Im Magazin der Süddeutschen Zeitung wurde Franz Müntefering zu seinem politischen Alphabet befragt.

Ein Auszug:
K ———————————————— Kanzler
In seinen Worten: der Koch, nicht der Kellner. In meinen Worten: der, der die Tore schießt. Da wir Teamspieler sind, reicht es mir, wenn wir dann gemeinsam gewinnen. Nicht jeder kann die Nummer 9 oder 10 tragen. Unsere Arbeitsteilung zeigt bisher, es gibt in der SPD kein Naturgesetz, dass sich Parteivorsitzender und Kanzler gegenseitig beharken. Und das wird aus einem einfachen Grund so bleiben: Ich war schon dabei, als wir 1982 unter Helmut Schmidt aus der Regierung geflogen sind. Dabei habe ich eines auf jeden Fall gelernt: Opposition gehört zwar zur Demokratie dazu. Aber das sollen besser die anderen machen. Opposition ist Mist.

I ————————————————— Intrige
Ist nicht politik-typisch, Intrigen gibt es überall im Leben. Brauchen Menschen, die nicht konfliktfähig sind und deshalb versuchen, Auseinandersetzungen tricky zu führen. Das habe ich schon erlebt, als ich noch als Industriekaufmann gearbeitet habe. Ich mag das nicht. Ich glaube von mir sagen zu können, dass es nicht meine Art ist.

U —————————— Unionsfraktion
Gehört eigentlich unter C wie Chaos. Die üben gerade das Jahr der Geschlossenheit. Das wird sie beschäftigen. Wir machen in der Zeit das Jahr der Entschlossenheit.

Z ———————— Zweitausendsechs
Rot-Grün wird regieren mit Gerd Schröder und Joschka Fischer an der Spitze; in Bayern grollt Herr Stoiber, und Herr Westerwelle und Frau Merkel kümmern sich weitere vier Jahre um die leichteren Arbeiten an Deck.

Das gesamte politische Alphabet von Franz Müntefering findet ihr hier.


Du kannst die Kommentare zu diesen Artikel durch den Kommentar-Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

Kommentare sind geschlossen.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.