Fraktionschef Edgar Moron kündigte am Dienstag an, nicht mehr für das Amt kandidieren zu wollen. Die SPD brauche nun einen Neuanfang, begründete er seinen Beschluss. Moron bedauerte ausdrücklich die Entscheidung des abgewählten Ministerpräsidenten Peer Steinbrück, keine Funktion in der Landespartei und der Fraktion übernehmen zu wollen. Steinbrück hatte mehrfach betont, er wolle weder Fraktionschef noch Landesvorsitzender werden.

Am Samstag wird der NRWSPD-Landesvorstand tagen um über das weitere Vorgehen zu beraten.


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8 Kommentare

  1. Lilli Marleen 24. Mai 2005 · 23:11 Uhr

    Ich hab keine Ahnung, wieso Peer Steinbrück das so macht, sehe es aber als schlechte Angewohnheit in Genossenkreisen, nach einer verlorenen Wahl nicht mit in die Opposition zu gehen.
    Das gilt nicht nur für ehem. Amtsinhaber, sondern auch für gescheiterte Kandidaten. Ich finde immer, es zeugt auch ein wenig von Kontinuität, auch nach vier oder fünf Jahren einfach nochmal als Kandidat anzutreten.

  2. Benno 25. Mai 2005 · 13:16 Uhr

    @Lilli Marleen:

    Erstens nimmt Peer ja sein Landtagsmandat an und will beim Aufbau der SPD-Oppositionsarbeit mithelfen. Er geht uns also nicht stiften. ;-)

    Und zweitens ist es bei der CDU mindestens ebenso unüblich, dass ein abgewählter Ministerpräsident eine führende Position in der neuen Opposition einnimmt. Beispielsweise haben Eberhard Diepgen, Berndt Seite, Walter Wallmann und Ernst Albrecht das nach ihren Wahlniederlagen auch nicht gemacht. Da hat die niedersächsische SPD mit ihrem Ex-Ministerpräsidenten und Jetzt-Oppositionsführer Sigmar Gabriel der CDU sogar noch etwas voraus.

    Ich hätte es mir auch gewünscht, dass Peer als Oppositionsführer antreten und sich somit für eine „Zurückeroberung“ seines bisherigen Amtes im Jahr 2010 bereithalten würde. Auf der anderen Seite verstehe ich aber auch seine Argumentation, dass jetzt mal jemand Jüngeres ran müsse. 2010 wäre er immerhin auch schon 63.

  3. Edelstrauß 25. Mai 2005 · 14:00 Uhr

    … und damit fast so alt, wie das Durchschnittsalter des zukünftigen CDU-FDP-Kabinettes.

  4. Benno 25. Mai 2005 · 14:29 Uhr

    @Edelstrauß:

    Auch wieder wahr. Gertrud Steinbrück hat ja vor der Wahl in irgendeinem Interview gesagt, dass sie es sich gar nicht vorstellen könne, dass ihr Mann eventuell bald nur noch zuhause ist. Vielleicht jagt sie ihn also irgendwann entnervt in den Landtag – mit dem Auftrag, sich ja zum Fraktionsvorsitzenden wählen zu lassen. ;-) Schade nur, dass es frühestens am 22. Juni soweit wäre, nachdem Peer seine Amtszeit als Ministerpräsident endgültig beendet hat. Bis dahin ist natürlich die oder der neue Oppositionsführer(in) schon gewählt.

    Mensch, Peer! Gib dir ’nen Ruck!

  5. Jens - politikinside.blogg.de 25. Mai 2005 · 17:24 Uhr

    Okay es ist nachvollziehbar, das Peer nicht Fraktionsvorsitzender werden möchte, obwohl ich ihn für eine geeignete Person für dieses Amt halte! Genauso wie für das Amt des SPD-Landesvorsitzenden!

    Ich schließe mich Benno an: Peer gibt dir einen Ruck und mach es!

  6. politikinside@blogg.de 25. Mai 2005 · 17:25 Uhr

    Die NRWSPD nach der Wahl

    Erste personelle Konsequenz – Moron tritt nicht mehr an!Die verlorene NRW-Landtagwahl …

  7. Nobbi 25. Mai 2005 · 19:04 Uhr

    „Ich schließe mich Benno an: Peer gibt dir einen Ruck und mach es!“

    Und ich mich Euch beiden ;-). Nicht, weil das mit dem Kopieren so einfach ist, sondern weil ich mir und uns das wünsche.

    Es sei dazu gesagt, dass ich damals (MP-Wechsel Wolfgang Clement -> SuPeeeer ;-) ) kein großer „Freund“ war. Peer hat mich aber absolut überzeugt und ich konnte mit offenem Visier für ihn wahlkämpfen, ohne mich verstellen zu müssen.

  8. Jens - politikinside.blogg.de 25. Mai 2005 · 22:48 Uhr

    Naja Landesvorsitzender hat sich ja seit heute erledigt.. soll Dieckmann werden!

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.