Der Generationenkonvent, zu dem Jusos und AG60plus am Samstag eingeladen hatten, war ein voller Erfolg:
Interessante und lehrreiche Podiumsdiskussionen hatte ich ja erwartet, aber gerade die persönlichen Gespräche und Diskussionen zwischen alt und jung waren die Reise wert.
Höhepunkt war natürlich der Auftritt von Peer Steinbrück, der sich sehr für die Initiativen zur sinnvollen Beschäftigung älterer Menschen interessierte.
Er hatte auch die Aufgabe, die abschließende, richtungsweisende Generationenerklärung vorzustellen.

Mike Groschek eröffnete den Konvent mit einer kurzen, packenden Begrüßung, bei der er noch einmal auf die aktuelle politische Situtation in unserem Land und den nahenden Wahlkampf hinwies. Mike machte klar, dass wir zwar hart kämpfen müssten, ein Wahlsieg im Mai aber dann auch zu schaffen sei.
Dabei schickte er einen Gruß zum parallel in Köln tagenden Parteitag der krisengeschüttelten Grünen und erinnerete daran, dass man bei der Betrachtung „unserer grünen Freunde“ auch an die Zeiten denken müsse, als wir Genossen mit einigem zu kämpfen hatten.
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Mike war nach seiner Rede wohlgelaunt auf dem Konvent unterwegs und beantwortete nicht nur die Fragen von uns Genossen, sondern auch die der Gäste…

Danach kam der ehemalige Bildungs- und spätere Justiz- und Innenminster der Regierung Schmidt, Jürgen Schmude, zu Wort.
Jürgen, der auch Präses der evangelischen Kirche Deutschlands gewesen ist, hielt eine nachdenkliche Ansprache zur gesellschaftlichen Situation zwischen jung und alt: Vor allem der mangelnde gegenseitige Respekt und das fehlende Bewußtsein, selber einmal alt zu werden bzw. selber jung gewesen zu sein, entwickelten sich in der heuten Situation zu einem ernstzunehmenden Problem.
Viele Anwesenden fühlten sich an die eigene Situation erinnert und auch ich muß sagen, dass mich das nachdenklich gemacht hat… .
Im Anschluss an die Rede begannen die Podiumsdiskussionen; es diskutierten unter anderem NRW-Familienministerin Birgit Fischer, Michael Pries vom BAT Freizeit und Forschungsinstitut Hamburg, Andreas Lange vom Deutschen Jugendinstitut München und Karl Lauterbach vom Institut für Gesundheitsökonomie an der Universität Köln über die Gesellschaft des Langen lebens; später dann noch NRW-Wirtschafts- und Arbeitsminister Harald Schartau und Josef Hilbert vom Institut für Arbeit und Technik in Gelsenkirchen über wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Perspektiven.
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Die Teilnehmer der ersten Podiumsdiskussion zu Problemen und Lösungsansätzen der Gesellschaft des Langen Lebens

Teilweise waren die Diskussionen sehr kontrovers, teilweise aber auch eher monoton (wenn alle Teilnehmer irgendwann einer Meinung sind, bleibt das kaum aus); letztendlich konnte ich aber interessante Denkanstösse und wissenschaftliche Fakten mit nach Hause nehmen: Vor allem die Tatsache, dass, während die älteren Arbeitnehmer unterbeschäftigt sind, Arbeitsbelastung und Druck und auf die mittelalte Generation immer mehr zunehmen und dieses Problem nur durch gemeinsame Anstrengungen aller gesellschaftlichen Gruppen (also inklusive der Arbeitgeber, die sich ja gerne von jeder Verantwortung frei machen) zu lösen ist, beschäftigt mich.
Gewonnen habe ich auch die Einsicht, dass nur eine Investition in Wissen und Gesundheit aller Altersstufen unsere Gesellschaft voranbringen kann.
Zwischen den beiden großen Diskussionsblöcken wurde übrigens ein schmackhaftes Mittagessen gereicht – und der wichtigste Gast des Tages, MP Peer Steinbrück, schaute sich die Ausstellung verschiedener sozialer Initiativen an und stand zwischenzeitlich auch persönlichen Fragen Rede und Antwort.
Abschließend wurde von Peer die Generationenerklärung vorgestellt, die einen entscheidenden Teil sozialdemokratischer Politik in NRW ausmachen wird.

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Edgar Moron und Harald Schartau ebenfalls in zuversichtlicher Laune – das steckte auch die MitarberInnen an.


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Ein Kommentar

  1. Maya 4. März 2005 · 23:14 Uhr

    An dem Wochenende war ich als Gast mit dabei. Zwar war es an einigen Stellen langweilig, aber insgesamt war es doch sehr informativ und interessant. Der Bericht ist darüber toll geworden. Das große Engagement der Jusos bei diesem Thema finde ich bewundernswert und es zeigt, dass alt und jung die Probleme in Deutschland gemeinsam lösen können, wenn sie zusammen arbeiten.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.