Wer gestern auf Phoenix den Polit-Talk „Unter den Linden“ gesehen hat, hat einen verzweifelt wirkenden Jürgen Rüttgers erlebt, der regelmäßig verbal ins Stolpern kam und auch ansonsten alles andere als klare Aussagen traf. Offenbar verzweifelt auf der Suche nach einem neuen Thema, da ihm Peer Steinbrück in den bisherigen Themenbereichen überlegen ist, hat der CDU-Spitzenkandidat für seinen Wahlkampf in NRW angekündigt, er werde „den Skandal“ um die Visa-Affäre in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes stellen.
„Es ist ja wohl selbstverständlich, dass der Außenminister die politische Verantwortung übernimmt. Ich hätte mir von Herrn Fischer Aussagen zur Sache gewünscht.“
Dieser hatte bereits “Fehler“ eingeräumt und seine Bereitschaft erklärt, zu Klärung der Sachverhältnisse beizutragen.

NRW-Bauminister Michael Vesper (Grüne) bringt es in der WAZ auf den Punkt: „Rüttgers macht sich was vor, wenn er glaubt, dass er auf diese Weise seinen verkorksten Wahlkampf wieder auf Vordermann bringen kann.“

Ich finde es ja gut, dass Rüttgers sich überhaupt noch Gedanken darüber macht, dass er Themen für den Wahlkampf braucht, aber das kann doch nur ein schlechter Scherz sein. Angesicht der großen Herausforderungen vor denen NRW steht, sollte sich Rüttgers ernsthaft die Frage stellen, ob dieses Thema wirklich relevant ist für einen Wahlkampf NRW.


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