Letzte Woche haben wir erfahren, dass die CDU-NRW interessierten Unternehmern die Möglichkeit gibt, für 14.000 Euro mit Jürgen Rüttgers zu Essen und sich auf dem sog. Zukunftkongress der CDU zu präsentieren. Parteienrechtler fanden das bedenklich, wir eher gräulich (wer will schon mit Rüttgers essen und auch noch Geld dafür zahlen?).
Diese Woche erfahren wir (Spiegel-Vorabmeldung vom 23.10.2004, Spiegel-Ausgabe 44/2004 Seite 36), dass der Nachfolger von Friedrich Merz als Vize-Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ronald Pofalla während seines Studiums in den achtziger Jahren vom Müllunternehmer Bernhard Josef Schönmackers finanziell „gefördert“ wurde.

Eine ganz eigentümliche Geschichte. Laut Spiegel habe der Student und Jungpolitiker Pofalla einen „Beratervertrag“ von Schönemackers bekommen, “der über zwei oder drei Jahre lief und ihm monatlich zwischen 1200 und 1300 Mark einbrachte. Seine Hauptaufgabe seien unter anderem „politische Kontakte“ gewesen. Pofallas spätere Gegenleistungen haben in der „politischen Unterstützung des Aufbaus“ und der „Erweiterung unseres Betriebes“ bestanden.”
Desweiteren habe Schönemackers Pofalla, so der Spiegel weiter “1996 auf dessen Anfrage hin ein Darlehen von 150000 Mark gewährt. Schönmackers wunderte sich damals allerdings über Pofallas Wunsch, das Geld in bar zu erhalten: Er wäre davon ausgegangen, „dass solche Geldbewegungen von Konto zu Konto zu erfolgen haben“.”
Ob das Darlehen inzwischen getilgt wurde, ist nicht bekannt.


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