich, dass erkannt wird, dass die Engpässe auf der Strecke Dortmund-Duisburg-Düsseldorf-Köln beseitigt werden müssen. Wer morgens schon mal mit dem Regionalexpress durchs Ruhrgebiet gefahren ist, kennt das Problem. Eigentlich fehlt eine komplette Paralleltrasse. Ich hoffe, dass das Geld reichen wird, die Trasse auf voller Länge auszubauen. Das wäre auch für das Ruhrgebiet ein wichtiger Beitrag noch enger zusammen zu wachsen. Eigentlich ist das Ruhrgebiet einschließlich der Rheinschiene ein einziger Ballungsraum. Ich habe dafür letztens den Begriff „Metropolregion“ gehört. Ich finde, das ist ziemlich treffend.

Neben viel Prominenz aus der Politik (Gerhard Schröder, Franz Müntefering, Manfred Stolpe, Peer Steinbrück, Axel Horstmann…) waren auch Vertreter von Transnet, deutsche Bahn AG, VCD, AdFC und ganz viele Leute, die Regional viel mit Verkehr zu tun haben dabei. Der AdFC hat Franz Müntefering eine sehr professionelle Fahrradpumpe mitgebracht. Ich weiss gar nicht, ob der Fahrrad fährt. Aber wenn, kann er es jetzt prima aufpumpen.


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