Hier mal etwas von abseits des Wahlkampfes in NRW… In der westsudanischen Region Darfur droht nach UNO-Angaben eine Hungersnot. Die Basler Zeitung berichtet:

Die Bauern hätten sich wegen der Kämpfe in der Region nicht um das Getreide auf den Feldern kümmern können, hinzu komme eine Dürre.

Die Trockeheit verschlimmere sich zunehmend, sagte der Sprecher des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF, Damien Personnaz, am Freitag in Genf. Der normalerweise Mitte März in Teilen Darfurs einsetzende Regen sei bislang ausgeblieben.

Vier Millionen Menschen könnten von der Nahrungsknappheit betroffen sein; etwa eine Million Kinder unter fünf Jahren seien von Unterernährung bedroht.

Zwei Drittel der Menschen ohne Hilfe

Dem UNICEF-Sprecher zufolge sind schätzungsweise zwei Drittel der Menschen in Darfur „noch immer ausserhalb der Reichweite von Hilfsorganisationen“. „Wir haben nur Zugang zu zwei der sechs Millionen Menschen, die vor dem Konflikt in Darfur lebten“, sagte Personnaz.

„Die nächsten 18 Monate werden aus humanitärer Sicht sehr schwierig werden.“ So lange dauere es, bis neues Getreide angepflanzt und geerntet werden könne.

In Darfur werden Angehörige schwarzafrikanischer Volksgruppen von arabischen Dschandschawid-Milizen verfolgt, die zusammen mit der Regierung gegen Rebellen in der Region kämpfen.

Nach Schätzungen der UNO wurden in dem seit Februar 2003 andauernden Konflikt mehr als zwei Millionen Menschen in die Flucht getrieben. 180 000 Menschen starben dort nach UNO-Angaben in den vergangenen 18 Monaten.

Ich habe gerade über die Ärzte ohne Grenzen gespendet. Aber natürlich gibt es auch viele andere Organisationen, die man nicht nur mit Geld, sondern auch mit Einsatz und Sachspenden unterstützen kann – zum Beispiel den Darfur Hilfe e.V.


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