Der SPD—Politiker, ehemalige Staatsminister und Nahostexperte Hans-Jürgen Wischnewski liegt schwer erkrankt auf der Intensivstation einer Kölner Klinik.

„Es ist sehr, sehr kritisch”, sagte Wischnewskis persönlicher Referent Arnold Joosten am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters . „Aus medizinischer Sicht ist es schwierig, noch etwas zu tun. Aber er kämpft. Er ist ja ein sehr zäher Mensch.” Immerhin habe sich Wischnewskis Zustand im Vergleich zum Wochenende etwas verbessert.

Wischnewski machte sich vor allem als Krisenmanager in heiklen Missionen einen Namen. So wirkte er im Oktober 1977 entscheidend an der Lösung der Geiselkrise um die Lufthansa-Maschine „Landshut” mit und erhielt in dieser Zeit den Beinamen „Ben Wisch“. In den achtziger Jahren engagierte er sich insbesondere als Friedensvermittler in Mittelamerika.

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Gerhard Schröder begrüßt Hans-Jürgen Wischnewski auf dem politischen Aschermittwoch in Köln

Am vergangenen Mittwoch war Wischnewski auf dem politischen Aschermittwoch der SPD im Kölner Gürzenich von 1.200 SPD-Anhängern und Gästen mit langem Beifall begrüßt worden. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder, NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück und NRWSPD-Vorsitzender Harald Schartau hatten es sich nicht nehmen lassen, den „Helden von Mogadischu“ persönlich zu begrüßen.

Wir vom Online-Team der NRWSPD wünschen Hans-Jürgen Wischnewski gute Besserung.


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6 Kommentare

  1. Carsten 15. Februar 2005 · 15:38 Uhr

    Gute Besserung auch von mir! Alles Gute ihm und seiner Familie!

  2. Norbert Müschen 16. Februar 2005 · 2:17 Uhr

    Auch von mir alles Gute für „Ben“. Das liest sich ja nicht so schön :-(.

  3. Manfred Lessenich 16. Februar 2005 · 15:36 Uhr

    Herzliche Grüße und gute Besserung an „Ben Wisch“. Am Aschermittwoch hatte ich noch die Freude und Gelegenheit, kurz mit ihm im Gürzenich zu reden.
    Er ist einer meiner frühen „Helden“ und ein Vorbild. Die nötige Kraft ihm und seiner Familie.

  4. Martin Mertens 20. Februar 2005 · 13:05 Uhr

    Hoffentlich geht es ihm bald doch besser…
    Er ist einer der ganz Großen der sozialdemokratischen Politik. Hoffen wir, dass er uns noch lange erhalten bleibt

  5. Roland Pastoor 24. Februar 2005 · 23:10 Uhr

    Habe gerade im Internet von Ben Wischs Tod erfahren. Ich bin erschüttert. Mit ihm geht einer der alten Garde, die mich als Mann im mittleren Alter noch durch Ausstrahlung, sagen wir ruhig: Charisma! gefangen genommen hat.
    Er gehört für mich zu den ganz Großen der Partei, vielleicht nicht ganz vom Format eines Kurt Schuhmacher, Willy Brandt oder Herbert Wehner, sicher aber auf Augenhöhe mit Bahr, Eppler und Schmidt. Alles Menschen mit Format, kantig, aber visionär. Seeheimer oder Parteilinke. Aber mit eigenem Profil. Keine medienwirksamen Umfraglinge!

    Ich bin traurig!

    Solche Politiker wünsche ich unserem Land wieder! Wann wird wohl die erste Straße nach ihm benannt?

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.