Herzlich Willkommen beim Live-Blogging zur dritten Ausgabe der WDR-Sendereihe „NRW wählt“ mit dem Thema „Wege aus der Jobkrise“. Wir haben euch hier eine Stunde lang begleitet. Aber auch jetzt noch könnt ihr uns schreiben, wie es euch gefallen hat, wir freuen uns auf eure Kommentare.
Falls ihr die Sendung verpasst habt, könnt ihr unten nachlesen, wie es war. Oder aber ihr schaut auf unsere TV-Duell-Seite, da kriegt ihr das Ganze komprimiert.

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Die Runde bei „NRW wählt“

Update 20:15
So. Tagesschau zu Ende. Jetzt geht es los. Ich wünsche euch und uns ein spannendes „Duell“

Update 20:24
Moderatorin Sabine Scholt meldet sich live aus der Jahrhunderthalle in Bochum und zu meiner Überraschung ist nicht Michael Vesper für die Grünen da, sondern Bärbel Höhn, da hat sich wohl jemand beim WDR vertan.

Nach einem Einspielfilm über einen Rolltreppenhersteller spricht Harald Schartau über den konkreten Fall:
„Wir haben das Unternehmen O&K unterstützt, das Unternehmen war eine Perle, die Unternehmensstrategie hat die Firma immer weiter ins Abseits gestellt. Ich hoffe, dass das Unternehmen seine Strategie da überdenkt und das Konzept überdacht wird.“

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Harald Schartau in der Jahrhunderthalle

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Applaus für Harald Schartau

Laumann zu demselben Thema:
„Wenn ein Unternehmen Landesbürgschaften in Anspruch nimmt, sollten sie auch eine gewisse Treue an den Standort zeigen.“

Hintergrundinfo
In ihrem im Februar in den Deutschen Bundestag eingebrachten Antrag „Pakt für Deutschland“ fordert die Union „als Einstieg bis zu einem Jahr, eine 10prozentige untertarifliche Entlohnung“.

Pinkwart stellt fest:
„Wir haben es ja hier mit einem ganz konkreten Fall zu tun. Wenn das so sein sollte, dann sollten die Verträge auch eingehalten werden.“
Sehr konkret, Herr Pinkwart.

Hintergrundinfo
Das ist FDP-Position:

* Öffnung der Flächentarifverträge
* Abschaffung der 35-Stunden-Woche
* Abschaffung der Bundesagentur für Arbeit
* Angriff auf die Gewerkschaften
* Gesetzliche Öffnungsklauseln für die Flächentarifverträge
* Umwandlung der paritätischen Mitbestimmung in eine Drittelmitbestimmung

Update 20:30
Harald Schartau zu der aktuellen Arbeitsmarktlage:
„Mit den uns umgebenden europäischen Ländern findet derzeit ein starker Wettbeweb statt. Wenn wir auf Qualifikation setzen, dann können wir die Nase vorn behalten. Was dier Leute gerade zurecht sauer macht, ist ein mangelnder Respekt vor Arbeit. Dass man, obwohl die Betriebe Millionengewinne machen, länger arbeiten muss oder gekündigt wird.“

Update 20:30 Erste Abstimmung des Publikums

Länger arbeiten für einen sicheren Job:
56,6 % Ja
43,4 % Nein

Laumann dazu:
„Das ist das, was die Bevölkerung denkt. Das Ergebnis wundert mich nicht.“
Ach so, Herr Laumann, das ist also die Stimmung im Volk, dass wir alle länger arbeiten wollen. Der Mann kennt die Leute in NRW wohl nicht.

Harald Schartau zu den Verbesserungsmöglichkeiten in NRW:
„Wir arbeiten hart daran, dass die Jungen wieder eine Perspektive bekommen. In Gelesenkirchen kann man bereits sehen, was hier an neuen Arbeitsmöglichkeiten entsteht. Frank Baranowski macht da, seitdem dir SPD wieder regiert, endlich wieder einen guten Job, indem er den Leuten keine Angst macht.“

Laumann dazu:
„Das Ergebnis überrascht mich nicht, weil das die Stimmung im Volk ist. Ich kann nicht sehen, wo ausländisches Kapital schlechter ist als inländisches.“
So ist das dann wohl mit der CDU. Sollen sie uns doch aufkaufen.

Hintergrundinfo
Laumann redet von sozialer Partnerschaft und gleichzeitig wissen wir doch alle, dass CDU und FDP eigentlich den Kündigungsschutz abschaffen wollen.

Nach den Vorstellungen der Schwarz-Gelben hätten nämlich 90% aller Betriebe keinen Kündigungsschutz mehr. Dem hat Jürgen Rüttgers auf dem Düsseldorfer Parteitag der CDU zugestimmt.
Aber er wird noch deutlicher: „Man kann sich von Beschäftigten kaum trennen. Die Erpressbarkeit von Arbeitgebern durch faule Arbeitnehmer muss beendet werden.“ (Aachener Zeitung, 23.06.04)

Update 20:39 Erstes Scharmützel zwischen den kleinen Parteien
Pinkwart will Freiheit aus den Rahmentarifverträgen, die angeblich auch eine Jobmaschine für Betriebe darstellen können, damit so Gewerkschaftsfunktionäre umgangen werden können.

Höhn dazu:
„Das finde ich nicht ehrlich, was sie da sagen. Das wär so, als würde ich sagen: Ich mag die FDP, aber nicht ihren Funktionär Herrn Pinkwart.“

Hintergrundinfo
„Die Fremdbestimmung der Arbeitnehmer durch Gewerkschaftsfunktionäre hat zu mehr Arbeitslosigkeit geführt.“

(Guido Westerwelle, Rede auf dem FDP-Parteitag in Köln, 05.05.05)

Update 20:44
Harald Schartau zum Bürokratieabbau:
„Wir haben in Nordrhein-Westalen vorgemacht, wie man Genehmigungsverfahren schneller macht, wie man Bürokratie abbaut. Die, die oft nach Bürokratieabbau rufen, verlangen bereits eine Stunde später Sicherheit und Verläßlichkeit.“

Danach muss die Moderatorin zum wiederholten Mal Laumann zur Ruhe rufen. Nun platzt auch Höhn der Kragen, als ihr Laumann wieder ins Wort fällt, als sie von den Erfolgen beim Bürokratieabbau spricht.

Update 20:56 Zweite Publikumsbefragung
Sind Korrekturen bei Hartz IV nötig?
Ja 74,2 %
Nein 25,8 %

Harald Schartau dazu:
„Wenn Veränderungen nötig sind, dann werden wir uns darum kümmern, aber man kann nicht sofort nach der Einführung einer neuen Regelung sofort wieder daran rumfummeln, bevor überhaupt Ergebnisse abzusehen sind.“

Update 21:05 Dritte Publikumsbefragung
Soll der Ausstieg aus der Steinkohle beschleunigt werden:

Ja 38,5 %
Nein 61,5 %

Harald Schartau dazu:
„Das zeigt, dass die Leute hier in Bochum Ahnung von Energie haben. Wir sind das Kernkompetenzland der Energie.“

Hintergrundinfo
Die Milchmädchenrechnung von CDU und FDP ist unglaubwürdig. NRW unterstützt die Steinkohle im Übrigen nur mit gut 20 Prozent der Gesamtsubventionen.
Den Rest gibt der Bund dazu. Außerdem könnte NRW damit nicht Bergbautechnologie in die ganze Welt exportieren.

Update 21:15 Vierte Publikumsbefragung
Wirtschafliche Besserung in den nächsten fünf Jahren. Ist das möglich?

Ja 83,8 %
Nein 16,2 %

Hintergrundinfo
NRW ist deutscher Gründungsmeister! Die Zahl der Gründungen ist zwischen 97 und 2004 netto von 19000 auf 22300 angestiegen.(Pleiten inklusive)

Update 21:26
Fazit:
Harald Schartau war richtig gut. Er hat seine Positionen klar vertreten, die polemischen Positionen von Laumann berichtigt und war schlagfertig. Bärbel Höhn war streitbar wie immer. Sie hat sich sowohl mit Pinkwart als auch mit Laumann angelegt und gewonnen. Laumann hat mal wieder versucht das Land schlechter zu reden, als es ist. Pinkwart blieb blass und unkonkret.

Update 22:15
WIr vom Online-Team der NRWSPD bedanken uns bei euch für eure Kommentare und hoffen, dass euch die Sendung gefallen hat. Bis zum nächsten Mal.
Klarer Kurs. Am 22. Mai Peer Steinbrück wählen.

Die Gäste Moderatorin Sabine Scholt in der Jahrhunderthalle waren:
* Wirtschaftsminister Harald Schartau (SPD)
* Karl-Josef Laumann (CDU)
* Bärbel Höhn (Bündnis 90/Grüne)
* Andreas Pinkwart (FDP).

Wenn ihr euch noch einmal über das Thema und über die Sendung informieren wollt, hat der WDR einige Links bereitgestellt.

* Hier findet ihr Daten zu Arbeit und Wirtschaft
* Hier findet ihr Erwartungen der Bürger
* Hier findet ihr Positionen der Parteien


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55 Kommentare

  1. mariposa 9. Mai 2005 · 20:11 Uhr

    Ich bin ja mal gespannt, was Karl Josef Laumann zum Thema Arbeitlosigkeit sagen wird. In den vom WDR zu Verfügung gestellten Informationen steht ja nur ganz schwammig drin: „Was Arbeitsplätze schafft, sollte getan werden, und was Arbeitsplätze verhindere, müsse unterlassen werden.“ Was soll das denn heißen? Ob Lauman das irgendwie spezifizieren kann???
    Es wird wohl eher mal wieder darauf hinauslaufen, daß die CDU viel redet und nichts sagt.

  2. Benno 9. Mai 2005 · 20:27 Uhr

    Was redet Pinkwart denn da? Deutschland habe derzeit 39 % Unternehmenssteuern? Habe ich da irgendwas verpasst oder mich verhört?

  3. mariposa 9. Mai 2005 · 20:30 Uhr

    Laumann und Pinkwart scheinen durch das tagesaktuelle Beispiel ganz schön in die Ecke gedrängt worden sein. Sie wollen keine potentiellen Wähler verschrecken, die in eben diesem Betrieb um ihren Arbeitsplatz bangen, und leugnen ihre eigentlichen politischen Standpunkte und schließen sich Harald Schartau inhaltlich an. Das soll einer verstehen…

  4. Benno 9. Mai 2005 · 20:30 Uhr

    Ach so, hat sich schon erledigt. Er meinte die Gesamt-Steuerbelastung.

  5. Roter Baron 9. Mai 2005 · 20:34 Uhr

    Bisher ist es so – Harald Schartau ist der einzige, der konkret auf die Problematik eingeht. Alle anderen (auch Frau Höhn) kommen mit Allgemeinplätzen , denen zwar überwiegend zuzustimmen ist, aber womit man nichts machen kann. Schade eigentlich, denn ich hatte gehofft, neben dem SPD-Konzept (was ich ja mittlerweile kenne) auch noch die Konzepte der anderen Parteien vorgestellt zu bekommen. Naja, vielleicht geschieht das ja im Laufe des Abends noch…

  6. Fredson 9. Mai 2005 · 20:35 Uhr

    Der Pinkwart hat aber einen schweren Stand.

    Wer garantiert einem aber, dass länger arbeiten auch den Job sichert? Wie war das noch mit dem Gehaltsverzicht bei Kone? Und jetzt werden die Leute doch entlassen.

  7. Anode 9. Mai 2005 · 20:36 Uhr

    Es spricht für sich, dass Pinkwarts Äusserungen Gelächter im Publikum auslösen…

  8. Benno 9. Mai 2005 · 20:36 Uhr

    Pinkwart ist ja wirklich eine absolute Lachnummer. Erst spricht er sich gegen das Mitspracherecht der Gewerkschaften bei betrieblichen Tarifverträgen aus, und dann behauptet er, die FDP habe nichts gegen Gewerkschaften. Und grinst dabei noch. Den kann man doch nicht ernst nehmen.

  9. Anode 9. Mai 2005 · 20:38 Uhr

    Vielleicht will die FDP wieder Spaßpartei werden?

  10. mariposa 9. Mai 2005 · 20:38 Uhr

    Da kann man ja nur lachen, bei dem, was Pinkwart von sich gibt. „Die FDP hat nichts gegen die Gewerkschaften!“ Bärbel Höhn hat vollkommen recht, wenn sie Pinkwarts Märchen entlarvt. Pinkwart sollte sich mal mit sein Guido (Wolf oder Westerwelle) zusammensetzen und sich das Ganze nochmal erklären lassen.

  11. Benno 9. Mai 2005 · 20:38 Uhr

    @Anode: Sieht ganz so aus.

  12. Klaus 9. Mai 2005 · 20:40 Uhr

    Pinkwart sollte sich mal im richtigen Leben umsehen. Als ich meine Ausbildung vor 15 Jahren begann gab es schon Haustarife en masse. Die einzigen, die am Arbeitsmarkt flexibel sind, sind die Lohnabhängigen. Die lassen sich bis ganz nach unten verbiegen.

  13. Benno 9. Mai 2005 · 20:41 Uhr

    Nach Ingo Wolfs Auftreten als absolut inkompetentem „Bildungsexperten“ in der letztwöchigen Debatte nun also auch ein dicker Schwall von heißer Luft (und Unverschämtheiten) vom zweiten „Spitzenmann“ der NRW-FDP. Ich glaube, mit so einer Performance drücken die sich noch unter die Fünfprozenthürde.

  14. Fredson 9. Mai 2005 · 20:43 Uhr

    Harald gibt sich präsidial und lässt sich auf die Scharmützel der anderen nicht ein. Das ist eine richtige Strategie, wie ich finde.

  15. Egon Kisch 9. Mai 2005 · 20:44 Uhr

    Der Laumann scheint nervös zu sein, so agressiv wie der auftritt – so einer kann doch nicht die Interessen unseres Landes vertreten !

  16. Roter Baron 9. Mai 2005 · 20:45 Uhr

    Zur „Realitätsnähe“ von CDU und FDP bei der Bildungspolitik stand heute ein sehr interessanter Artikel in der Süddeutschen. Da fallen interessante Parrallelen zur Arbeitsmarktpolitik auf.
    (Ich schau mal, dass ich von dem Artikel nachher was online stelle…)

  17. mariposa 9. Mai 2005 · 20:46 Uhr

    @ Fredson

    Ich muß auch sagen, Harald Schartau ist richtig „cool“, will erstmal die Gemüter der anderen Hitzköpfe kühlen und gibt klare Statements zum Bürokratieabbau.

  18. Klaus 9. Mai 2005 · 20:46 Uhr

    Harald schmunzelt nur und denkt sich seinen Teil.

  19. Benno 9. Mai 2005 · 20:47 Uhr

    Toll, Pinki – das schindet immer Eindruck, wenn man wild mit nur scheinbar schreckenserregenden Zahlen um sich wirft. Er sollte nur bei der Zahl der neuen Verordnungen nicht die Zahl derjenigen Verordnungen vergessen, die unter Rot-Grün eingestampft worden sind.

  20. Edelstrauß 9. Mai 2005 · 20:49 Uhr

    Man muß kein großer Fan von Harald Schartau sein, um festzustellen, dass er der einzige ist, der Kompetenz vorweist… – am schlimmsten ist die irreale Politik der FDP.

  21. Klaus 9. Mai 2005 · 20:51 Uhr

    Laumann redet jetzt auch noch sein Tun schlecht. Er war doch bestimmt auch an den Hartz-Regeln beteiligt.

  22. Benno 9. Mai 2005 · 20:52 Uhr

    „Ich glaube, dass die Politik sehr vorsichtig sein muss mit großen Versprechungen.“ (Zitat Laumann) – Holla! Das hätte Laumann seinem „großen Vorsitzenden“ aber vielleicht vor dem CDU-Parteitag in Düsseldorf noch mal vorsprechen müssen, als der den vollständigen Abbau der Arbeitslosigkeit im Laufe der nächsten 10 Jahre angekündigt hat!

  23. Benno 9. Mai 2005 · 20:54 Uhr

    Bärbel Höhn könnte allerdings jetzt auch mal allmählich den Turbo rausnehmen. Geschrei hilft auch nicht weiter. Was aber auch für Karl-Josef Laumann gilt.

  24. Klaus 9. Mai 2005 · 20:56 Uhr

    Tolles Ergebnis zu Hartz IV. Mal sehen, wie das Laumann und Pinkwart kommentieren.

  25. Roter Baron 9. Mai 2005 · 20:59 Uhr

    Die werden jetzt wieder nach dem Motto „Hartz IV geht nicht weit genug“ kommen.
    Allerdings finde ich auch die Fragestellung nicht ausgegoren: Wenn man die Menschen fragt, ob man etwas „korrigieren“ soll, sagt doch kaum ein Mensch „nein!“…

  26. Klaus 9. Mai 2005 · 21:01 Uhr

    Pinkwart lenkt schon wieder vom Thema ab.

  27. Roter Baron 9. Mai 2005 · 21:01 Uhr

    Pinkwart erzählt wieder etwas komplett anderes und packt die Lügengeschichte von den Stundenausfällen aus…

  28. Egon Kisch 9. Mai 2005 · 21:02 Uhr

    Ich glaube nicht das Pinkwart und Laumann überhaupt eine Idee haben, wie sie für mehr Arbeit und soziale Sicherheit machen wollen.
    Bei Steinkohle holt der Laumann jetzt die Katze aus dem Sack – die CDU will betriebsbedingte Kündigungen Bergbau. Was wird denn aus der innovativen Fördertechnolgien, und den vielen Menschen die daran forschen und darin arbeiten?

  29. Anode 9. Mai 2005 · 21:02 Uhr

    Hat der Pinkwart grad gesagt: Das Durchschnittsalter der Bergleute ist so, das es kein Problem ist die Leute auf die Straße zu setzen? Hab ich das richtig verstanden?

  30. mariposa 9. Mai 2005 · 21:03 Uhr

    Jetzt kommt Pinkwart zu seinem schlauen Rechenexempel (Ausstieg aus der Steinkohle = mehr Geld für Bildung). Ist ja super, wenn dann die Kinder der Kumpel auf Sozialhilfe angewiesen sind, weil ihre Väter keinen Job mehr haben. Hört sich richtig sozialverträglich an… Kennt die FDP überhaupt die Bedeutung dieses Wortes?

  31. Dirk 9. Mai 2005 · 21:04 Uhr

    @anode: ja, weil jung, können sie auf die straße gesetzt werden, dass heißt das!

  32. Klaus 9. Mai 2005 · 21:08 Uhr

    Auch so ein Thema, wie soll man sich denn selbständig machen, wenn die Bank sich querstellt? Die haben doch gar kein Interesse daran, dass jemand einen leichten Start hat.

  33. Dirk 9. Mai 2005 · 21:08 Uhr

    ich war neulich in ibbenbühren. da hat sich die fdp nicht getraut, ihr plakat „kinder statt steinkohle förden“ zu kleben…

  34. Benno 9. Mai 2005 · 21:11 Uhr

    Jawoll, da ist sie ja wieder, die FDP-Forderung nach mehr Wettbewerb auf allen Sektoren. Und der Schwache bleibt auf der Strecke. Dabei hatte diese Partei unter Vorsitzenden wie Walter Scheel und Hans-Dietrich Genscher tatsächlich noch ein soziales Gesicht. Heute könnte sie sich aber glatt „McKinsey – Die Partei“ nennen. Ich kann solche aufrechten ECHTEN Liberalen wie Hildegard Hamm-Brücher absolut verstehen, wenn sie diesem Laden den Rücken kehren.

  35. Roter Baron 9. Mai 2005 · 21:11 Uhr

    Jetzt kommentiert Bauer Laumann die Steinkohlesubventionen – das ist doch paradox schlechthin. Dass er und seine Bauernfreunde aber Subventionen in zich-Milliardenhöhe von der EU erhalten (und damit wiederum von Deutschland als „Nettozahler“), erwähnt er kein bisschen.

  36. Klaus 9. Mai 2005 · 21:14 Uhr

    Wieder hat das sogenannte Kompetenz-Team gezeigt, dass es nicht so richtig weiß, was zu tun ist.

  37. Roter Baron 9. Mai 2005 · 21:14 Uhr

    Ich hoffe nur, dass die Menschen in diesem Land merken, wie unsozial und gefährlich für den sozialen Frieden die „Freiheitlich Demokratische Partei“ ist.
    Wenn die FDP erst zum Steigbügelhalter für Rüttgers und sein „Kompetenzteam“ geworden ist, dann werden die neoliberalen Forderungen der Westerwelle-Spaß-Partei durchgesetzt – und dann gute Nacht NRW

  38. mariposa 9. Mai 2005 · 21:14 Uhr

    Harald Schartau weiß, wovon er spricht. Gut, daß er darauf hinweist, wofür so etwas wie „Nanotechnologie“ überhaupt genutzt werden kann. Zum Beispiel zur Oberflächenveredelung. Eine weitere Vertiefung der Vernetzung der Unis mit den Betrieben, vor allem mit den kleineren und mittelständischen, wie von Schartau vorgeschlagen und schon jetzt durch seine politsche Arbeit unterstützt, ist echt sinnvoll. Und kann mittelfristig sicher Arbeitsplätze schaffen.

  39. Benno 9. Mai 2005 · 21:15 Uhr

    Ich fand, diese Sendung hätte auf weniger Unterthemen reduziert werden sollen. Mit diesem Hetz-Tempo von Themenblock zu Themenblock kam irgendwie kein echter Schlagabtausch zustande – gerade beim Thema „Hartz IV“. Schade!

  40. Fredson 9. Mai 2005 · 21:17 Uhr

    Andreas „aber ich liebe doch die gewerkschaften“ Pinkwart wahr wohl der am meisten ausgelachte Gast, den ich je bei einer Talkshow gesehen hab‘.

  41. mariposa 9. Mai 2005 · 21:18 Uhr

    Da zeichnet sich doch eine gute, positive Stimmung in NRW ab. Bei der Zuschauerfrage, ob sie eine wirtschaftliche Besserung für NRW erwarten, antworteten 83,8% der Zuschauer mit JA!

  42. Edelstrauß 9. Mai 2005 · 21:18 Uhr

    Harald Schartau ist der einzige Kandidat, der wirklich überzeugt hat. Frau Höhn hat zwar gute Ansätze, wirkte auf mich aber ein wenig irrealistisch. Laumann hat nichts ausgesagt. Der ist keinen Kommentar wert. Pinkwart hat die neoliberalen „wir schaffen die Gewerkschaften ab“-Positionen der FDP rübergebracht – und damit zu Recht die Kritik der Anwesenden auf sich gezogen.
    Schartau hat als Wirtschafts- und Arbeitsminister überzeugt – an seiner Stellen möchte ich weder Pinkwart noch Laumann sehen.

  43. Benno 9. Mai 2005 · 21:20 Uhr

    @Roter Baron:

    Welches Kompetenzteam im Übrigen? Es ist ja schon wieder sehr bezeichnend, dass sich Jürgen Rüttgers nach dem mehrmonatigen Alleingang mit Herrn Laumann jetzt auch nur mit zwei zusätzlichen Schattenministern zufrieden geben will. Wo ist der Rest, Herr Rüttgers? Was haben Sie zu verlieren, wenn der „Focus“ die restlichen möglichen Namen ohnehin schon genannt hat? Oder sind der CDU ihre ach so „brillianten“ Köpfe etwa peinlich? Aber OK, das ist ein anderes Thema…

  44. Fredson 9. Mai 2005 · 21:22 Uhr

    Laumann hat des öfteren zu Verstehen gegeben, dass er die Arbeit von rot-grün gut findet? Oder hab‘ nur ich das so gesehen?

    Der Beste Spruch war sowieso von Harald zu Pinkwart: „Sie scheinen sich ja in Baden-Württemberg gut auszukennen…“

  45. Roter Baron 9. Mai 2005 · 21:22 Uhr

    Also um so näher man der Wahl kommt und um so mehr es um Sachfragen anstatt um rumpöbeleien gegen die Regierung geht, zeigt sich, wie miserabel die CDU inhaltlich und personell aufgestellt ist. Die FDP ist eine reine Lachnummer – ich hoffe, dass die selbsternannte Partei der Besserverdienenden unter 5% rutscht.
    Aber auch so müsste allein von Kompetenz und Sympathie aus gesehen die Landtagswahl von der SPD gewonnen werden.

  46. mariposa 9. Mai 2005 · 21:25 Uhr

    @ Fredson

    Ich sehe das auch so. Laumann hat entweder wörtlich oder durch ständiges Kopfnicken Harald Schartaus Positionen positiv bewertet. Ist doch eigentlich ganz schlau von ihm, so á la, wenn ich schon keine eigene Meinung habe, halte ich mich an den, der am besten Bescheid weiß und gute Positionen vertritt.

  47. Roter Baron 9. Mai 2005 · 21:27 Uhr

    Ich glaube, dass Karl-Josef Laumann ein netter Mensch und ein sehr guter Bauer im Münsterland ist. Ich finde, dass sollte er auch bleiben.

  48. Anode 9. Mai 2005 · 21:29 Uhr

    @Roter Baron

    Ich glaube eines der großen Probleme ist, dass sich „Kinder statt Steinkohle fördern“ toll anhört für Leute, die nicht darüber nachdenken und sich nicht auskennen. Und ich habe die Befürchtung, dass das mehr als 5% der Bevölkerung sind…

  49. Benno 9. Mai 2005 · 21:37 Uhr

    Also, Laumanns Auftritt hat mich aber auch daran zweifeln lassen, warum wir dann in NRW angeblich immer noch einen Regierungswechsel brauchen. Dafür, dass die CDU das Thema „Arbeit“ so in den Mittelpunkt ihrer Kampagne stellt, habe ich heute herzlich wenige Gründe gehört, warum ich der CDU den Vorzug gegenüber der SPD geben sollte (was ich aber ohnehin nicht tue ;-)).

    Ich fand es gut, was Harald Schartau zur Lage in Gelsenkirchen gesagt hat. Er hat nichts schön geredet, dabei aber auch auf die Erfolgsprojekte in der Stadt, verwiesen. Das ist auch die einzig wirkungsvolle Taktik zum Kampf gegen die gerade dort bedrückend hohe Arbeitslosigkeit: Nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern das, was gut geklappt hat, sich als optimistisches Signal für die Gesamtsituation immer wieder vor Augen führen. Und in diesem Zusammenhang ist es wirklich ein Segen, dass ein Oberbürgermeister wie Oliver Wittke nach seinen völlig unbegreiflichen Negativäußerungen über seine eigene Stadt abgewählt worden ist.

  50. augustus 9. Mai 2005 · 21:37 Uhr

    Sollte die CDU und diese unaussprechlichen Gelben ans Ruder kommen, muss ich meine Umzugspläne gen Westen überdenken. Eins ist mir klar, der Heißluftredner Laumann hat nichts, aber auch gar nichts anzubieten, was NRW voranbringen könnte.

  51. Benno 9. Mai 2005 · 21:43 Uhr

    @Augustus:

    Egal, ob die Schwarzen oder wir am Ruder sind: NRW wird doch hoffentlich so oder so das schönste deutsche Bundesland bleiben. Auch wenn die Schwarzen nach dem 22.5. hier ihr Unwesen treiben sollten – Politik ist ja auch nicht alles. Dafür liebe ich dieses Land jedenfalls viel zu sehr, als dass ich mich ausgerechnet auch noch von so einem Waschlappen wie Rüttgers von hier vertreiben ließe. Also, egal wie’s in zwei Wochen ausgeht: Komm hierher, du bist herzlich willkommen – denn das menschliche Gesicht Nordrhein-Westfalens werden auch CDU und FDP nicht verändern können.

  52. Hartwig 10. Mai 2005 · 6:46 Uhr

    Das „menschliche Gesicht“ des Bindestrich-Landes Nordrhein-Westfalen ist über Jahrzehnte gewachsen und würde auch durch eine kurze Rüttgers-Episode nicht verändert werden; sind es doch die hier lebenden Menschen, die es zu dem machen, was es ist.

    Aber so manches Lächeln würde auf den Gesichtern erfrieren, wenn diese eiskalten Macher des selbsternannten Inkompetenzteams sich hier austoben dürften…

    Mal ganz ehrlich und nichts gegen Brauchtum, aber das ganze Jahr hindurch Narrenherrschaft?

  53. Jörn 10. Mai 2005 · 13:56 Uhr

    Hallo an alle Poster, nach einer Nacht nach dieser Super-TV-Schau muß ich sagen, das ich mich sehr gefreut habe über diese m.M. nach Superkommentare.
    Am besten fand ich Dirk, der den Nagel auf den Kopf getroffen hat mit seinem Besuch in Ibbenbühren.

    Meine kurze Meinung zum TV-Live-Dialog:

    Es war eigentlich nur der Harald Schartau, der wirklich gut war. Danach mit Abstrichen noch die Bärbel Höhn, aber die von der Opposition? Ich glaube, die Frau Merkel hat bestimmt an Selbstmord gedacht. Die FDP-Leute waren bisher sowieso nur Lachnummern.
    Gut und souverän wie bisher immer die Sabine Scholt, die Ihre Kollegen von RTL wie Schulbuben aussehen läßt.

    Es hat mir, einem Hamburger, der z.Zt. in Bayern lebt, echt Spaß gemacht.

    Ich hoffe wieder!!

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.