Dass der Spitzenkandidat der CDU des Öfteren Koordinierungsschwierigkeiten hat, wissen wir ja bereits. Dass er aber auch noch mit geistigen Einschränkungen zu kämpfen hat, hatte ich zwar schon vermutet, aber bisher nicht bestätigt bekommen.
Das ändert sich mit dem heutigen Beitrag in der WZ:

Hier habe ich Jürgen Rüttgers Eingeständnis seiner Ohnmacht gelesen. Das ist ja eigentlich nichts besonderes, schließlich wird Jürgen („1 Million Arbeitsplätze sofort“, „4.000-8.000 neue Lehrerstellen“, „sofortiges Zurückfahren der Neuverschuldung“) immer kleinlauter, je näher der Wahltermin kommt.
Aber nun antwortet der CDU-Spitzenkandidat auf Sätze, die er im Anschluss an das Interview vervollständigen soll: „das überfordert meine geistigen Kapazitäten“ oder „Die Frage überfordert meine geistigen Kapazitäten.“ (Nur zur Information: Es handelt sich dabei nicht um die Lösung einer Gleichung mit 23 Unbekannten, sondern um den Personenvergleich von Bärbel Höhn mit Ingo Wolf sowie Angela Merkel mit Christian Wulff)

Zu solchen Antworten braucht man eigentlich nichts weiter zu sagen.

Nur eines: Hat Jürgen „Superman“ Rüttgers mittlerweile nicht nur die Hosen voll, sondern auch den Kopf leer? Oder hat er eine Maulsperre auferlegt bekommen, weil er ja regelmäßig bei kritischen Themen in alle nur erdenklichen Fettnäpfchen tappt und Blödsinn erzählt?

Ganz egal, wie die Antwort lautet: Meine geistigen Fähigkeiten halten mich – wie ganz sicher auch Millionen andere halbwegs intelligente Wähler in NRW – davon ab, die Partei zu wählen, die einen so traurigen Suppenkasper und George-W.-Bush-Nacheiferer wie Jürgen Rüttgers zum Ministerpräsident machen will.


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4 Kommentare

  1. Anode 12. Mai 2005 · 11:32 Uhr

    Welcher Teil des Artikels auch herausgestellt werden muss ist der über die Schulpolitik.
    J.R. weiß was alles schief läuft – zumindest wenn man die Hintergründe nicht betrachtet (Stichwort 5 Millionen Stunden Unterrichtsausfall) – und bietet Binsenweisheiten an um diese Pseudoprobleme zu lösen (4000 Lehrer einstellen) deren Finanzierung er nicht überblickt. Aber er kann nicht einmal konkret genug werden um eine Person vorzustellen, die dafür die Verantwortung tragen wird.
    Seine Antwort auf die Frage danach ist Gelächter.

  2. Friedolin 12. Mai 2005 · 17:54 Uhr

    Bekanntlich kammen aus der DDR die besten Bilanzfälscher – lagen sie doch an jedem 31.12 eines Jahres weit hinter dem Plansoll zurück – so gelang es ihnen doch immer in den Sekunden bist zum 1.1. des neuen Jahres die Bilanz so zu schönen das verkündet werden konnte das Plansoll ist mit 130% übererfüllt.

    Nun als Vergangenheits-Minister hat er aus der Vergangenheit und von „Erichs letzter Rache“
    Angela Merkel gelernt wie man bei allem was man sagt „hinreichend unbestimmt bleibt “ !

  3. Hagen 13. Mai 2005 · 4:16 Uhr

    Sieht aus, als sei der Artikel überarbeitet worden. Ich finde nichts von wegen geistiger Überforderung. In einem neutralen Artikel sollte so ein Fauxpas aber schon Erwähnung finden.

  4. Wahlhelfer 23. Mai 2005 · 20:31 Uhr

    Lieber roter Baron,

    ich halte es lieber mit „selig die Armen im Geiste, denn….“
    Aber ich glaube Du überschätzt Deine Mitbürger –
    z.B. wir sparen uns doch derzeit alle tod, weil wir Angst davor haben dass der Schröderismus ( er ist ja eine Marionette des Sauerländers geworden)
    uns die Zukunft kaputtmacht – lass es doch die Schwarzen wieder aufbauen, wie sie es schon mal nach dem Krieg geschafft haben – jetzt haben doch alle Funktionäre satte Pensionen und Pöstchen für die Familienmitglieder !
    Gruß vom verarschten Wahlhelfer (Kurs und so)

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