Die Ankündigung von Josef Ackermann, dem Chef der Deutschen Bank, trotz der höchsten Gewinne seit vier Jahren 6400 Stellen zu streichen, hat unter Politikern Empörung und Unverständnis ausgelöst.

Die Pläne der Deutschen Bank sorgten im Bundestag für Empörung. „Das ist eine Schweinerei“, sagte SPD-Fraktionsvize Michael Müller der Berliner Zeitung. „Die Gewinnerwartungen so zu Lasten der Arbeitsplätze zu überziehen, ist eine Unverschämtheit.“ Ähnlich äußerte sich auch Ludwig Stiegler (SPD): „Gewinne werden privatisiert, Kosten sozialisiert“, sagte er. Der SPD-Politiker Joachim Poß sprach von einem Kurs, der moralisch wie volkswirtschaftlich fragwürdig sei.

Parallel zu den Stellenstreichungen verkündete Bankchef Ackermann auch die Zahlen für 2004. Im vergangenen Jahr steigerte die Bank ihr Vorsteuerergebnis um 50 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss verbesserte sich um 87 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. So viel hatte die Bank seit dem Jahr 2000 nicht mehr verdient.


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2 Kommentare

  1. Elita Wiegand 9. Februar 2005 · 0:45 Uhr

    Zur Deutschen Bank findet man einige bissige Kommentare-siehe Weblog:Querdenker- Neues Denken in der Wirtschaft.
    http://querdenken.twoday.net/

  2. Klaus 9. Februar 2005 · 18:56 Uhr

    Hoffentlich hat Herr Ackermann nicht vergessen, seinen Arbeitsplatz mit zu streichen.
    Man darf nicht die zigtausend Arbeitsplätze vergessen, die die Deutsche Bank sowohl als Anteilseigner bei den meisten deutschen Aktiengesellschaften wie auch als Kreditgeber der Mittelständler vernichtet hat. Hier werden ganz bewusst unternehmerische Interessen zu Lasten der Gemeinwirtschaft durchgesetzt. Wenn solche Manager weiter machen dürfen was sie wollen, kommen wir nie von den 5 Mio Arbeitslosen runter.

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