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Peer Steinbrück bei seiner Rede in Gelsenkirchen

Wuerde_Zeig_Sie_Blog.jpg3.000 Menschen hatten sich zur zentralen Kundgebung des NRW-DGB auf dem Neumarkt in Gelsenkirchen eingefunden um Ministerpräsident Peer Steinbrück, Gelsenkirchens Bürgermeister Frank Baranowski und DGB-Landeschef Walter Haas zu hören. Zur Rede von Peer Steinbrück ein Auszug aus der WAZ:

Zwar gab es Pfiffe, als Steinbrück ans Mikrofon trat. Vor allem Zuhörer von der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) und von kommunistischen Gruppen versuchten, die Rede zu stören. Sie kamen aber nicht gegen den Beifall an, den die übrigen Kundgebungsteilnehmer Steinbrück spendeten. Er forderte die Arbeitgeber auf, Arbeitsplätze bereitzustellen und aufzuhören, „den Standort Deutschland schlecht zu reden“. Die Arbeitgeber hätten Steuererleichterungen erhalten, von denen sie unter der Regierung Kohl nicht zu träumen gewagt hätten. „Ich fordere jetzt die Rendite für Investitionen und Arbeitsplätze ein“, sagte Steinbrück. Massiv kritisierte er „Lohndrückerei“ und Versuche, Mitbestimmung, Tarifautonomie und Kündigungsschutz einzuschränken.

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Blick von der Bühne in Gelsenkirchen


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6 Kommentare

  1. Kossatsch 2. Mai 2005 · 18:09 Uhr

    Und was war in Duisburg los?

  2. strohmeier 5. Mai 2005 · 14:23 Uhr

    ich würde nicht von Pfiffen sprechen die vom Beifall übertönt wurden, sondern zur Wahrheit übergehen. Das kann man u.a beim WDR anders lesen und der ist nicht gerade als SPD feindlich einzustufen. Da steht was von gellenden Pfiffen und Märchenonkel Sprechchören , gegen die der MP deutlich Mühe hatte anzukommen. Auch spricht es eine deutliche Sprache wenn sich die Tribüne aus nur SPD und wenig DGB mit einem Kordon aus Parteimitgliedern und einer „Grubenwehr,,vor dem gemeinen Volk schützen lässt. Auch die tätlichen Angriffe von SPD Mitgliedern u. Sympathiesanten gegenüber anderen TeilnehmerInnen auf der Kundgebung sprechen nicht gerade für ein starkes Demokratieverständnis. All das bestärkt uns noch mehr, am 14.Mai noch einmal auf der zentralen Kundgebung gegen Hartz4 in Gelsenkirchen gemeinsam mit der WASG und anderen Parteien u. Gruppierungen
    zur Abwahl der Hartz4 Befürworter aufzurufen um dann am 23.Mai den Ministerpräsidenten Steinbrück in den unverdienten Ruhestand zu schicken. Der ihm übrigens mit über 13.000 Euro monatlich versüsst wird. In diesem Sinne ein schöner 22.Mai 2005 allerseits.

  3. Fredson 9. Mai 2005 · 12:08 Uhr

    Der WDR schreibt: „Trotzdem bekamen beide für ihre Reden am Ende auch Applaus, denn die Kritik an den Arbeitgebern fiel – ganz im Sinne der versammelten Gewerkschafter – heftig aus.“ (http://www.wdr.de/themen/politik/deutschland/erster_mai_2005/050501_veranstaltungen.jhtml?rubrikenstyle=politik)
    Pfiffe und Beifall. was überwiegt hängt offensichtlich auch eine wenig mit den eigenen vorlieben zusammen. Selektive Wahrnehmung nennt man das wohl.

  4. Benno 15. Mai 2005 · 16:05 Uhr

    Toll, Strohmeier – du wirst in einer Woche ganz bestimmt nicht auf dich stolz sein, wenn dein Vorhaben, Peer Steinbrück aus dem Amt zu kegeln, tatsächlich Erfolg gehabt haben sollte. Denn wenn dieser Fall eintritt, wachst du am 23. Mai mit einem designierten Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers auf, der (zumal mit seinem neoliberalen Koalitionspartner) noch viel größere Einschnitte im Sozialstaat plant als die, die du bei der SPD kritisierst. Echt tolle Lösung! – Vor allem ist dir und deinen Mitstreitern selber damit unheimlich geholfen. Da packe ich mir echt an die Stirn.

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