Gerade gelesen: „Könnten die Bürger bei der Landtagswahl am 22. Mai den Regierungschef direkt wählen, würde Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) klar vor CDU-Herausforderer Jürgen Rüttgers rangieren. Das berichtet die in Essen erscheinende Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) in ihrer Freitag-Ausgabe. Für Steinbrück würden sich 40 Prozent, für Rüttgers 29 Prozent entscheiden. Im Ruhrgebiet würden 53 Prozent für Steinbrück und 22 Prozent für Rüttgers stimmen. Das ergab eine Umfrage des Forsa-Instituts zwischen dem 13. und 19. April unter 1500 Befragten. Dass Rüttgers der bessere Ministerpräsident wäre, meinen danach nur 25 Prozent aller Wähler und nur 54 Prozent der CDU-Wähler. Klare Wechselstimmung sei in NRW nicht erkennbar, meint Forsa. Nur 31 Prozent glaubten, eine CDU-geführte Landesregierung würde es besser machen als die jetzige. 59 Prozent meinen, die Zeit für einen politischen Wechsel sei nicht reif. Dass der Wahlausgang offen sei, meinen 68 Prozent. Unter CDU- Anhängern sind es 63 Prozent, unter FDP-Anhängern 68 Prozent. 42 Prozent der Wähler wissen nicht, dass im Mai gewählt wird. Nur 43 Prozent sind sicher, wie sie sich am Wahltag verhalten werden. 57 Prozent wissen nicht, ob sie wählen oder für welche Partei sie stimmen werden.“


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4 Kommentare

  1. Roter Baron 22. April 2005 · 9:51 Uhr

    Ich glaube, dass die CDU langsam ihren Höhepunkt überschritten hat. Auch, wenn Sie noch vor der SPD liegt, so wird langsam deutlich, dass die Rüttgers-Rückruder-Zauder-Taktik nicht mehr greift.
    Hoffen wir, dass der Großteil der Wähler das versteht.

  2. Benno 22. April 2005 · 11:47 Uhr

    Eben. Mal ganz abgesehen von den immer offenbarer werdenden inhaltlichen Schwächen der CDU: Sie dürfte ihr Wählerpotenzial in NRW mittlerweile ausgeschöpft haben – denn NRW ist nun einmal auch jetzt noch längst kein CDU-Stammland (und wird es hoffentlich auch nie). Wir hingegen haben da noch viel mehr herauszuholen – angesichts der vielen Stammwähler, die jetzt vielleicht noch von der SPD-Politik der vergangenen Jahre frustriert sind und lieber gar nicht wählen gehen würden. Ich denke, dass Franzens Äußerungen zu Teilen der Unternehmerschaft ein Weckruf an diese Gruppe war. Und wenn die Menschen in NRW – spätestens durch die Fernsehduelle – darauf aufmerksam werden, dass Peer einfach der kompetentere und im Übrigen auch sympathischere Kandidat ist, kann die CDU ganz schnell wieder alt aussehen. Es ist jedenfalls interessant, dass die CDU-Anhänger, mit denen ich derzeit diskutiere, diese Wahl auch noch lange nicht als entschieden ansehen. Und sogar sie halten auf Peer größere Stücke als auf ihren „eigenen“ Spitzenkandidaten! Einen von ihnen konnte ich sogar bereits überzeugen, seine Wahlentscheidung zumindest noch einmal gründlich zu überdenken.

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