Wer beim TV-Duell mehr überzeugt, steht schon fest bevor auch nur einer der Kandidaten das Fernsehstudio betreten hat.

RTL veranstaltet seit heute eine Abstimmung zum TV-Duell. Auf der Videotextseite 888 darf man heute schon die Frage beantworten:
„Welcher Spitzenkandidat überzeugt Sie mehr?“

Gibt’s nicht? Geht nicht? Kann doch gar nicht sein? Doch, doch…

Und, wer hat das TV-Duell bisher für sich entscheiden können? Jürgen.

rtltext.jpg

Um den Außenseiter in vorteilhafte Positon zu bringen, sahen sich die CDU-Wahlkämpfer heute Mittag genötigt, ihr NRWin-Team per Mail general zu mobilisieren.
Wenig später folgte dann auch noch eine große Mailing-Aktion für CDU-Anhänger im ganzen Bundesgebiet (beide Mails habe ich als Anhang beigefügt)

Die einzigen, die davon richtig profitieren sind natürlich die Leute von RTL: Die vertrauen darauf, dass die Sympathisanten der Kandidaten das Ergebnis zu ihren Gunsten verändern wollen und kräftig anrufen. Jeder Anruf, jede SMS 0,49 cent. Da machen die schon mal ’n schnellen Euro.

_____________________________________________________

Anhang

Mail des NRWin-Team:

Liebe NRWin-Team-Mitglieder,

hier 18 Tage vor der Landtagswahl am 22. Mai 2005 Aktuelles rund ums NRWin-Team – das Team für den politischen Neuanfang in unserem schönen Nordrhein-Westfalen.

…………………………………………………..

NRWin-Team-Aktion zum TV-Duell auf RTL:

Es kommt auf Ihre Unterstützung an: Morgen, Donnerstag, 5. Mai 2005, findet ab 17.45 Uhr im RTL-Fernsehen das erste TV-Duell zwischen Jürgen Rüttgers und Peer Steinbrück statt – http://www.rtl.de/news/news_894915.php (n-tv wiederholt das TV-Duell um ca. 19 Uhr und um ca. 22 Uhr).

Bereits während der Sendung können alle RTL-Zuschauer per Anruf und SMS darüber abstimmen, welcher Kandidat ihrer Meinung nach die bessere Figur beim TV-Duell macht und wessen Argumente sie mehr überzeugen (aktuelle Informationen finden Sie hierzu live auf der RTL-Videotext-Tafel 888). Sämtliche eingehenden Anrufe und SMS werden unmittelbar ausgewertet und graphisch aufbereitet angezeigt, so dass sofort erkennbar ist, welcher Spitzenkandidat bei den RTL-Zuschauern die Nase vorn hat.

Jetzt unsere Bitte: Nehmen Sie sich die Zeit und schauen Sie sich morgen das TV-Duell auf RTL an. Bitte beteiligen Sie sich an den Live-Umfragen. Weisen Sie heute noch Ihre Freunde, Bekannten und Kollegen auf die Möglichkeit hin, sich aktiv an den Live-Umfragen des TV-Duells zu beteiligen. So können wir gemeinsam sicherstellen, dass das TV-Duell für uns ein voller Erfolg wird.

Beteiligen Sie sich zudem an möglichen anderen Umfragen zum TV-Duell, beispielsweise der Bild-Zeitung oder Ihrer Lokalzeitung. Diskutieren Sie auch im TV-Duell-Forum des WDR mit: http://www.wdr-politik.de/viewforum.php?f=90.

Herzlichen Dank im Voraus für Ihr Engagement!

Bundesweiter Aufruf:

Nachfolgend eine Information und ein Aufruf des Wahlkampf-Teams aus Nordrhein-Westfalen:

Aktuelles zum TV-Duell auf RTL:

Es kommt auf Ihre Unterstützung an: Morgen, Donnerstag, 5. Mai 2005, findet ab 17.45 Uhr im RTL-Fernsehen das erste TV-Duell zwischen Jürgen Rüttgers und Peer Steinbrück statt – http://www.rtl.de/news/news_894915.php (n-tv wiederholt das TV-Duell um ca. 19 Uhr und um ca. 22 Uhr).
Bereits während der Sendung können alle RTL-Zuschauer per Anruf und SMS darüber abstimmen, welcher Kandidat ihrer Meinung nach die bessere Figur beim TV-Duell macht und wessen Argumente sie mehr überzeugen (aktuelle Informationen finden Sie hierzu live auf der RTL-Videotext-Tafel 888). Sämtliche eingehenden Anrufe und SMS werden unmittelbar ausgewertet und graphisch aufbereitet angezeigt, so dass sofort erkennbar ist, welcher Spitzenkandidat bei den RTL-Zuschauern die Nase vorn hat.
Jetzt unsere Bitte: Nehmen Sie sich die Zeit und schauen Sie sich morgen das TV-Duell auf RTL an. Bitte beteiligen Sie sich an den Live-Umfragen. Weisen Sie heute noch Ihre Freunde, Bekannten und Kollegen auf die Möglichkeit hin, sich aktiv an den Live-Umfragen des TV-Duells zu beteiligen.
Beteiligen Sie sich zudem an möglichen anderen Umfragen zum TV-Duell, beispielsweise der Bild-Zeitung oder Ihrer Lokalzeitung. Diskutieren Sie auch im TV-Duell-Forum des WDR mit: http://www.wdr-politik.de/viewforum.php?f=90.

Herzlichen Dank im Voraus für Ihr Engagement!

Ihr CDU-Newsletterteam


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40 Kommentare

  1. Anode 4. Mai 2005 · 17:17 Uhr

    …und abgeschaltet.
    Zumindest die Videotextseite. Das war schnell.
    Die Anrufe werden allerdings noch gezählt, da stellt sich doch die Frage:
    Wird die Umfrage morgen neu gestartet oder werden die Anrufe bis jetzt mitgezählt…

  2. Fredson 4. Mai 2005 · 17:20 Uhr

    Wenn die das jetzt abschalten, ist das nicht irgendwie SMS-Diebstahl? Dubioses Geschäft, dieses SMS-Versenden und Anruf-Abstimmen.

  3. Egon Kisch 4. Mai 2005 · 17:56 Uhr

    Merkwürdig , – wenn der Jürgen R. schon nix vernüftiges vortragen kann, soll er weningstens bis morgen das Gefühl haben das Duell gewonnen zu haben. Nach 18.45 werden alle Zuschauer wissen, dass Peer der bessere ist.

  4. Peer 4. Mai 2005 · 18:00 Uhr

    Schon vergessen:
    _____________________________________________

    Ursprüngliche Nachricht
    Von: NRWSPD Online-Team [mailto:online-team@nrwspd.de]
    Gesendet: Mittwoch, 2. März 2005 16:52
    An: peer@peer.de
    Betreff: Dringend: Jetzt gegen Ruettgers abstimmen!

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!

    M I T H E L F E N U N D A B S T I M M E N :

    „Könnte die NRW-CDU die Arbeitslosenzahlen senken?“ Ja oder Nein?
    http://newsletter.nrwspd.de/inxmail/url?vpe0000e200000hck3a4

    Die Umfrage findet sich in der rechten Spalte.

    ________________________________________
    Also wer im Glashaus sitzt oder wie sollte ich das jetzt kommentieren??

  5. Klaus 4. Mai 2005 · 18:08 Uhr

    @Pseudo-Peer: Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Die Umfrage auf der Videotextseite bezieht sich auf das morgige Fernsehduell. Können die Anrufer etwa alle in die Zukunft sehen? Dann haben die bestimmt auch die Lottozahlen vom kommenden Samstag. Die Frage auf der NRWSPD-Seite bezieht sich auf die Kompetenz der gesamten CDU-NRW.

  6. peer 4. Mai 2005 · 18:18 Uhr

    Was soll denn diese Antwort?

    Erst auf die CDU und ihr http://www.nrwinteam.de einhauen, weil die anscheinend kampagnefähiger sind, und dann eigene Mails mit solchem Inhalt, die im übrigen nix gebracht haben, verleugnen.

    Ich würde mal gerne wissen, wie euer Eintrag im Falle, dass PEER vorne gelegen hätte, was wohl so in absehbarer Zeit nicht mehr passiert.

  7. Benno 4. Mai 2005 · 18:20 Uhr

    Sensationell, was die CDU und ihre Anhänger so alles können. Allerdings müssen wir noch ein bisschen an der Feinjustierung arbeiten, denn morgen wird Peer das Duell gewinnen – und nicht Jürgen. Aber ansonsten: Ich bin schwer beeindruckt!!!

  8. Benno 4. Mai 2005 · 21:39 Uhr

    Zum morgigen Duell-Tag noch ein bezeichnendes Zitat:

    Eine Journalistin hat das in ihren Augen reichlich platte und unkomische „Geheime Tagebuch“ von Peer (eine Internet-Aktion der Jungen Union NRW) mit den abschließenden Worten aufgespießt: „Und dann noch ein kleiner Hinweis: Falls Ihr Euch die JU-Kollegen aus Brandenburg zum Vorbild genommen habt, die zur dortigen Landtagswahl ein satirisches Tagebuch über den SPD-Mann Platzeck veröffentlicht haben – Platzeck hat gewonnen. „Peers geheimes Tagebuch“ könnte also ein schlechtes Omen für Euren Unions-Kandidaten Rüttgers sein.“ Erstaunlich ist dieses Zitat insofern, dass die besagte Journalistin für die ja eigentlich sehr CDU-freundliche „Rheinische Post“ arbeitet. Jürgen Rüttgers scheinen also allmählich die Felle davonzuschwimmen.

    Der Artikel ist nachzulesen unter: http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/politik/special/landtagswahl-nrw-2005/aktuell/88153

  9. Student aus NRW 4. Mai 2005 · 22:45 Uhr

    Ihr seid alle so etwas von billig … Ob CDU- oder SPD-Anhänger! Worum gehts euch bei der Wahl eigentlich? Um das Land NRW? Um die Menschen in NRW? Um wen? 1 MIO Arbeitslose, ein unfähiges Schulwesen und, und, und …. Da ist es mir doch scheiss-egal, wer das in Ordnung bringt. Nur halte ich es für unwahrscheinlich, dass die Partei, die seit Jahrzenten in NRW wütet überhaupt noch den objektiven Blick hat, um dies zu tun. Kohl musste gehen, weil er zu lange dran war und nichts mehr auf die Reihe bekommen hat. Bei so einer Bilanz, wie sie die SPD aufzuweisen hat, sollte die liebe, doch so soziale SPD eigentlich von selbst abtreten und nicht nur machtbesessen an den eigenen Stühlen kleben. Ich könnte zuviel kriegen, wenn ich diesen Mist hier überall lese. :-( grrrrr

  10. Benno 4. Mai 2005 · 23:16 Uhr

    @Student:

    Aber wo du auch auf die CDU und ihre Anhänger schimpfst – was ist denn dann für dich die Alternative, nachdem du den Abtritt der SPD forderst?

    Im Übrigen ist die SPD nicht „machtbesessen“. Es gehört zum demokratischen Wettbewerb nun mal dazu, dass sich eine Regierungspartei (egal, ob sie nun seit 5 oder seit 39 oder seit 55 Jahren in der Regierung sitzt) auch um eine Erneuerung des Vertrauens beim Wähler bewirbt. Oder was verlangst du sonst von der SPD? Dass sie sagt, „Och, wir haben eigentlich keinen Bock mehr und räumen jetzt der CDU kampflos das Feld?“ Sie hat halt noch jede Menge Bock (es gibt ja auch unentwegt etwas zu tun) und insofern will sie auch kämpfen.

    Die SPD hat natürlich auch nicht alles perfekt gemacht, denn auch Sozialdemokraten sind nur Menschen. Aber es kann auch nicht sein, dass alles stur vereinfacht wird und gleich alles schwarz in schwarz gemalt wird. Wenn das Schulwesen so „unfähig“ wäre, würdest du und wir doch z.B. nicht hier sitzen und ein paar gerade Sätze formulieren können, oder? Und die Arbeitslosenzahlen sind zu hoch, keine Frage. Es war auch ein Fehler der GESAMTEN Politik, jahrzehntelang zu behaupten, sie könne in zentraler Verantwortung die Arbeitslosenzahlen senken. Mit so jemandem wie Peer Steinbrück zieht aber auch auf diesem Gebiet mehr Ehrlichkeit ein. Denn er gibt offen zu, dass die Politik nur Rahmenbedingungen setzen, aber nicht die Hauptarbeit bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit leisten kann. Diese Ehrlichkeit vermisse ich bei der CDU – die immer schön plakativ die Arbeitslosenzahlen anprangert und sich als „Retter in der Not“ anpreist. Dabei würde sie, wenn sie hier in NRW oder im Bund an die Macht käme, auch selber wieder ganz schnell merken, wie begrenzt auch ihr Einfluss auf die Arbeitsmarktdaten ist.

  11. Student aus NRW 4. Mai 2005 · 23:30 Uhr

    @Benno:
    Genau das meine ich: „Sie hat halt noch jede Menge Bock“. Klar hat die SPD „Bock“ zu regieren. Aber ist der Wettkampf unter den Demokraten das einzige, auf das es hier ankommt?

    Klaro hat die gesamte Politik Fehler gemacht, keine Frage. Kohl genauso wie Schröder. CDU ebenso wie SPD dort wo sie jeweils an der Macht sind.
    Mit Steinbrück zieht mehr Ehrlichkeit ein? Wenn ich die Plakate sehe, denke ich mir: „Hmmm, eigentlich sagt er mir, dass alles so bleibt wie bisher … selbe Richtung, nur besser“
    Aber stellt Steinbrück sich mal selbst die Frage, ob die Richtung stimmt? Mehr Ganztagsschulen und keine Studiengebühren im Bildungsbereich. Ich bin Student, ich bekomme kein Bafög, arbeite für mein Geld. Ich würde gerne Studiengebühren zahlen, wenn das mir eine bessere Qualität in der univ. Bildung bringen würde. Bei den Ganztagsschulen kann man sich lange drüber streiten, das ist eine Ideologie-Frage. Und so gibt es in allen Politik-Bereichen Dinge, die mit der Realität wenig zu tun haben. Ich habe so den Eindruck, die Regierenden, ob im Bund, in den Ländern oder sonstwo versuchen so lange wie möglich „die ganze Wahrheit“ zu verstecken, weil sie meine, es wäre noch nicht die rechte Zeit um damit rauszukommen. Blödsinn! Rückt endlich raus mit der Sprache, als halbwegs intelligenter Mensch hat man doch schon lange eine Ahnung, was sich eigentlich verändern müsst in diesem Land und in diesem Staat. Kinder sind bereit für einen dämlichen Klingelton 2 EUR zu latzen, und die Bildung ist uns nicht mehr als ca. 150 EUR im Semester wert? Und die Bildung soll solidarisch finanziert werden? Jeder soll studieren? Wo führt das denn hin, wenn jeder studiert? Die Visionen dieser Herren stimmen nicht mehr, lassen sich nicht mehr mit der Realität vereinbaren.

    Ganz klar, aus der Opposition lässt sich immer leicht reden. Das hat die SPD ja auch ganz gut drauf gehabt, ebenso wie die Grünen, die jetzt kaum noch wieder zu erkennen sind.

    Aber ich denke es ist an der Zeit, dass mal eine anderer „Plan“ verfolgt wird. Ob dieser gut oder schlecht ist, das entscheiden wir dann bei der nächsten Wahl. Aber ein „Weiter so“, nur noch mehr in „unsere, richtige Richtung“ kann es denke ich nicht geben …

  12. Benno 4. Mai 2005 · 23:52 Uhr

    Entschuldige, aber dass irgendwann JEDER studieren wird, ist nun wirklich illusorisch. Erstens gibt es auch heute noch jede Menge Berufe, für die ein Studium nicht zwingend oder überhaupt nicht erforderlich ist. Insofern wird auch nicht jeder studieren wollen. Außerdem vergisst du die NCs (die zudem in immer mehr Studiengängen erhöht werden), die die Studentenzahl unentwegt in Grenzen halten. Insofern sagt die SPD ja auch nicht: „Wir wollen, dass jeder studiert.“ Sondern: „Wir wollen, dass jeder der studieren MÖCHTE, auch die Chance dazu erhält.“ Das hängt natürlich von der persönlichen Leistungsfähigkeit ab (siehe NCs), aber die SPD will halt nicht, dass es in Zukunft auch noch vom Portemonnaie (Stichwort Allgemeine Studiengebühren) abhängt.

    Und wenn du schon darauf pochst, die Bildung solle uns mehr als 150 Euro pro Semester wert sein, könntest du ja auch im selben Atemzug argumentieren, dass wir in Deutschland Schulgebühren bräuchten. Warum ist uns die Schule dann das Geld nicht wert? Die Antwort ist: Bildung ist uns das Geld sehr wohl wert, aber zur Finanzierung gibt es halt Steuern. Die Steuerlast in Deutschland ist eben deswegen so hoch, weil es in unserem Staat immer das Prinzip gegeben hat: Bildung ist Allgemeingut, also zahlen auch alle in einen großen Topf für die Bildung ein. Schließlich profitiert auch letztendlich die Allgemeinheit von gut ausgebildeten Arbeitnehmern. Und diese „Visionen“ stammen nicht allein von der SPD. Auch die CDU und die FDP, die jetzt an genau diesen Prinzipien sägen, haben diesen Staat mitbegründet und somit auch das Staatsprinzip des „Allgemeinguts Bildung“ 56 Jahre lang mitgetragen. Und jetzt plötzlich soll das alles falsch gewesen sein? DA muss man doch mal fragen, wer hier sich was in die Tasche lügt. Die SPD, die zu den Prinzipien steht (weil es eben auch keinen wirklich plausiblen Grund gibt, plötzlich an diesen Prinzipien zu zweifeln) oder CDU und FDP, die jetzt plötzlich etwas ganz anderes vertreten als in den vergangenen 56 Jahren?

    Insofern frage ich dich nochmal: Die SPD kritisieren, ist eine Sache. Aber was ist in deinen Augen die Alternative – ganz realistisch gesehen?

  13. Student aus NRW 5. Mai 2005 · 0:10 Uhr

    Thema: Studenten und NCs

    1. Schulen benoten nicht hart und fair genug
    2. keine Vergleichbarkeit von Noten und somit Abschlüssen
    3. Wenn keine Vergleichbarkeit, dann sind NCs witzlos, dann lieber den Hochschulen die Auswahl der Studenten durch Aufnahmetests selbst überlassen. Ich denke, dem dürfte nichts im Weg stehen, oder?
    4. Die meisten Studenten, die ich kenne .. und das sind einige .. sind eine totale Fehlbesetzung. Lieber weniger, und dafür qualifizierte und ehrgeizige Studenten. Das erleichtert die Finanzierung und verbessert die Qualität. Bildung ist Allgemeingut, klar gebe ich dir Recht. Aber keine Rundum-Sorglos-Finanzierung! Und wenn man das über die Allgemeinheit finanziert, dann hat die Allgemeinheit auch ein Recht den Erfolg kritisch zu kontrollieren und zu bewerten (viel zu viele Null-Nummern im Studium, die abbrechen etc.)

    So, nun meine Vorstellung einer Alternative im Hochschulbereich:

    1. ZVS abschaffen
    2. den Hochschulen UND Studenten freie Wahl geben. Jeder Student bewirbt sich bei Hochschulen und die Hochschulen entscheiden wen und wieviele sie nehmen.
    3. keine Finanzierung der Hochschulen über Studentenzahlen. Qualität statt Quantität sollte sich finanziell für die Hochschulen lohnen. Vielleicht über einen Schlüssel aus Absolventen und Einschreibungen?
    4. Eine Basis-Finanzierung über das Land
    5. Studienfinanzierungsangebote durch Hochschulen zu einem günstigen Zins über Kfw z.B. oder direkt bezahlen, wenn der Geldbeutel es erlaubt
    6. Aufbau eines Stipendienwesens, da könnten alle Parteien mal beweisen, wie wichtig Ihnen Bildung ist

    .. mir fällt da noch weitaus mehr ein.

  14. Benno 5. Mai 2005 · 0:29 Uhr

    Die Vergleichbarkeit der Abschlüsse wird es künftig geben – denn das im Januar beschlossene Schulgesetz sieht zentrale Abschlussprüfungen landesweit vor. Soviel schon mal zu den Punkten 1 und 2 aus dem oberen Abschnitt. Zu 3: Dürfte sich eigentlich durch die künftigen zentral geregelten Abschlüsse auch erübrigen, gleichwohl hätte ich auch gegen Aufnahmetests nichts einzuwenden. Zu 4: Also, da habe ich ganz andere Erfahrungen in meinem Umfeld gemacht (und mache sie noch heute, schließlich studiere ich ebenfalls). In meinem wirklichen Bekannten- und Freundeskreis an der Uni gibt es keinen einzigen, der sein Studium irgendwie schludern lässt. Alle wollen in der Regelstudienzeit fertig werden, manche sogar möglichst noch darunter. Und seit es die Langzeitstudiengebühren gibt, hat sich auch merklich das Feld derer ausgedünnt, die wirklich einen Eindruck erweckten, als ob sie das Studium nur als bequemere Alternative zum Arbeitsleben ansahen. Mittlerweile kriege ich noch nicht einmal über das Hörensagen noch von solchen Leuten etwas mit. Jedenfalls vergisst du eben diese Langzeitgebühren – allein die sind schon ein gewaltiges Disziplinierungsmittel für jeden Studenten. Es mag dennoch sein, dass etliche Studenten rein von ihrem Leistungs- (und nicht von ihrem Tüchtigkeits-) Niveau nicht wirklich fürs Studium geschaffen sind. Aber die könnte man ja wirklich durch Vorab-Qualifizierungstests aussieben. Ich würde im Übrigen nicht jeden Abbrecher in Bausch und Bogen verurteilen. Jeder Mensch soll die Chance haben, auch mal seine Lebensplanung zu ändern, wenn er erkennt, dass er einfach nicht den für sich richtigen Weg eingeschlagen hat. Abbrechen ist jedenfalls besser, als anderen, die für den „Posten“ viel geeigneter wären, ewig den Studienplatz wegzunehmen.

    Zu deinen Ideen zur Reform des Hochschulwesens beziehe ich jetzt aber angesichts der Uhrzeit erstmal keine Stellung, OK? Dafür bin ich einfach nicht mehr wach genug.

    Aber eins noch, da du dich erneut um eine Antwort gedrückt hast: Was ist jetzt für dich die Alternative? Die SPD ist in deinen Augen nix, die CDU aber auch nicht?

  15. Roter Baron 5. Mai 2005 · 1:19 Uhr

    @ „Student aus NRW“
    Wenn Du gerne weniger Studenten hast, so fange doch vieleicht einmal bei Dir selber an. Du kannst gerne Studiengebühren zahlen, gerne für sämtliche Studierende aus ärmeren Schichten mit. Ich gebe Dir Rercht, dass an unseren Universitäten einige Leute studieren, die vielleicht nicht zu den Top-Leuten gehören. Aber zählst Du Dich dazu? In der Regel sind es Leute, die so eine schwache Argumentationsstruktur aufweisen wie Du, die nur an der Uni sind, weil papa Geld hat und nicht, weil sie selbst etwas bringen. Ich kann Dir sagen, dass ich echt etwas geleistet habe und weiterhin leiste, aber mit Studiengebühren vermutlich nicht studiert hätte. Ich hätte wohl eine Ausbildung gemacht und anderen Menschen den Ausbildungsplatz weggenommen – die säßen dann vielleicht auf der Straße.
    Ich finde diese Forderung nach Studiengebühren „zum kotzen“! – Es gibt kein vernünftiges Argument dafür. Es sei denn, jeder würde 2500€ pro Semester zahlen – aber dabei musst Du berücksichtigen, dass damit auch der Anteil an Studenten proportional abnimmt. Ich nehme an, so jemand wie Du studiert BWL oder Jura, richtig? Dann kannst Du Dir ja selbst schnell ausrechnen, wieviel Studiengebühren nötig wären, um auch nur ansatzweise „Verbesserungen“ herbeizuführen.
    Die ganzen CDU-Bonzen, die jetzt großkotzig Studiengebühren fordern, haben noch vor zwanzig bis dreißig Jahren auf Kosten meiner Großeltern studiert. Jetzt, wo sie selber Geld haben, fordern sie Gebühren. Das ist eine der asozialsten Entwicklungen der modernen Bundesrepublik.
    Übrigens hat mein persönlicher Freund Jürgen Rüttgers selber erzählt, dass er, als er selber studiert hat und wenig Geld hatte, immer gegen Studiengebühren war, aber seitdem er im Landtag säße, nun dafür sei („m,an habe ja jetzt einen anderen Blickwinkel auf das Geld“). Der Mann ist für mich damit zu einer bildungspolitischen Katastrophe geworden.
    Wenn Du nicht von der CDU geschickt wurdest, um hirnlose Phrasen loszuwerden, dann erkläre mir doch bitte mit vernünftigen Argumenten, warum wir Studiengebühren brauchen und wie damit bei einer Steigerung der Studentenzahl das Bildungssystem finanziert werden soll.

  16. Edelstrauß 5. Mai 2005 · 1:26 Uhr

    Hallo Pseudo-CDU-Peer!
    Viele Grüße an die CDU-Zentrale. Bisher habt ihr ja dollen Rückenwind trotz eines miserablen Kandidaten.
    Jetzt, wo der langsam zu versiegen droht, werden die schmutzigen Tricks ausgepackt.
    Ich finde Deine Argumentation äußerst schwach. Wenn ihr schon Eure eigenen Mitglieder beschei*t, dann gebt es doch bitte auch zu – schließlich zahlen die im guten Glauben daran, dem blassen und auf den Mund gefallenen Jürgen zu helfen, richtig Geld.
    Allerdings finde ich es auch von RTL lächerlich, dass man bereits im Vorhinein seine Stimme abgeben kann. Das ist für mich blanke Zuschauerverarschung.

    Es grüßt Euch der Edelstrauß!

  17. peer 5. Mai 2005 · 1:28 Uhr

    ihr seit ja bekloppt. Wir machen hier keine verarschung! Sowas find ich von Dir ne scheiß-Unterstellung.

  18. peer 5. Mai 2005 · 1:46 Uhr

    Das ist gar nicht von mir. Ihr behauptet ich habe was geschrieben was ich nicht geschrieben habe. so seid ihr!

  19. Student aus NRW 5. Mai 2005 · 7:53 Uhr

    @Benno:
    „Aber eins noch, da du dich erneut um eine Antwort gedrückt hast: Was ist jetzt für dich die Alternative? Die SPD ist in deinen Augen nix, die CDU aber auch nicht?“

    Und du machst schon wieder genau das, was ich zum kotzen finde. Du hast gefragt, was ich für die Alternative halte. Das habe ich dir gesagt, und zwar eine programmatische Alternative, keine Partei! Es geht euch immer nur um die Parteien, um Macht! Aber um dir auch diese Antwort nicht schuldig zu bleiben, für welche Partei ich bin:
    1. Ich finde mich bei keiner Partei 100%-ig wieder.
    2. Ich bin von niemandem geschickt (im Gegensatz zu euch?)
    3. Ich wähle von Wahl zu Wahl denjenigen, der mir vom Programm her am ehesten zusagt.
    4. Diesmal werde ich wohl CDU oder FDP wählen

    @Roter Baron:
    1. Ich zähle zu den Top-Leuten: Bachelor in 4 statt 6 Semestern mit Note 1.2, nun Master-Student
    2. BWL oder Jura? ;) lach
    3. Du scheinst wegen deiner roten Seele noch nicht einmal mein Posting richtig gelesen zu haben: Ich arbeite selbst für mein Geld, weder Papa noch Vater Staat zahlen für mich!
    4. Bei solchen Pauschalierungen, wie du sie von dir gibst, verlässt mich jegliche Lust ernsthaft mit dir zu diskutieren

    @peer:
    Bitte versuch doch wenigstens ein wenig auf deine Rechtschreibung zu achten, mir gelingt es auch nicht immer 100%ig, aber trotzdem … ;)

  20. michael 5. Mai 2005 · 8:05 Uhr

    Also das regt mich dann doch so sehr auf, dass ich mich hier mal zu Wort melden muss.
    Ich selbst habe gerade das Studium nach dem 5ten Semester abgebrochen und ich sehe mich wirklich nicht als Fehlbesetzung.

    Die Annahme ein Studium ist nur lohnenswert wenn ein Abschluss mit einer 1.x dabei rauskommt ist meiner Meinung nach noch gefährlicher als die Gebührendiskussion.
    Es kann nicht sein, dass Bildung und Studium nur den Zweck hat optimal für die Wirtschaft verwendbar zu sein. Ich habe mich in den 5 Semester in vielen Bereichen persönlich weiterentwickelt, vorallem in Fachfremden und daher war die Zeit sicherlich nicht verschenkt, auch ohne Abschluss.

    Das Schlimme daran ist, dass ich durch den heutigen gesellschaftlichen Druck erstmal keine weiteren Studiengänge belegen kann, auch wenn es da noch viele Bereiche gibt in denen ich mich gerne weiterbilden würde, sondern erstmal eine Ausbildung machen „muss“.
    Trotzdem ist das Thema studieren für mich noch nicht gestorben.
    Darum keine Studiengebühren, Langzeitstudiengebühren abschaffen.
    Dabei sollte man allerdings auch nicht vergessen wer uns bei diesem Thema schon einmal verraten hat.

  21. Student aus NRW 5. Mai 2005 · 8:16 Uhr

    @michael und andere:
    Wenn du studierst um dich einfach nur hier und da weiterzubilden und persönlich weiterzuentwickeln, ist das total in Ordnung. Aber dann soll das nicht die Allgemeinheit bezahlen! Was meinst du, was mit Azubis passiert, wenn die mal hier und da eine Ausbildung anfangen und abbrechen, wenn sie was anderes machen wollen? Warum muss jeder der eine Ausbildungsstelle sucht durch einen Bewerbungsmarathon und die Studis kriegen den Studienplatz „geschenkt“?

  22. michael 5. Mai 2005 · 8:30 Uhr

    Warum muss man etwas gutes schlechtmachen nur weil man einen Bereich findet der nicht so gut geregelt ist?
    Dieses ewige gegeneinander ausspielen regt mich auf. Universität gegen Kitas, Studenten gegen Auszubildende, Krankenschwester gegen Arzt, usw.

    Die Situation der Auszubildenen ist wahrlich nicht gut, zB die Situation bei unverschuldetem Ausbildungsplatzwechsel. Aber das rechtfertigt doch nicht auch noch zusätzlich das Studieren zu versauen.

    Und warum die Allgemeinheit für „wildes“ studieren bezahlen sollte:
    Weil es Allgemeingut ist, und die Gesellschaft davon profitiert.
    Nicht nur dass es jedem freisteht (stehen sollte) sich ebenfalls in Universitäten „kostenfrei“ (und Studieren ist in Wahrheit jetzt schon teuer) weiterzubilden bildet das auch gerade die Eckpfeiler unser Demokratie.
    Eben gerade aufgeklärte und vielschichtig gesellschaftlich interessierte Menschen braucht unser Land und zwar gerade nicht nur als gut ausgebildete Arbeitnehmer sondern auch als Bürger.

    Und wenn wir diesen Pfeiler der Gesellschaft wegnehmen richten wir unermesslichen Schaden an.

  23. Student aus NRW 5. Mai 2005 · 8:39 Uhr

    @michael: Warum man immer gegeneinander aufrechnet? Ist es sozial denn gerecht, wie es ist? Alle schimpfen immer auf die „Bonzen“, deren Kinder dann wegen dem dicken Geldbeutel der Eltern studieren können. Schonmal was von Leistung gehört?
    Schonmal drüber nachgedacht, dass diese „Bonzen“ Firmen gründen, Leuten Arbeit geben und so dafür sorgen, dass überhaupt noch was in diesem Land läuft?
    Und JA, sie feuern auch Arbeitnehmer, wenn es sein muss und notwendig ist. Denn irgendjemand muss in diesem Land ja noch arbeiten und handeln, wenn Leute wie du nur um des Studierens willen studieren wollen.

    Mensch, wenn ich solch eine Meinung lese, wird mir wieder einmal deutlich, wo das Problem in Deutschland ist. Du lebst in einer Traumwelt, tut mir leid, wenn ich das so sagen muss.

  24. michael 5. Mai 2005 · 9:01 Uhr

    Ja, ich lebe in einer „Traumwelt“ oder habe zumindest den Traum einer besseren Welt und das ist auch mehr als notwendig. Wer das nicht hat ist damit zufrieden wie es läuft und das ist zumindest mir zu wenig.

    Und ja, ich habe etwas von Leistung gehört und ich glaube sogar an Leistung aus eigener Initiative und nicht nur um im Wirtschaftssystem nicht unterzugehen.

    Offensichtlich gibt es bei der ganzen Diskussion um Studiengebühren zwei Blöcke die in ihren Ansichten nicht vereinbar sind.
    Einmal diejenigen die das Studium nur als Sprungbrett in Führungspositionen der Wirtschaft sehen und diejenigen für die Studieren auch mehr ist und eine gesellschaftliche humane Komponente hat.

    Aber um direkt auf deinen Beitrag einzugehen:
    Nein, die soziale Gerechtigkeit geht immer mehr verloren aber was ich so von deiner Position herausahnen kann hat meiner Meinung nach mit sozialer Gerechtigkeit nicht allzu viel zu tun.

    Ich habe auch nichts gegen „Bonzen“, meinetwegen darf auch jeder Sohn eines Millionärs studieren(und zwar sogar kostenfrei wie wir alle).

    Ich glaube sogar dass die Unternehmen von Studenten die nicht im Bachelor/Master-Wahn mit Scheuklappen durchs Studium gerast sind sondern vielfältige Lebenserfahrung in der Univerität gewonnen haben profitieren.

    Und zu guter letzt gefällt mir diese Interpretation des Begriffs Leistung nicht.
    Ist es keine Leistung sich Seminare zu Themen anzuhören die auf den ersten Blick nicht notwendig für den späteren Beruf sind?
    Ist es keine Leistung sich in Bereichen fortzubilden die (noch) keine Beachtung in der Wirtschaft gefunden haben?
    Ist es keine Leistung aus Interesse zu studieren ohne einen grossen Masterplan zu haben?
    Ist es keine Leistung wenn man mit 30 Jahren noch kein Jahresgehalt von 50000Euro verdient?

    Hat man sein Leben dann verschenkt?

  25. Student aus NRW 5. Mai 2005 · 9:13 Uhr

    @michael: „… Hat man sein Leben dann verschenkt?“ – Nein!
    Lies mein vorheriges Posting, ich liebe Bildung .. in meinem Bereich muss ich mich tagtäglich weiterbilden und mache das liebend gern. Nur wenn du dich eine Leben lang bilden willst, ab wo ist der Punkt deiner Meinung nach erreicht, wo nicht mehr die Allgemeinheit dafür aufkommen soll?
    Zum Thema Bachelor/Master-Wahn: Du redest von Leistung und verurteilst jemanden der zielgerichtet studiert und gut ist in dem was er macht?
    Lebenserfahrung an der Uni: Wie wäre es mal damit Lebenserfahrung aus dem Leben zu gewinnen? Nicht ein Leben lang nur an der schnuckeligen Uni rumzulaufen?

    „Nein, die soziale Gerechtigkeit geht immer mehr verloren aber was ich so von deiner Position herausahnen kann hat meiner Meinung nach mit sozialer Gerechtigkeit nicht allzu viel zu tun.“

    Meine Position ist, dass jeder seiner Leistungsbereitschaft und seiner tatsächlichen Leistung nach gefördert werden soll. Bringt jemand keine Leistung (egal aus welcher Schicht, egal wie man den Begriff Leistung definieren mag), dann sollte er nicht von der Allgemeinheit dafür bezahlt werden. Siehe auch meinen vorherigen Beitrag zum Thema Studienfinanzierung / „Aufnahmetests“..

  26. Benno 5. Mai 2005 · 9:23 Uhr

    Leute – müssen wir jetzt schon wieder so ein Klima in die Diskussion bringen? Ich habe gestern Abend mit „Student aus NRW“ noch sachlich diskutiert – und kaum schalte ich wieder den PC ein, wird wieder von „Bonzen“ geredet oder wahlweise dem anderen Faulheit im Studium unterstellt. Auf diese Art und Weise kriegen wir nie eine vernünftige Diskussion zustande – und das geht an BEIDE „Streitparteien“!

    So, und jetzt zu dem, was du, „Student“, mir zuletzt geschrieben hast:

    Erstens bin ich von niemandem geschickt, sondern ich schreibe hier aus eigener Überzeugung – mich hat also niemand hierzu gezwungen. Und das dürfte für alle in diesem Blog gelten (mal von solchen offenkundigen CDU-U-Booten wie „Peer“ abgesehen).

    Zweitens: Ich habe dir in meinem letzten Posting von gestern Abend bestätigt, dass die von dir gewünschten vergleichbaren Schulabschlüsse durch die im Schulgesetz vorgesehenen zentralen Abschlussprüfungen bereits gewährleistet sind. Das hast du stillschweigend einkassiert und bist dennoch offenkundig der Meinung, die SPD habe programmatisch nichts mehr zu bieten. Und ich bekräftige noch mal: Es gibt schon jetzt KEINE Rundum-Sorglos-Finanzierung! Siehe Langzeitstudiengebühren. Und ich weise es noch einmal zurück, dass du dem Gros der Studenten (ich drücke es jetzt mal überspitzt aus, also nicht direkt jedes Wort auf die Goldwaage legen) „Rumgammelei“ auf Kosten der Allgemeinheit unterstellst! Das Gegenteil ist der Fall – alle Kommilitonen, die ich kenne, wollen möglichst schnell fertig werden. So auch ich. So toll finde ich im Übrigen die oftmals sehr drögen Seminare und noch drögeren wissenschaftlichen Texte auch nicht, als ob ich das länger als nötig haben wollte. Da finde ich das Berufsleben nach wie vor spannender.

  27. michael 5. Mai 2005 · 9:24 Uhr

    „Nur wenn du dich eine Leben lang bilden willst, ab wo ist der Punkt deiner Meinung nach erreicht, wo nicht mehr die Allgemeinheit dafür aufkommen soll?“
    Bildung sollte immer zu jeder Zeit kostenfrei, also von der Allgemeinheit getragen sein. Sowohl für den 50jährigen der nochmal studieren möchte als auch für dem Rentner oder den zwischenzeitlich berufstätigen 30jährigen der sich nach der Ausbildung und erster Berufserfahrung verändern möchte.
    Nur von Bildung alleine kann man nicht leben, und ein Studium muss man auch finanzieren können. Das bafög setzt da zwar meiner Meinung nach die Grenzen im Moment etwas zu eng, aber auch wenn der Zugang zu Bildung kostenfrei ist, muss man ja trotzdem seinen Lebensunterhalt verdienen. Und das wird dann nicht mehr von der Allgemeinheit getragen.

    „Zum Thema Bachelor/Master-Wahn: Du redest von Leistung und verurteilst jemanden der zielgerichtet studiert und gut ist in dem was er macht?“
    Nein, mache ich doch überhaupt nicht.
    Ich jeder darf sich so entscheiden, und wer er damit zufrieden ist und weiterkommt ist das doch ohne Frage positiv. Ich meine nur dass auch jemand der nicht so zielgerichtet ist durchaus seine Berechtigung hat.

    „Lebenserfahrung an der Uni: Wie wäre es mal damit Lebenserfahrung aus dem Leben zu gewinnen? Nicht ein Leben lang nur an der schnuckeligen Uni rumzulaufen?“
    Ist die Uni kein Leben? Ist das irgendwie getrennt? Also wenn ich in die uni gegangen bin habe ich nirgendwo ein Schild gesehen, ’sie verlassen hier das Leben‘. Das ist doch kein abgeschotteter künstlicher Lebensraum.

    „Siehe auch meinen vorherigen Beitrag zum Thema Studienfinanzierung / „Aufnahmetests“.“
    Das hatte ih vorhin noch vergessen:
    „Warum muss jeder der eine Ausbildungsstelle sucht durch einen Bewerbungsmarathon und die Studis kriegen den Studienplatz „geschenkt“?“
    Also ich kenne genügend Leute die auch nicht studieren können was sie wollen. Genauso wie viele Auszubildende nicht den Ausbildungsplatz bekommen den sie wollen.
    Sei es durch NC’s oder andere Beschränkungen. Die noch weiter erhöhen zu wollen geht meiner Meinung nach in die falsche Richtung.
    Aber man sollte doch froh sein, dass es in der universität nicht so zugeht wie auf dem Ausbildungsmarkt.

  28. Student aus NRW 5. Mai 2005 · 9:40 Uhr

    @Benno: Guten Morgen :-)

    „Zweitens: Ich habe dir in meinem letzten Posting von gestern Abend bestätigt, dass die von dir gewünschten vergleichbaren Schulabschlüsse durch die im Schulgesetz vorgesehenen zentralen Abschlussprüfungen bereits gewährleistet sind.“

    Entschuldige, war gestern Abend schon spät. Finde ich gut und richtig!

    „Rumgammelei“: das unterstelle ich niemandem, ich formuliere nur überspitzt um auf den Punkt zu kommen. Ich finde, im Gegensatz zu michael, das nicht jeder studieren sollte, weil es nicht für jeden das Richtige ist. Und ich finde es nicht gut jedem zu sagen, das er studieren soll, wenn er kann. Hier denke ich sollte es eine viel besser organisiert „Selbstfindungsphase“ geben, aber das muss man in den Händen der Schulabsolventen lassen (z.B. über Praktikas, Gasthörer schon während der Schulzeit etc.) Ich denke die Idee, den Hochschulen die Möglichkeit zu eröffnen durch Aufnahmetests den Menschen auch mal den Spiegel vorzuhalten in Bezug auf ihre eigene Leistung- und Talente ist gut.
    Die Frage der Studieninhalte ist ja nun wieder eine ganz andere ;) Ich denke, jeder der studiert hat, weiss, dass es dort einiges zu verbessern gibt. Aber würde sich das nicht mit mehr Eigenverantwortung (auch finanziell) der Hochschulen bessern?

    @michael: „Lebenserfahrung an der Uni“
    Das Leben hört an der Türschwelle zur Uni nicht auf, aber es beginnt garantiert erst richtig, wenn du mit einem Abschluss die Uni verlässt. Denn sind wir mal ehrlich, viele der Uni-Profs haben die freie Wirtschaft noch nicht kennengelernt, und wenn dann nur für sehr kurze Zeit….

    NCs erhöhen muss nicht sein. Statt NCs wünsche ich mir Aufnahmetests. Denn ein Abiturient mit einem 3er Abschluss ist manchmal besser für einen Studienplatz geeignet, als ein anderer mit einem 1er Abi.

  29. Benno 5. Mai 2005 · 9:47 Uhr

    Die Idee von Aufnahmetests finde ich auch eine Überlegung wert. Aber vielleicht sollte man dennoch erst mal abwarten, was durch die einheitlichen Abschlüsse herauskommt.

    Apropos „einheitliche Abschlüsse“ – wo du dazu ja geschrieben hast „Finde ich gut und richtig!“, könnte ich es jetzt mal in den Worten der Labour Party sagen: „If you value it, vote for it!“ ;-)

  30. Student aus NRW 5. Mai 2005 · 9:51 Uhr

    @Benno: Ich habe ja gesagt, ich bin kein „Parteiwähler“ ;)

    Dafür finde ich andere Dinge, die die SPD macht absolut nicht ok und kann deswegen diesmal nicht für die SPD stimmen.

    Aufnahmetests: Meinst du, die SPD würde es fertig bringen so etwas zum Programm zu erklären? Ich glaube ehrlich gesagt, dass sie es nicht tun würde, auch wenn große Teile es für richtig halten würden, da sich dann einige SPD-Anhänger wahrscheinlich vor den Kopf gestoßen fühlten, oder?

  31. Roter Baron 5. Mai 2005 · 9:58 Uhr

    @ Student aus NRW
    Schade, dass Du mit mir nicht diskutieren magst. Mich würde es doch brennend interessieren, welchen BA/MA Du studierst…

    Es gibt – da muss ich Michael beipflichten – in den allermeisten Studienfächern jetzt schon einen NC, der dem Durchschnittsabiturienten verwehrt, das Fach, für welches er sich interessiert, zu studieren. Das ist ja schon paradox, denn wie Du selber sagst, sind Noten an unterschiedlichen Schulen unterschiedlich zu sehen. Eine 1,8 auf der einen Schule ist leider nicht immer genau so viel „Wert“ wie die 1,8 auf einer anderen Schule. Außerdem: Wieso soll jemand, der in Sport oder in Physik oder von mir aus in Mathe nur ne „Drei“ im Abi hatte, z.B. kein guter Journalist sein – nur weil er wegen dieser „Drei“ dann den erforderlichen NC von 1,6 nicht packt? Ich sitze selber in einer Akkreditierungskommission für BA/MA Studiengänge – dort stellt sich genau das Problem: Wie sorgt man mit halbwegs vertretbarem Aufwand dafür, dass man die stark begrenzten Studienplätze an die Leute verteilt, die das beste daraus machen können?

    Das heutige System führt leider dazu, dass diese Abiturienten, die nicht den notwendigen Notendurchschnitt erreicht haben, zuerst eine Ausbildung machen, um dann später – nach einigen Wartesemestern – doch noch an den von ihnen gewünschten Studienplatz zu kommen. Dabei werden die Ausbildungsplätze wieder anderen Schulabgängern weggenommen. Das setzt sich fort, bis am Ende die mit dem geringst-wertigen Abschluss ohne etwas dastehen.
    Das kann auch nicht die Lösung sein!

    Ich entnehme Deinen Kommentaren, dass für Dich die Universität eine reine Eliteschmiede ist, in der nur die Besten der Besten etwas zu suchen haben. Ich frage mich nur immer: Woran misst man das, wie gut jemand ist? An den Schulnoten? An einem Eingangstest?
    Kann es sich ein Land, dessen wichtigster Rohstoff das Wissen ist, leisten, nur die Menschen studieren zu lassen, von denen man annimmt, sie seien die besten? Kann ein Land es sich leisten, so stark herauszufiltern und den Rest „hintenüber“ fallen zu lassen? Das kann es ja nicht sein. Wir brauchen einfach mehr Studenten und mehr Studienabgänger. Diese müssen immer besser qualifiziert werden.

    Übrigens mag es in Deinem Umfeld sehr viele „Fehlbesetzungen“ geben (ich weiß nicht an welcher Uni Du welches Fach studierst), ich kann Dir aber sagen, dass ich an meinem Institut spätestens nach dem zweiten Semester (wer es bis dahin geschafft hat, bleibt auch dabei) keine einzige „Fehlbesetzung“ mehr finden könnte. Außerdem würde ich es mir nicht anmaßen, darüber zu urteilen, ob jemand eine Fehlbestzung ist.
    Hier magst Du dann übrigens Recht haben: Hier habe ich wirklich einen „roten Geist“, der uns voneinander unterscheidet: Für mich hat jeder Mensch Qualitäten und ich maße mir einfach nicht an, darüber zu Urteilen, wer zur „Elite“ gehört und wer nicht. Und ich werde ebenfalls nicht die Arroganz besitzen, diejenigen, die sich ein Studium nicht leisten könnten, obwohl sie dazu fähig sind, aus ökonomischen Gründen auszuschließen.

    Eine abschließende Frage habe ich allerdings noch:
    Du sagst, Du gehest arbeiten. Das ist gut, das machen 70% der Studenten. Ich stelle mir nur immer eine Frage: Wenn so viele Arbeiten gehen (und es dann noch schaffen, ihr Studium vernünftig abzuschließen) – wo kommen die Jobs her?
    Nimmt man die nicht den Menschen weg, die es eigentlich nötig hätten? Den Menschen, die „nur“ einen Haupt- oder Realschulabschluß haben?

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Arbeitgeber lieber einen qualifizierten Studenten in einem prekären Beschäftigungsverhältnis einstellen, als einen ausgebildeten Hauptschüler, der fest angestellt werden müsste. Führt dann dazu, dass letzterer auf der Straße sitzt, während ersterer das Geld für sein Studium erwirtschaftet.
    Irgendwann wird der Student dann vielleicht einen Abschluss haben und gut verdienen – der ausgebildete Hauptschüler ist arbeitslos und muss mitfinanziert werden.
    Das kann ja wohl nicht Dein Ernst sein?

    Viele Grüße…

  32. michael 5. Mai 2005 · 10:01 Uhr

    „Ich finde, im Gegensatz zu michael, das nicht jeder studieren sollte, weil es nicht für jeden das Richtige ist.“
    jeder der will. Ich kenne genügend Leute die obwohl sie es könnten und dafür sicherlich geeignet wären die betriebliche Ausbildung vorgezogen haben.
    Die Wahl zu haben ist doch das grosse Plus an diesem System.

    „Aber würde sich das nicht mit mehr Eigenverantwortung (auch finanziell) der Hochschulen bessern?“
    In vernünftigen Grenzen sicherlich, aber das muss und sollte doch nicht zu Studiengebühren führen.

    „Das Leben hört an der Türschwelle zur Uni nicht auf, aber es beginnt garantiert erst richtig, wenn du mit einem Abschluss die Uni verlässt.“
    Ich bin mir sicher dass du das so nicht gemeint hast ;)
    ‚Es beginnt erst richtig wenn man ins Berufsleben eingestiegen ist, ob mit oder ohne Studium‘ würde ich sogar nicht von der Hand weisen wollen.
    Aber das heisst doch nicht dass man vorher/nebenbei/nachher nicht die Chance haben sollte kostenfrei sich weiterbilden/studieren zu können.

    „Denn sind wir mal ehrlich, viele der Uni-Profs haben die freie Wirtschaft noch nicht kennengelernt, und wenn dann nur für sehr kurze Zeit….“
    Tja, welchen Stellenwert besitzt die freie Wirtschaft in unserer Gesellschaft und welchen sollte sie besitzen.
    Müssen wir unser ganzes Leben darauf ausrichten?

    „NCs erhöhen muss nicht sein. Statt NCs wünsche ich mir Aufnahmetests. Denn ein Abiturient mit einem 3er Abschluss ist manchmal besser für einen Studienplatz geeignet, als ein anderer mit einem 1er Abi.“
    Vollste Zustimmung, die NC’s sind mist, vorallem wenn man daran denkt wie solche Abiturnoten zustande kommen.
    Aber ich bezweifle die faire durchführbarkeit solcher Tests.

  33. Student aus NRW 5. Mai 2005 · 10:07 Uhr

    @Roter Baron:
    „Wieso soll jemand, der in Sport oder in Physik oder von mir aus in Mathe nur ne „Drei“ im Abi hatte, z.B. kein guter Journalist sein“ –> Siehe mein letztes Posting, NCs müssen nicht sein, Aufnahmetests wären die bessere Wahl.

    „..aus ökonomischen Gründen auszuschließen“: Bleib doch einfach mal bei dem was ich gesagt habe, und kram nicht die alten Floskeln hervor. Lies einfach, was ich geschrieben habe, und du wirst feststellen, dass ich werde jemanden aus finanzieller Sicht auschliessen will, noch aus sonstigen Gründen. Wer studieren will, soll das tun. Es geht um die Finanzierung der Angelegenheit!

    „..wo kommen die Jobs her?“ – Nein, ich nehme keinem ausgebildeten Menschen den Job weg. Ich bin selbständig. Und selbst wenn ich jemandem dem Job wegnehmen würde, so ist das nun mal in einer Marktwirtschaft, auch in einer sozialen.

  34. Student aus NRW 5. Mai 2005 · 10:13 Uhr

    @Michael: „Ich bin mir sicher dass du das so nicht gemeint hast ;)
    ‚Es beginnt erst richtig wenn man ins Berufsleben eingestiegen ist, ob mit oder ohne Studium‘ würde ich sogar nicht von der Hand weisen wollen.“
    Ja, so wie du es verstanden hast, habe ich es tatsächlich nicht gemeint ;) Ich meinte damit, ob mit oder ohne Studium, es beginnt im Berufsleben.

    „Tja, welchen Stellenwert besitzt die freie Wirtschaft in unserer Gesellschaft und welchen sollte sie besitzen“ -> das führt zu der Frage nach dem Sinn des Lebens und das ist denke ich mal im konkreten Politikbereich schwer zu diskutieren. Aber Fakt ist, um zu leben brauchst du Geld. Und das Geld bekommst du in der Wirtschaft (sollte man zumindest).

    „Aber ich bezweifle die faire durchführbarkeit solcher Tests.“ -> Nichts im Leben ist fair, noch nicht einmal der Tod.

    Anmerkung: Ich finde es schön, dass sich nach anfänglichem, typischem „Floskel-Austausch“ auch eine normale Diskussion führen lässt. Das vermisse ich generell in der Politik.

  35. Bastian 5. Mai 2005 · 10:28 Uhr

    Hallo zusammen,
    ihr braucht euch das Duell gar nicht erst anzuschauen, denn egal, wie wer abschneidet, ihr werdet doch sowieso wieder nur für euren Herrn Steinbrück sein. Normalerweise sollte ein Forum neutral sein, aber das wird hier wohl,-auch in diesem Falle, nicht passieren.
    Das Duell ist gar nicht so wichtig, denn es kommt nicht darauf an, wieviel jemand lächelt und Scherze macht, sondern auf das Programm und da wird am 22.5. entschieden.
    Möchte auch noch sagen, dass ihr euch mal in die Situation beider (!!!!) hineinversetzen solltet. Kann durchaus passieren, dass beide Fehler heute abend machen..na und..das ist schließlich menschlich und zudem auch nicht ungewöhnlich, wenn man bedenkt, was dort auf dem Spiel steht

    Viele

  36. Benno 5. Mai 2005 · 10:35 Uhr

    Ich gebe zu der ganzen Studiengebühren-Debatte eines zu bedenken, was wir auch im Thread zur WDR-Bildungs-Debatte vom Montag (siehe unten) diskutiert haben:

    Es kann niemand ausschließen, dass nach der Einführung allgemeiner Studiengebühren die Haushaltsmittel für die Universitäten gekürzt werden. In Österreich ist nämlich genau das der Fall: In demselben Maße, wie die Gebühren eingeführt bzw. angehoben wurden, wurden auch die Haushaltsmittel gesenkt. Als Finanzierungshilfe betrachte ich Studiengebühren jedenfalls als mehr als wacklig.

    Und ich kann es nicht oft genug sagen – zur Frage, ob Gebührenfreiheit sozial ungerecht sei: Warum diskutieren wir dann nicht gleich, ob unser gesamtes Steuersystem sozial ungerecht ist? Schließlich werden mit unseren hier in NRW gezahlten Steuern auch Straßenbauprojekte in Mecklenburg-Vorpommern finanziert – von denen wir auch wohl nie persönlich profitieren werden. Ist das jetzt plötzlich auch ungerecht?

  37. Benno 5. Mai 2005 · 10:50 Uhr

    @Bastian:

    „Normalerweise sollte ein Forum neutral sein…“

    Erstens ist das hier kein Forum, sondern ein Blog und ein solcher hat immer schon von vornherein eine gewisse ideologische Färbung und zweitens ist dies immer noch der Blog der NRWSPD. Insofern verstehe ich deine gespielte Empörung nicht. Hier versammeln sich nun einmal viele Sozialdemokraten oder sozialdemokratisch Gesinnte (das liegt bei einem SPD-Blog in der Natur der Sache), und die sind nun einmal im Regelfall auch von Peer Steinbrück überzeugt. Wenn du findest, dass hier die Stärken von Jürgen Rüttgers zu kurz kommen (die im Übrigen, wie mir schon etliche CDU-Anhänger bestätigt haben, auch ihnen unbekannt sind), kannst du ja mal bei den Kollegen von der NRW-CDU vorbeischauen, wie die denn das Duell kommentieren.

    Und, tut mir Leid: Aber dieses wie auch das nächste Duell ist sehr wohl wichtig. Viele Unentschlossene benutzen solche Duelle nämlich als Hilfsmittel, um die Positionen der beiden großen Parteien direkt gegenüberzustellen und sich auf dieser Grundlage zu einer Wahlentscheidung durchzuringen. Welcher Wähler macht sich schon die Mühe, alle Wahlprogramme durchzuforsten? (Ich kann’s ihnen ja auch nicht verdenken.) Jedenfalls sind auch Politikwissenschafler wie Thomas Faas von der Uni Duisburg-Essen zu der Erkenntnis gelangt, dass Fernsehduelle einen mobilisierenden Effekt haben und mindestens die Wahlbeteiligung steigern.

    „…auch nicht ungewöhnlich, wenn man bedenkt, was dort auf dem Spiel steht.“

    Also bist du doch der Meinung, dass diese Duelle wichtig und nicht ganz unheikel sind, oder wie soll ich sonst diese Aussage deuten?

  38. oliver [blog.nrwspd.de] 5. Mai 2005 · 13:45 Uhr

    Whow – super Diskussion! Wir (vom blog.nrwspd.de) freuen uns darüber, dass hier so pointiert und engagiert über das Thema Bildung und andere Themen kommentiert wird. Ja, und ihr ahnt es schon – jetzt kommt das grosse ABER: Wir schalten die Kommentierungsfunktion in diesem Beitrag jetzt ab.

    Keine Aufregung, es hat nix mit Zensur oder eingeschränkter Diskussion oder sonst irgendwelchen unterstellbaren Gründen zu tun. Ihr werdet es nicht glauben, aber es hat damit zu tun, dass wir die Diskussion damit FÖRDERN wollen.

    Klingt zunächst komisch, ist aber so:

    Zum einen ist es für neue und andere Besucher des Blogs nahezu unmöglich an Hand der Überschrift des Ursprungsbeitrages „RTL Teletext zum TV-Duell (Morgen): And the winner is… Jürgen Rüttgers“ zu erkennen, dass es in dieser Diskussion inzwischen im Schwerpunkt um Bildung und Studieren geht. Kommt so keiner drauf. Das ist schade, weil so neue Diskutanten kaum dazustoßen können. Ich nenne sowas immer „virtuelles Hinterzimmer“. Das wollen wir vermeiden.

    Wir haben uns entscheiden daher in den nächsten Tagen zu verschiedenen Schwerpunktthemen dieses Wahlkampfes – und Bildung und Studiengebühren gehören sicher dazu – die Unterschiede der Kandidaten und Parteien aus unserer Sicht zu berichten und ihr könnt kommentieren. Sozusagen als „open topic“. Das ist versprochen.

    Darüber hinaus handelt es sich hier – das wurde oben schon mal angesprochen – um einen Blog. Im Unterschied zu einem allgemeinpolitischen Forum wollen wir uns hier eher der Idee des „digitalen Parteitagebuches“ oder „täglichen Wahlkampfjournals“ widmen. Allgemeinpolische Foren verzetteln sich häufig im Klein Klein und bereichern die politische Debatte zu wenig. Oder kennt einer von Euch Foren, die echte, politische Relevanz mit Auswirkungen bekommen haben? Dann mailt uns die Links an blog@nrwspd.de!

    Im Blog der NRWSPD schreiben die Blogger (Freiwillige, Mitarbeiter, Praktikanten(!), und Sympathisanten) ihre persönlichen Wahrnehmungen und Infos vom Tagesgeschehen auf – mal mit Insiderwissen, mal nur nach der Zeitungslektüre. Und dazu kann man Kommentare einbringen. Die Einträge sind immer gefärbt, nie neutral – sollen sie auch nicht sein. So läuft es in Blogs. Wir haben eine Meinung.

    Das Tagesgeschehen heute wird sicher vom anstehenden Fernsehduell um 17:45 Uhr bestimmt. Insofern: Bitte haltet Eure weiteren Beträge zur Bildungs-/Schul- und Hochschulpolitik in Erinnerung (Bearbeiten, Kopieren, Notepad starten, Bearbeiten, Einfügen, Speichern…), damit wir die Diskussion genau so engagiert in den nächsten Tagen aufgreifen können. Wer von den engagierten Kommentatoren einen Hinweis per Email von uns haben möchte, dass wir das Thema hier im Blog wie versprochen aufgegriffen haben, der schreibt uns einfach an blog@nrwspd.de! Wir weisen Euch dann darauf hin.

    Ich hoffe ihr seid einverstanden. Wer das total doof findet, kann ja überprüfen, ob wir Wort halten und die Diskussion hier im Blog wieder aufnehmen. Wir nehmen Euch und eure Beiträge ernst und hoffen, dass ihr das mit uns auch tut.

  39. jazz history 26. Juli 2005 · 12:28 Uhr

    jazz history

    jazz history

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.