Mit Hinblick auf die Wahl in Schleswig—Holstein, wo Heide Simonis jetzt wahrscheinlich mit Hilfe des Südschleswigschen Wählerverbandes und mit den Grünen weiterregieren wird, gab NRWSPD-Landesvorsitzender Harald Schartau heute im Deutschlandfunk ein Interview. Thema war natürlich auch die Landtagswahl in NRW am 22. Mai.
Hier ein Auszug:

Deutschlandfunk (Christine Heuer):
Herr Schartau, in Nordrhein-Westfalen zeichnet sich ähnlich wie in Schleswig-Holstein ein Patt zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb ab. Was machen denn Sie im Falle eines Falles so ganz ohne die Dänen vom Südschleswigschen Wählerverband?

Harald Schartau:
Ja, wir haben den SSW hier in Nordrhein-Westfalen nicht zur Verfügung. Wir müssen schon gucken, dass wir diese zwei Sitze selbst holen. Aber eines ist vollkommen klar: Es wird ein knochenhartes Rennen bis zum 22. Mai. Das hat der Wahlausgang in Schleswig-Holstein noch mal unterstrichen.

Deutschlandfunk:
Womit genau wollen Sie es denn schaffen, am Ende die Nase vorne zu haben?

Schartau:
Wir kommen aus einem tiefen Keller der Verunsicherung der Bevölkerung, über tief greifende Veränderungen gerade in den sozialen Bereichen. Deshalb ist Schleswig-Holstein eine wichtige Etappe gewesen, weil wir dort jetzt endlich wieder auf Augenhöhe mit dem politischen Gegner sind. Und wir werden in Nordrhein-Westfalen drei Dinge brauchen: Wir haben einen exzellenten Spitzenkandidaten, wir haben ein gerade beschlossenes Wahlprogramm, mit dem wir glauben, die wichtigsten zu lösenden Probleme in Nordrhein-Westfalen richtig benannt zu haben und wir haben eine Partei, die während der Kommunalwahlen in unserem Land wieder gelernt hat, zu kämpfen. Wenn das zusammen kommt, bin ich zumindest zuversichtlich, dass wir in dieses Kopf-an-Kopf Rennen gut reingehen.Deutschlandfunk:
Probleme zu benennen ist ja eine gute Sache, aber man muss sie ja auch lösen. Und die Wirtschaftlage ist auch in Nordrhein-Westfalen desolat. Demnächst werden ein Fünftel aller Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen leben.

Schartau:
Ja, auch ein Fünftel der Bevölkerung lebt in Nordrhein-Westfalen. Das ist eben bei der Größe des Landes so. Aber die Arbeitslosigkeit und die wirtschaftliche Entwicklung sind sicherlich ganz zentrale Themen auch im Wahlkampf. Und wir werden mit unseren Vorstellungen, wie wir in diesen Bereichen weitermachen, also nicht nur das Abwarten auf das Einsetzen der Wirkung der Hartz-Reformen, sondern insbesondere in den Wirtschaftsbereichen sind wir schon aufgerufen durch Abbau von Hürden, beispielsweise für Bürger die sich selbständig machen wollen, durch andere Finanzierungsinstrumente für die mittelständische Wirtschaft und durch allgemeinen Bürokratieabbau doch alles zu tun, damit mehr Beschäftigung entsteht und somit die andere Medaillenseite zu der die Arbeitsmarkt Reform gehört, eben auch zu bedienen.

Das Ganze Interview gibt es hier zum nachlesen

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