Unter dieser Überschrift (ohne Fragezeichen) habe ich gerade einen Artikel auf Spiegel Online gefunden. Er berichtet von einer Veranstaltung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmer:

Ein bisschen Kapitalismuskritik, ein paar Attacken auf die SPD und Schelte für die FDP. Auf einer Konferenz haben die Christlich-Demokratischen Arbeitnehmer in NRW CDU-Spitzenkandidaten Rüttgers als Garanten ihrer Sozialpolitik in Stellung gebracht – gegen den politischen Gegner und Neoliberale in der eigenen Partei.

Düsseldorf – Nach zwei Stunden in der „Tanzhalle NRW“ gibt es keine Fragen. Das Mikrofon im Saal, es bleibt unbenutzt. „Muss auch nicht sein, es ist heiß heute“, sagt der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende der „Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft“ (CDA), Ralf Brauksiepe.
(…)

200 Menschen, die meisten im Alter über 50, sind an diesem Montagabend in das Kulturzentrum in der Nähe des Hauptbahnhofs gekommen, um Angela Merkel, Jürgen Rüttgers, Karl-Josef Laumann, Weiß und Brauksiepe zuzuhören.

Das klingt bisher nach einer richtig „guten“ Veranstaltung. Aber Rüttgers sol der „Garant“ der Sozialpolitik sein? Rüttgers??? Alles ist wie immer, nur schlimmer.


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7 Kommentare

  1. Klaus 3. Mai 2005 · 21:52 Uhr

    Das waren wohl die letzten 200 Rentner, die immer noch nicht wissen, wer Schuld an der nächsten Rentennullrunde ist.

  2. Roter Baron 4. Mai 2005 · 0:02 Uhr

    Naja, das ist halt das Stimmvieh der Union. Ist schon übel, wenn man als Arbeitnehmer verdammt ist, die Union zu unterstützen – und sägen fröhlich den Ast ab, auf dem sie selber sitzen. Ehrlich gesagt gönne ich diesen „christlich-sozialen Arbeitnehmern“ mal wieder eine CDU-Regierung, die denen den letzten Rest sozialer Sicherung nimmt. Aber dann bitte, wenn ich nicht in diesem Land sein muss…

  3. Christian 4. Mai 2005 · 3:37 Uhr

    OHHH, die alte Tante SPD hat mit ihrer Kapitalismuskritik die Arbeitnehmer und das Volk wiederentdeckt! Leider nichts als Wahlkampfgeplänkel. Ich mag einige Leute aus der SPD persönlich gut leiden. Aber politisch sind wir mittlerweile weit auseinander.
    Ich glaube es formiert sich gerade eine Wahlalternative links von der SPD. Täte den Genossen mal gut ein bisschen Druck von links zu bekommen, auch auf die Gefahr hin die Schwarzen Geier als Landtagsregierung zu bekommen. Schlimmer als jetzt kann es unter der CDU auch nicht werden…

    Gute Nacht Deutschland

  4. bazinho 4. Mai 2005 · 10:33 Uhr

    Dieser Schmu stammt von dem Herrn Weiland. Wenn man regelmäßig die Politikberichterstattung des SPIEGEL aus NRW anschaut, dann stößt man häufiger auf diesen Namen.
    Er ist Garant für distanzlosen und unkritischen Journalismus. Beim ersten mal viel er mir auf, als er über den CDU-Wahlkampfauftakt schrieb, da dachte ich zunächst SPIEGEL online hätte kein Geld mehr und es sei deshalb ein Praktikant dort hin geschickt worden, der auf Grund mangelnder Erfahrung von der Show überwältigt wurde.
    Aber der Journalist ist kein Praktikant, sondern hat ordentlich Erfahrung. Außerdem schreibt er seit Wochen Rüttgers zum Retter des Sozialstaats hoch.
    Wie das gelingt geht so:
    Es ist der SPIEGEL, dementsprechend naht das Ende von Rot-Grün, der unfähigsten Regierung seit bestehen der Bundesrepublik. Mithin gewinnt auf jeden Fall die erhabene, fehlerfreie und mit den besten Politikern der Welt besetzte CDU alle Wahlen die noch kommen werden.
    Aber Merkel ist wie auch der SPIEGEL erkennt neoliberal. Was dem SPIEGEL ansich nicht schreckt, aber da die Menschen in NRW das nicht mögen, nutzt der SPIEGEL seine Macht als Meinungsführer Medium und versucht aus der Schwäche der CDU, der breiten Ablehung deren neoliberalen Kurses durch die Bevölkerung eine punktuelle Stärke der NRW CDU zumachen, was letztlich die neoliberale Merkel stärkt.
    Dazu schreibt man halt Rüttgers wieder besseren Wissens zum letzten Retter des Sozialstaats hoch, den kommenden Kontrahenten von Merkel wenn es um den Kurs der Republik geht. Einen Mann der einen ehrlichen Wahlkampf macht (?nicht vorhandenen Lehrerstellenabbau, Schulausfall von 2002/2003??) , keinerlei Versprechungen abgibt (?1 Million neue Jobs, Unterrichtsgarantie, usw.?) und die harten Opfer vorher bekannt gibt (?Kohleförderung halbieren, eh keine CDU Wähler, mehr arbeiten für weniger Geld, tun eh schon die meisten, hat er auch gar keinen einfluss drauf?.)
    Diese Art der Berichterstattung übertrifft sogar noch das, wass die CDU selbst ihrem Kandidaten andichtet. Ich persönlich glaube nicht, dass der Journalist einfach nur in seinen Fähigkeiten beschränkt ist, der will bestimmt Pressesprecher eines Ministerpräsidenten Rüttgers werden und tut nun alles dafür.

  5. Klaus 4. Mai 2005 · 18:51 Uhr

    @Christian: Wenn Du da mal nicht irrst. Hast Du denn nicht gehört und gelesen, was Rüttgers gesagt hat? Ein „paar“ Opfer wird’s geben. Jetzt glaub mal nicht, dass er die sogenannten Eliten im Lande meint. Wer bei der Agentur für Arbeit sparen will, führt nichts gutes im Schilde.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.