gloysteinsdusche.jpgDer inzwischen zurück getretende CDU-Senator, der gleichzeitig auch stellvertretender Bürgermeister war, kippte einem Mann bei einem Weinfest Sekt über den Kopf. So richtig einsichtig und bereuend klingt Gloystein dann allerdings nicht:

„Das Ereignis hat durch die bundesweit verbreiteten Bilder eine Wucht bekommen, die ich politisch nicht mehr kontrollieren konnte“, erklärte Gloystein der Berliner Morgenpost. Er räumte ein, einen „Riesenfehler“ gemacht zu haben. Gloystein war von allen Seiten heftig kritisiert worden, nachdem er bei der Eröffnung der Bremer Weinwoche Sekt aus einer Magnumflasche Sekt über einen Obdachlosen gegossen hatte. Ein Fotograf hatte die Szene festgehalten. Ein Bild zeigt, wie der Sekt gerade aus der Flasche auf den Kopf des Mannes fließt. Gloystein: „Dieser Schnappschuß hat mich gekillt.“

Der „Riesenfehler“ des CDU-Mannes besteht anscheinend einzig und allein darin, dass das Foto in die Öffentlichkeit gelangt ist.

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3 Kommentare

  1. Roter Baron 15. Mai 2005 · 15:46 Uhr

    Hatte schon die Tage überlegt, ob ich dazu mal was schreibe. Das Schlimme ist, dass solche Politiker die ganze Politik in Verruf ziehen.
    Allerdings ist das echt der Hammer. Auch ein CDU-Senator sollte die Menschenrechte achten. Das ist ihm ja wohl immer noch nicht klar…

  2. WEBLOG Diskussionsforum SPD Hamburg-Billstedt 16. Mai 2005 · 19:32 Uhr

    Ist die CDU eine Partei der Ausgrenzung ?

    Ein CDU Senator (Peter Gloystein aus Bremen) der einen Arbeitslosen mit Sekt übergiesst, ihn verhöhnt und der Lächerlichkeit preisgibt, verdeutlicht welches Menschenbild in gewissen Kreisen dieser „Christlichen“ Partei vorhanden ist.
    Bevor die wahren …

  3. WS 16. Mai 2005 · 19:37 Uhr

    Habt ihr schon vergessen, das der Justizminister Wagner (CDU) von Hessen Elektronische Fesseln für Langzeitarbeitslose gefordert hat ?

    In meinen Augen gibt es in der CDU Kreise, die inzwischen so mutig sind, das sie ihre Menschenverachtung auch ohne scheu öffentlich machen.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.