Ein weiteres Mal beweist der Führer der Opposition, diesmal im Doppelpack mit dem Möchtegern-Koalitionär, dass er mit fest geschlossenen Augen durch die Welt geht.
Aus der Netzzeitung:

Die Vize-Vorsitzenden von CDU und FDP, Rüttgers und Pinkwart, lehnen neue Maßnahmen gegen so genannte Hedgefonds strikt ab. Er sehe nicht, dass die geltenden Gesetze missachtet würden, sagte Pinkwart der Netzeitung.

Nach dem von britischen Hedgefonds erzwungenen Rücktritt des Chefs der Deutsche Börse AG haben sich Spitzenvertreter von CDU und FDP gegen schärfere Kontrollen für diese hochspekulative Form der Kapitalanlage ausgesprochen. So sieht der FDP-Vize Andreas Pinkwart «keine Notwendigkeit für weitere Gesetze». «Ich habe bisher nicht erkennen können, dass es hier ein rechtliches Defizit gibt», sagte er der Netzeitung.
(…)
Auch CDU-Vize Jürgen Rüttgers lehnt zusätzliche Maßnahmen gegen Hedgefonds ab. «Es gibt hier nichts zu diskutieren, außer einer Wahlkampfrede von Herrn Müntefering», sagte er der Netzeitung.

Na denn.


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10 Kommentare

  1. Roter Baron 15. Mai 2005 · 15:39 Uhr

    Nun, dass die gute FDP da zustimmt, ist ja nichtb besonders zu verwundern. Schließlich ist das die Partei, die mit immer mehr „Liberalisierung“ ein absolutes Öffnen der Märkte und einen Turbokapitalismus haben möchte.
    Das ist für eine sechs-Prozent-Partei ja auch durchaus legitim, handelt es sich doch bei ihren Wählern in der Regel um die einzigen Menschen in der Bundesrepulik, die von ihrer Klientelpolitik profitieren würden, während der Rest den Bach runter ginge.
    So weit, so gut.
    Dass nun aber die CDU, die sich immer wieder als „soziale Kraft“ versucht darzustellen, wieder einmal der Wirtschaft in den Arsch kriecht, zeigt, was die CDU für eine Verschleierungstaktik fährt.
    Schließlich ist es ihr Wählerklientel (Bauern, Landvolk, konservative Angestellte und Arbeiter), die eben nicht von Totalkapitalismus profitieren…
    Nun gut, jetzt zeigt sich wenigstens, welches Lager welches Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell vertritt.

  2. Klaus 15. Mai 2005 · 18:59 Uhr

    Herr R. könnte sich ja mal von seinem Parteifreund Friedrich M. mal über Hedgefonds informieren. Der will immerhin in den Aufsichtsrat der Firma, die sich derzeit mit einer solchen Fondgesellschaft rumschlagen muss. Vielleicht macht er dann wieder seine Rolle.

  3. Ferdinand 15. Mai 2005 · 21:07 Uhr

    Wieso folgen Müntes Kritik also nicht endlich Konsequenzen!?

    Ich geiere schon darauf…….

  4. Benjamin 15. Mai 2005 · 21:09 Uhr

    Dazu müssen wir aber erstmal alle zusammen stehen …. in diesen zeiten, wenn’s wirklich mal drauf ankommt.

    Es wird Zeit!

  5. Roter Baron 16. Mai 2005 · 1:23 Uhr

    @ Ferdinand
    Du scheinst Dich mit den politischen Strukturen des Landes nicht ganz auszukennen, oder?

  6. Jens - politikinside.blogg.de 16. Mai 2005 · 1:35 Uhr

    @Ferdinant Ich denke du sprichst vielen Sozialdemokraten aus dem Herzen, aber leider ist es nicht so einfach

    In der deutschen Politik sind viele Lobby´s am mitwerkeln. Tritt man der einen Lobby ans Bein gibt es Applaus aus von der anderen Seite, tritt man denen auf die Füße machen die Stress usw. usw.

    Aber eins ist klar die Daumenschrauben müssen nun auch bei den anderen angezogen werden. Die Bürger und der Staat haben nun das gegegeben was notwendig war, jetzt sind die anderen am Zug – Also die Wirtschaft! Aber die wird nur jammern und jammern und jammern!

  7. Peter 16. Mai 2005 · 13:10 Uhr

    „…Schließlich ist es ihr Wählerklientel (Bauern, Landvolk, konservative Angestellte und Arbeiter), die eben nicht von Totalkapitalismus profitieren…
    Nun gut, jetzt zeigt sich wenigstens, welches Lager welches Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell vertritt….“

    So kann man die Wähler-Klientel der CDU nicht beschreiben. Ich hab mich neulich mit einem Bekannten darüber unterhalten, der bei der CDU (Essen) Wahlkampfhelfer ist. Ich fragte ihn, warum bei mir noch nie irgendwelche Unions-Gestalten klingelten. Die Antwort wunderte mich sehr – sie besuchen nur Einfamilien-Häuser, denn das sei ihre Klientel. Daraus schließe ich, dass ich, der ich als Student wenig Geld habe, für die Union nicht relevant bin. Daher wundert mich die Stellungnahme über die Hedgefonds auch gar nicht. CDU und FDP sind beides „Parteien für Besserverdienende“…

  8. Jens - politikinside.blogg.de 16. Mai 2005 · 13:36 Uhr

    Naja stimmt irgendwie, selbst bei uns haben die CDU-Leute nicht ein einzigesmal geklingelt (Ist auch nicht schade drumm *g* – Oder liegt es vielelicht an meiner Jusos-Fahne? *fg*), sondern nur bei 1-Familienhäusern in der Nachbarschaft.

    @Peter Na wenns nach der Klientel gehen würde, dann müsstest du ja die Grünen wählen ;-)

  9. Gerhard Schoolmann 16. Mai 2005 · 15:32 Uhr

    Welche konkreten Regelungen bezueglich Hedge-Fonds sind denn von der SPD oder der Bundesregierung geplant? Und wie will man es anstellen, daß sich solche Fonds mit Sitz im Ausland daran halten?

  10. asa 27. Mai 2005 · 19:25 Uhr

    adwdasdawdas

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.