Archiv: November 2004

Wir wollen natürlich die Begründung der Jury nicht verschweigen:

Kategorie 8: Agentur des Jahres
Butter. Agentur für Werbung GmbH
Alles in Butter
In diesem Jahr bewies die Werbeagentur Butter einmal mehr ihren Mut zum Unterschied. Besonderes Fingerspitzengefühl demonstrierte sie bei den Wahlkampf-Kampagnen der SPD in Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Schwierige Zeiten für die Regierungspartei in Berlin – bei Butter ließ man sich davon nicht unterkriegen und entlarvte auf intelligent-witzige Weise die Schwachstellen der politischen Gegner.
In NRW ging man neue Wege in der Plakatwerbung. Dazu bediente sich Butter offizieller und unverdächtiger Bilder von Nachrichtenagenturen, die aber in Kombination mit den Headlines die Fehltritte der Opposition gnadenlos aufs Korn nahmen. Wie etwa ein Bild mit Jürgen Rüttgers und Friedrich Merz, auf dem zu lesen war: „Kündigungsschutz abschaffen? Nur für die beiden hier.“
Der Aufmerksamkeit der Medien war man sich mit solchen Attacken gewiss.


Soeben ist auf dem Politikkongress in Berlin die Politikagentur des Jahres mit dem Politikaward ausgezeichnet worden: die Düsseldorfer Agentur „Butter“ .
Butter ist die Werbeagentur der NRWSPD für den Landtagswahlkampf und wurde u.a. auch wegen ihrer aktuellen Plakate für die NRWSPD ausgezeichnet.

Wir sagen „Herzlichen Glückwunsch“ an Frank Stauss, Oliver Lehnen und alle Kreativen bei Butter. Wir freuen uns auf noch viele gute Plakate.

buttercollage.jpg

Beispiele aus der aktuellen Kampagne von Butter für die NRWSPD.

Die Motive kann man übrigens im Mittmach-Center von www.nrwspd.de auch als E-Card verschicken.


Auf dem Politikkongress wird jedes Jahr auch der Politikaward verliehen. Ausgezeichnet werden die besten Leistungen für politischen Kommunikation in sieben unterschiedlichen Kategorien. In der Kategorie 1 „Kampagnen von Parteien und Fraktionen“ sind gleich zwei Kampagnen der SPD aus Nordrhein-Westfalen vertreten: Die Plakatkampagne „Immer wieder Rüttgers“ der NRWSPD (Agentur Butter, Düsseldorf) und „Die Kampagne „Die Rotmänner“ der Rhein-Erft-SPD aus dem Kommunalwahlkampf 2004.

Beispiele der Kampagnen zum Ansehen:


Michael Spreng ist – wie wir wissen – der Inszenator von Jürgen Rüttgers. Auf dem Politikkongress haben wir heute tatsächlich etwas von ihm über Jürgen Rüttgers gelernt. Auf die Frage, wie Michael Spreng das Image von Jürgen Rüttgers (opportunistisch, ständig die Position wechselnd, unentschlossen) bis zur Landtagswahl verändern wolle, sagte Spreng: Jürgen Rüttgers sei ein Intellektueller, der über die Dinge tiefer nachdenken würde.
So, so „tiefer Nachdenken“, wenn das mal nicht das beste Beispiele dafür ist, wie Spreng versucht Rüttgers Defizite sprachlich wegzuinszenieren…


Heute startet der zweite Tag des Politikkongresses in Berlin. Dirk und Oliver sind seit gestern in der Stadt und verfolgen das Programm rund um politische Kommunikation und Reflexion über das Wahl- und Wahlkampfjahr 2004.

Besonderes Highlight heute abend: Die Vergabe des PolitikAward – einer Auszeichnung für exzellente politische Kommunikation. Nominiert, und das macht uns stolz, sind unter anderem die Rhein-Erft SPD, die mit ihren „Rotmannaktionen“ und die NRWSPD mit ihrer aktuellen Kampagne für den Landtagswahlkampf.

Über das Programm, den Award und die Erkenntnisse des Kongresses berichten wir im Verlauf des Tages hier im Blog.

Aktuell spricht Angela Merkel – über „Reformen vermitteln. Wahlen gewinnen.“ Das verspricht spannend zu werden.

Erste Erkenntnis – die sich wohl eher an Jürgen Rüttgers richtet, als an die Kongressteilnehmer: Stringente politische Kommunikation erfordert Standfestigkeit und kontinuierliches Festhalten an den eigenen Positionen.

Übrigens, Herr Spreng ist auch hier. Zur Erinnerung: Er verpasste Edmund Stoiber ein neues Image und solls nun auch für Jürgen Rüttgers richten: Michael Spreng spicht nacher zu „Der gemachte Kandidate.“

Gleich mehr…


Da gibt es doch tatsächlich zur Rede von Herrn Steinbrück vom Wochenende eine Stellungnahme von Herrn Reck – seines Zeichens Generalsekretär der CDU. Die wirkt allerdings so, als sei sie schon letzte Woche vorbereitet worden. Denn das, was da drin steht, sind lauter Allgemeinplätze und geht auf die Rede von Peer Steinbrück überhaupt nicht ein.

Reck wirft Peer Steinbrück vor, die Rede „sei von Ratlosigkeit geprägt“. Die anwesenden Teilnehmer des Konvents – die zu großen Teilen nicht der SPD angehört haben – hatten da einen ganz anderen Eindruck. Wer die Rede ließt, sieht die klare Vorstellung, die Peer Steinbrück von der Zukunft NRWs hat.

Und direkte persönliche Angriffe auf Jürgen Rüttgers – wie Reck weiter vorwirft – gab es in der Rede auch nicht. Das Rüttgers ein politischer Wackelkandidat ist, da hat Peer Steinbrück wohl ausgesprochen Recht: Egal welches politische Thema man aufgreift, Rüttgers ist das Fähnchen im Wind.

Herr Reck, wir schlagen für die nächsten Wochen vor: Bei allem modernen Technikeinsatz im Wahlkampf – Stellungnahmen nicht schon Freitag mittags vor Dienstschluß schreiben und dann am Samstag per „zeitversetztem Senden“ verbreiten. Kommt komisch.


Günter Verheugen konnte heute leider nicht kommen, aber als Überraschungsgast sprach heute nach der Rede von Peer Steinbrück Jochen Vogel.

IMG_0424.jpg

War eine in meinen Augen tolle Rede, vielleicht bekommen wir ja noch eine Mitschrift der Rede, die wir veröffentlichen können.


Mit leichter Verspätung wurde der Programmkonvent um 11:15 eröffnet. Zuerst sprach Harald Schartau, nun spricht Peer Steinbrück.

IMG_0416.jpg

Eine Aussage blieb mir bisher besonders im Gedächtnis:

Es war Willy Brandt, der uns gesagt hat, auch gemahnt hat, dass jede Zeit ihre eigenen Antworten braucht. Das ist wahr.
Aber wahr ist auch, dass jede Zeit ihre eigenen Aufgaben stellt. Aufgaben, die wir lösen müssen. Ich betone: die wir lösen müssen.

Denn wenn wir es nicht tun, dann machen es andere. Diese anderen würden es anders machen als wir, und das wäre schlechter für das Land.

Der Wandel ist das was wir draus machen: Also machen wir was draus!

Und weiter sagt er:

Wer etwas bewegen will, der sucht nach Wegen. Wer etwas verhindern will, der sucht nach Gründen

Dem stimme ich tatsächlich auch persönlich vollkommen zu!

Ich hör mir die Rede jetzt erst mal zuende an…


Peer Steinbrück hält auf dem Programmkonvent der NRWSPD seine Grundsatzrede: „Stärker werden. Menschlich bleiben.“
Die Rede zum Mitlesen.


Um Punkt 9:00 sind wir in der Bochumer Jahrhunderthalle angekommen. Inzwischen haben wir unseren Arbeitsplätze aufgebaut und erwarten den Beginn des Programmkonvents, während die Halle gerade noch gesäubert und auf Vordermann gebracht wird.

IMG_0405.jpg

Um 11:00 wird der Programmkonvent der NRWSPD hier mit Reden vom Landesvorsitzenden Harald Schartau, dem Ministerpräsidenten Peer Steinbrück und Günter Verheugen (zum Thema „Herausforderungen und Chancen für NRW – Die erweiterte Europäische Union“) losgehen.

So weit bis hier aus Bochum!


Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.