Geheimaktion Rüttgers – wir haben es EXKLUSIV VORAB: Heute um 12.30 Uhr wird es soweit sein: Vor versammelter Journalisten-Schar wird der CDU-Herausforderer Jürgen Rüttgers die ersten zwei „Schatten“ aus dem Hut zaubern:

Wer soll für die CDU die Finanzen in NRW richten? Helmut Linssen.
Wer soll für die CDU die Wirtschaft in Schwung bringen? Christa Thoben.

Christa Thoben musste ich eben erstmal googlen – hatte ich noch nie gehört. Scheint aber 2. bis 3. Garde zu sein. Wo ist Friedrich Merz geblieben? Doch lieber demnächst Aufsichtsratsschef bei der Deutschen Bank?

Und Dr. Helmut Linssen. Ja dazu fällt mir noch was ein: Der war auch schon mal auf Wahlplakaten zu sehen. Wollte Ministerpräsident werden. Hat nicht geklappt. Dann war er Oppositionsführer im Landtag. Und wurde von Rüttgers nach der verlorenen Landtagswahl geschasst, weil Jürgen Oppositionsführer werden wollte. Jetzt ist Helmut Linssen Abgeordneter. 2. Garde? 3. Garde?

Jürgen wird nervös. Jetzt ist es raus, Jürgen kann nicht mehr innehalten. Überall wird er gefragt: „Sag mal, mit wem würdest du eigentlich regieren?“ Das fragen sich nicht nur wir, die Wählerinnen und Wähler und die Journalisten, sondern besonders auch die CDUler und FDP. Froh sind die in der CDU, die diese Posten nicht annehmen mussten. Wir sind gespannt auf die Bilder gleich bei der Pressekonferenz. Ob sich Frau Thoben und Herr Linssen so freuen mit Jürgen Rüttgers Wahlkampf zu machen, wie neulich schon Herr Laumann („Es ist schon eine Last hier mit Jürgen Rüttgers in Nordrhein-Westfalen….“)

Wir werden berichten…


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17 Kommentare

  1. Carsten - NRWSPD Blog 27. April 2005 · 11:39 Uhr

    Gerade mal den Lebenslauf von Frau Thoben angeschaut – da würde der Jürgen ja eine ehemalige Mitarbeiterin des Regierungsapparates des Ex-Kanzlers und Ehrenwort-Gebers Helmut Kohl an Bord holen:

    Jan. 1995 – Okt. 1998 Staatssekretärin des Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau

    Na – das wird ja ein Spaß…

  2. nightrider 27. April 2005 · 12:10 Uhr

    uups – das ist eine Gurkentruppe – noch nicht mal 2. Liga – Linsen, wollte der nicht mal selber MP werden ?
    Das ist offensichtlich das Eingeständnis der Schwatten, dass sie nicht mehr selber an einen Erfolg glauben.
    Jetzt geht es los, wir haben sie !!!
    Jetzt richtig Gas geben

  3. Dieter 27. April 2005 · 12:51 Uhr

    Ihr habt in 39 Jahren das Land und in 6 Jahren die ganze Bundesrepublik ruiniert. Ihr könnt es nicht.

  4. Klaus 27. April 2005 · 12:52 Uhr

    Ich dachte, Rüttgers wollte sparen. Wieso teilt er dann das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit wieder auf in 2 Ressorts? Parteifreunden mal was Gutes tun, oder? Aber bitte nicht mit Steuergeldern.

  5. Benno 27. April 2005 · 14:08 Uhr

    @Dieter: Das ist doch mal wieder diese platte Pauschalkritik, mit der die Opposition auch derzeit im Wahlkampf jongliert – nur noch ’ne Nummer platter. „Ruiniert“ ist weder das Land noch der Bund nun wirklich nicht. Wir leben hier nämlich nach wie vor auf extrem hohem Niveau – das Ausland schüttelt schon die Köpfe, wie defaitistisch wir Deutschen denken und über welche (in der Relation zu manch anderen Weltregionen gesehen) kleinen Probleme wir uns hier aufregen. Ein wirklich signifikantes Problem in diesem Land gestehe ich ja ein: Das ist die viel zu hohe Arbeitslosigkeit. Aber die gab es im Übrigen auch schon unter einem Herrn Kohl. Was mich zu der Frage führt: Die 16 Jahre vor Rot-Grün in Berlin, die dem Land WIRKLICH geschadet haben – die hast du wohl schon verdrängt, wie?

  6. Benno 27. April 2005 · 14:27 Uhr

    Jetzt aber zur Sache: Christa Thoben als Wirtschaftsministerin (Oliver, du hattest oben noch FINANZministerin geschrieben) – ich weiß nicht. Mir ist sie zwar persönlich recht sympathisch (denn bislang kam sie mir noch als eine der wenigen wirklich sachlichen Politiker in der CDU vor), aber nachdem sie bereits als Berliner Kultursenatorin unter Eberhard Diepgen nach nur wenigen Monaten ihren Hut nehmen musste, zweifle ich ganz stark an den Fähigkeiten dieser Frau, ein zumal NOCH komplexeres Ressort erfolgreich zu führen.

    Helmut Linssen fällt wohl wirklich unter die Kategorie „Ich setz‘ dich mal aus Mitleid auf einen schönen Posten, damit du wenigstens doch noch mal in deiner politischen Karriere groß rauskommst.“ Denn Linssens derzeitiges Amt als Landtagsvizepräsident war natürlich auch ein ziemlich nichtssagender Abschiebeposten. Aber nicht zu Unrecht: In seiner Zeit als Oppositionsführer zuvor hat Linssen schließlich auch eine reichlich blasse Figur abgegeben.

    Wenn es jedenfalls in dieser Art mit der Besetzung von J.R.s Schattenkabinett weitergeht, muss man sich wirklich fragen, inwieweit die Konzepte wie auch die Persönlichkeiten der CDU zukunftsweisend sein sollen. Thoben und Linssen verkörpern in meinen Augen jedenfalls absolut keinen Aufbruch.

  7. Oliver 27. April 2005 · 14:34 Uhr

    Benno, die Verwechslung der Ressorts habe ich schon berichtigt. So wie es aussieht, scheint es auf die genaue Aufteilung aber nicht wirklich anzukommen. ;-)

  8. Klaus 27. April 2005 · 18:57 Uhr

    @Dieter: die CDU hat 16 Jahre im Bund regiert. Können die es etwa?

  9. Bastian 28. April 2005 · 13:47 Uhr

    Hallo,
    ihr SPDler seit wirklich lustig.Erst wird gemeckert und gemosert,dass Herr Rüttgers niemanden aus seinem möglichen Kabinett vorstellt und jetzt wird von „Angst -und Bammel haben“ gesprochen,ihr widersprecht euch ein wenig.Vielleicht seit ihr es,die so langsam Bammel bekommen,da die Wahl verloren gehen könnte ;o)
    Ich bin kein CDU Mitglied,sondern ein Wechselwähler.

    Grüße

    Bastian

  10. Benno 28. April 2005 · 14:09 Uhr

    @Bastian:

    Ich verstehe deine Kritik nicht so ganz. Wer hat denn hier davon gesprochen, dass Rüttgers „Angst und Bammel“ habe? Hier wurde lediglich kritisiert, dass Jürgen Rüttgers offenbar keine bessere Wahl hat (oder sich schlichtweg nicht genug Mühe gegeben hat), als solche Vertreter des „alten Eisens“ wie Helmut Linssen und Christa Thoben zu nominieren.

    Im Übrigen sehe ich es auch nicht weiter als schlimm an – weder auf dieser noch auf der anderen Seite -, wenn wir ALLE vor dieser Wahl auch ein bisschen nervös sind. Schließlich kann Jürgen Rüttgers derzeit nur auf eine aktuelle Bauch-Stimmung in der Bevölkerung bauen (denn im Januar sahen die Umfragezahlen noch ganz anders aus) und NRW ist noch längst kein CDU-Stammland, in dem die Partei ihre Bataillone fest hinter sich weiß. Umgekehrt wird es auch für die SPD noch ein harter Rest-Wahlkampf (und das hat ja auch schon Peer Steinbrück zugegeben). Was zählt, ist: Wahlen entscheiden sich heutzutage erst in den letzten Tagen vorm Wahlsonntag (und natürlich am Wahlsonntag selbst) – und da ist es nur richtig, wenn die Parteien bis dahin allesamt ihre Spannung aufrecht erhalten.

  11. Bastian 28. April 2005 · 17:12 Uhr

    Hallo,
    woher ich das habe?Schau mal nach ganz oben,die Überschrift dieses Themas lautet:
    „Exklusiv vorab: Jürgen wird nervös und zaubert Kandidaten aus dem Hut“
    Ich sage nicht,die SPD bzw.der Oliver sagte das :)
    Klar wird die erst dann entschieden,aber ich bin frohen Mutes,dass es einen Wechsel gibt,denn alleine schon das Argument der Abnutzung zieht.Nach 39 Jahren muss sich jede Partei neu aufstellen und regenerieren,das hat die NRW SPD schon lange nötig,da sie sich volkommen abgenutzt hat,daher täte das denn ganz gut.

  12. oliver 28. April 2005 · 18:11 Uhr

    Benno, so einen Quark habe ich ja lange nicht gelesen. Ein Grossteil des aktuellen Kabinettes von Peer Steinbrück ist mit Ministerinnen und Ministern besetzt, die maximal 4 Jahr oder weniger im Amt sind: Ute Schäfer, Wolfgang Gerhards, Hannelore Kraft, Angelika Marienfeld, Wolfram Kuschke und andere mehr.

    Der Ex-Zukunfts-CDU-Jürgen war schon im Kabinett von Ex-Kanzler Kohl und die vorgestellten „Kompetenzteam“-Mitglieder sind doch eher Altlasten und nicht wirklich der Jungbrunnen. Nur weil Jürgen Rüttgers auf seinen Plakaten auf „jung und unschuldig“ geschminkt wurde, sollte man nicht die Vergangenheit vergessen… Und die Reaktivierung von Herrn Linssen und Frau Thoben ist auch eine ganz besondere Form von „Regenerierung“.

    Und weil es grade prima dazu passt: Du behauptest, das Argument „Abnutzung“ würde ziehen. Hier ein aktuelles Ergebnis von n-tv und Forsa:

    In Nordrhein-Westfalen herrscht nach dem Ergebnis einer Forsa-Umfrage drei Wochen vor der Landtagswahl keine Wechselstimmung. Wie
    n-tv am Donnerstag berichtete, glaubten 42 Prozent, dass es an der Zeit für einen politischen Wechsel im Lande sei (Nein: 58 Prozent). Unter den noch unentschlossenen Wählern wollten fast drei Viertel (74
    Prozent) keinen Wechsel.

  13. Benno 28. April 2005 · 20:45 Uhr

    Ähm, Oliver… Du meintest wohl Bastian, und nicht mich.

  14. Bastian 29. April 2005 · 10:26 Uhr

    Guten Morgen,
    ach,jetzt widersprechen sich SPD Leute auch noch. Euer Cheffe sagt,dass man den Umfragen nicht trauen soll und jetzt beziehst du dich auf die Forsa Umfrage bezüglich der Wechselstimmung. Wenn das so ist, könnt ihr gleich die Koffer packen,denn die CDU/FDP hat a.10-12 Prozent Vorspung,aber selbst ich weiß,dass das alles nichts zählt.Wenn doch angeblich 74% der Unentschlossen keinen Wechsel wollen,wieso sind sie dann noch unentschlossen?ß ;))
    Na ja,warten wir es mal ab..mit Abnutzung meinte ich die gesamte NRW SPD Struktur..ich bezog das nicht auf Namen,sondern einfach auf den Partei Apparat!!

  15. Klaus 29. April 2005 · 13:14 Uhr

    Also, Bastian, von Abnutzung merk ich noch nix. Wie macht sich die denn bemerkbar? Die Unentschlossenen wissen noch nicht, ob sie rot, grün oder gar nicht wählen. Deswegen sind sie unentschlossen. Außerdem ist das nicht unser Cheffe, der deiner Meinung nach, sagt, dass man den Umfragen nicht trauen soll. Wir widersprechen uns auch nicht. Das was Peer Steinbrück als nicht allzu aussagekräftig bezeichnete, sind die allwöchentlichen Sonntagsfragen im Fernsehen.

  16. mo 22. Juni 2005 · 17:31 Uhr

    hallo,
    kann hier mal jemand nen Link zum Lebenslauf von Christa Thoben setzen? Würde mich schon interessieren.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.