night-of-the-champs-flyer1.jpgEin außergewöhnliches Event erwartet mich und euch heute Abend und morgen früh. Ich melde mich hier aus Dortmund aus den Nightrooms.Bei der Night of the champs werden hier gleich vier Politiker aus NRW im ersten „NRW Party Battle“ gegeneinander antreten. Für uns im Rennen ist der Wirtschafts- und Arbeitsminister Harald Schartau. Er muss in mehreren Disziplinen gegen drei politische Konkurrenten aus NRW antreten. Mit dabei sind noch Michael Vesper von den Grünen, Oliver Wittke von der CDU und Andreas Pinkwart von der FDP.
Die Disziplinen (oder wie es hier heißt: Battles) sind Cocktails mixen und Musik auflegen. (DJ`en, oder so ähnlich) Die Halle, in der die Politiker gleich loslegen werden, ist schon recht voll. Der Rest füllt sich so langsam.

Update 23:51
Es geht los. Die ersten beiden Kandidaten werden vorgestellt.
Zuerst der Lokalmatador Harald Schartau:
Wir erfahren, dass Harald seinen Wahlkreis hier hat. Sein Lieblingsfussballklub ist folgerichtig Borussia Dortmund. Er geht gerne mit seinen Freunden raus und war hier früher bei der IG Metall und hat für die Jungs von Hoesch gekämpft.
Die Menge antwortet mit lauten Harald, Harald-Rufen.

Es folgt Oliver Wittke. Der wiederum geht mit seinen Kindern Fußball spielen und ab und zu wird auch „getobt“. Er ist Mitglied irgendeiner Zukunftskomission und ist leidenschaftlicher Jäger.

Update 0:07
Es folgt der 4-fache Familienvater Michael Vesper. Er tanzt gerne und ist froh hier im Wahlkampfstress an diesem Event teilnehmen zu können, damit er eben genau das mal wieder machen kann.

Andreas Pinkwart tobt sich auch ab und zu mit seinen Kindern aus. (2 Kinder) Er hat in seiner Zeit als lehrender an der Uni mal einen Aufsatz zu dem Thema Chaos und Unternehmenskrisen geschrieben. Sein Statement dazu: „Chaos ist nichts Negatives.“ Das kann ja heiter werden.

Update 0:18
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Harald Schartau mit einem Red Fire

Schartau krempelt sich die Ärmel hoch und ist der erste an der Cocktail-Bar. Auf drei Videowänden sieht man ihn im schwarzen Hemd zielsicher nach Flaschen greifen. Er greift mal hierhin und mal dahin. Mischen. Fertig. Guter Mann. Ihm werden die Cocktails förmlich aus der Hand gerissen.

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Einer von Haralds Cocktails: „Lecker“

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Förmlich die Cocktails aus der Hand gerissen

Oliver Wittke ist dann als DJ Olli am DJ-Pult. Er „überrascht“ mit „It´s raining men“ von den „Weather Girls“. Nicht mein Fall, aber den Leuten von der Jungen Union gefällts. Man sieht ihn zwar auf den Videowänden mit dem Kopf wackeln und mitsingen. Doch Cocktails mixen sieht man ihn. Kein Wunder, ich hab den Modus nicht verstanden. Jetzt ist CDU an den Plattentellern angesagt. Es folgt „Ruhrgebiet“ von Wolle Petry und mein Eintrag endet hiermit, weil das will ich nicht kommentieren, was sich hier jetzt abspielt.

Update 0:24
Okay, einen noch. Der ist sich nicht zu blöd hier „The final countdown“ von Europe zu spielen. Brrr. Die Tanzfläche leert sich ein wenig. Er sagt, er widmet diesen Song Harald Schartau und Michael Vesper. Finde ich sehr nett von ihm. In dem Song geht es ja schließlich um Aufbruch und darum, etwas schweres zu schaffen. Danke, Herr Wittke. Machen wir.

Update 0:27
Exclusiv für den Blog: Die Rezepte von Harald Schartau
Red Fire
3cl Cointreau
2cl brauner Rum
8cl Orangensaft
1cl Grenadine
(Garnitur: Ananas, Karambole, Limette, Melone)

Red choice
Cocktail ohne Alkohol
3cl Erdbeersirup
2cl Karamelsirup
3cl Zitronensirup
6cl Ananassaft
11cl Orangensaft
(Garnitur: Melone, Karambole, Cocktailkirsche, Physalis, Banane)

Prost!

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Die Nightrooms in Dortmund

Update 0:55
Als DJ Andi stellt sich Andreas Pinkwart an das DJ-Pult und erdummdreistet sich und spielt „Yellow Submarine“ Ja, ja: Untertauchen, untergehen, kentern… Ihr könnt euch hier eine Metapher aussuchen. Mir ist das zu albern. Es folgt „Summer of 69“. Auch das lasse ich mal so stehen.
Es folgt ein Lichtblick. Völlig unvermittelt ertönt „Shut up“ von den „Black Eyed Peas“. Auch die FDP hat anscheinend Praktikanten, die dem Andi mal einen Tipp gegeben.

Update 1:40
Harald Schartau legt auf. Als Minister DJ. Wahlweise DJ Harry. „Das erste Lied widme ich Jürgen Rüttgers, du hast noch nie eine Wahl gewonnen, deshalb Madonna mit Like A Virgin“ hätte er meiner Meinung nach sagen sollen. Hat er leider nicht, das Lied aber trotzdem gespielt. Und danach mit dem Resident DJ eine ganz gute Figur gemacht. Es folgen der „Love And Pride Remix“ von Daniel Hope feat. Paul King und „What a feeling“ von den Global Deejays.

Update 2:23
Das Ganze war ja ein Battle und das Ergebnis wird bekannt gegeben.
1. Harald Schrtau
2. Oliver Wittke
3. Michael Vesper
4. Andreas Pinkwart

Unter „Harald, Harald“-Rufen kriegt Harald Schartau eine Flasche Champagner und lässt sich von der Menge feiern.

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Strahlender Sieger: Harald Schartau (Mitte) mit seinem Preis – Er verwies Oliver Wittke (links) und Michael Vesper (rechts) auf die Plätze

Update 2:40
Das war es. Wir vom Online-Team der NRWSPD bedanken uns für euer Interesse. Bis zum nächsten Mal.


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4 Kommentare

  1. Roter Baron 30. April 2005 · 4:31 Uhr

    Ein absolut cooles Event. Harald Schartau hat dabei eine wirklich überzeugende Figur gemacht: Weder so albern wie Andreas Pinkwart, noch so aggressiv wie Oliver Wittke.
    Souverän hat er da praktisch ein Heimspiel geleistet. Gefallen hat mit persönlich auch Michael Vesper, der neben seinem „Grünen Kobold“ (Cocktail) auch gute Hits aufgelegt hat und so die von Wittke entleerte Tanzfläche wieder füllen konnte.
    Lustig und spaßig war die Veranstaltung alle mal.

  2. korfstroem 30. April 2005 · 7:44 Uhr

    Naja, wenn Cocktail-Mixen die Lösung aller Probleme bringen soll. Warum nicht.

    Korfstroem wäre es lieber gewesen, Harald Schartau hätte mit seinem Kollegen Clement einen Konjunktur-Cocktail gemixt.

    Das Rezept: 3 % Wachstum, Verringerung des Anteilsarbeitslosigkeit auf gesunder Grundlage von Preisstabilität.

    Aber so? Der eine geht Longdrinks mixen. Der andere Übt sich in Phrasen der späten DDR und brüllt während der Talfahrt: „Es geht aufwärts“

    Bei aller Sympathie für den Blog, mit schlechten Barmixern und guten Politikern ist dem Land mehr gedient.

    korfstroem
    http://korfstroem.blogg.de

  3. Nobbi 1. Mai 2005 · 13:19 Uhr

    Klar, dass es hier wieder jemanden geben muss, der mit aller Gewalt ein Haar in der Suppe finden muss. Und wenn keins drin ist, wird es eben zuvor kurz mal eben selber hineingeworfen.

    Fein gemacht, Thorsten :-). Hast in der Tabelle nur einen klitzekeinen Namensdreher drin *g*.

  4. Thorsten - blog.nrwspd.de 1. Mai 2005 · 16:36 Uhr

    Hallo Norbert,
    aufmerksam von dir. Danke für den Hinweis. Das zeigt nur, dass du meinen Eintrag aufmerksam gelesen hast. Danke dafür.
    Bis bald,
    Thorsten

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