Heute hat der Landesvorstand der NRWSPD auf einer außerordentlichen Vorstandssitzung beschlossen, zum 9. Juli geschlossen zurückzutreten um den Weg für einen Neuanfang frei zu machen.

Die Nachfolge des Landesvorsitzenden Harald Schartau soll der bisherige Finanzminister Jochen Dieckmann antreten; Nachfolgerin von Fraktionschef Edgar Moron soll die bisherige Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft werden.

Damit sind klare personelle Konsequenzen aus der Wahlniederlage von Sonntag gezogen worden. Die neue Doppelspitze soll die NRWSPD in den Bundestagswahlkampf 2005 führen und den Neuaufbau im Hinblick auf die Landtagswahl 2010 in Angriff nehmen.


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7 Kommentare

  1. politikinside@blogg.de 26. Mai 2005 · 0:09 Uhr

    Der Harald geht & der Jochen kommt!

    Der Neuanfang der NRWSPD Mit dem "Rücktritt" als Fraktionsvorsitzender der SPD im Düsseldorfer hat Moron, den …

  2. Benno 26. Mai 2005 · 16:08 Uhr

    So, dann will ich das mal nicht unkommentiert lassen – schließlich geht es hier ja um die Neuaufstellung der NRWSPD für die kommenden Jahre.

    Ich habe jetzt irgendwo gelesen, der neue Landesvorstand solle erst einmal für einen Übergang bis Anfang 2006 amtieren. Ich finde, das ist sicherlich nicht die schlechteste Lösung. Ich zweifle Jochen Dieckmanns Fähigkeiten in keiner Weise an, aber nachdem Peer immer davon gesprochen hat, er wolle sich jetzt zurückziehen, um Jüngeren eine Chance zu geben, ist der gerade mal acht Monate jüngere Dieckmann natürlich auch keine Lösung für die Ewigkeit.

    Hannelore Kraft als Fraktionsvorsitzende finde ich eine gute Idee, auch über 2006 hinaus. Vor allem ist das mal innovativ, denn bisher hat (abgesehen von den Grünen) noch keine der Landtagsfraktionen eine Frau zu ihrer Vorsitzenden gewählt. Jung genug ist sie auch, um einen Aufbruch zu signalisieren und gut argumentieren kann sie sowieso.

    Dennoch bleibt natürlich eins bestehen: Meine Enttäuschung darüber, dass sich die SPD überhaupt jetzt in der Opposition neu einrichten muss. Ungewohnt ist das allemal.

  3. Klaus 26. Mai 2005 · 16:35 Uhr

    Mit Jochen Dieckmann als PV bin ich auch nicht richtig glücklich. Er wird von der Öffentlichkeit nicht oder nur schwach wahrgenommen. Ich hoffe nur, dass sich die Fraktion kein Beispiel an den Genossen im Düsseldorfer Rathaus nehmen. Die sind beinahe in der Bedeutungslosigkeit verschwunden und melden sich kaum noch zu Wort.

  4. Malik 28. Mai 2005 · 0:39 Uhr

    Flucht heißt bei Euch also „Weg bereiten“. Alles Interpretationssache :)

  5. Reddy 28. Mai 2005 · 12:43 Uhr

    Dieckmann gefällt mir auch nicht!
    Aber was ich noch viel schlimmer finde: Was ist mit Groschek???DER muss weg. Untragbar der Mann. Als Generalsekretär eine Niete, sorry!

  6. Peter 29. Mai 2005 · 12:34 Uhr

    Jochen Diekmann als neuer LV? Das ist wohl ein Witz? Wie soll ein Neuanfang aussehen, wenn wir ihn mit den Repräsentanten der gescheiterten Regierung versuchen. JD hat sich – bei allem Respekt vor seinen Bemühungen – nun wirklich weder als Leitfigur, noch als Erneuerer hervorgetan. Die Wähler haben diesen Kurs abgestraft – warum sollten wir ihn in der Partei weiter machen? Ich bin dafür, jetzt einen radikalen Neuanfang zu wagen.

  7. Benno 29. Mai 2005 · 13:24 Uhr

    @Peter:

    Beruhige dich. Wie ich ja oben in meinem ersten Kommentar geschrieben habe, soll der neue Landesvorstand nur für einen Übergang bis Anfang 2006 im Amt bleiben. Ich bin mir ganz sicher, dass Jochen Dieckmann dann seinen Posten für einen Jüngeren räumen wird. Die NRWSPD weiß auch, dass ein Jochen Dieckmann keine absolute Aufbruchstimmung verkörpert. Er soll ja vielmehr jetzt erst mal nur für den Bundestagswahlkampf neue Stabilität in die Partei bringen – und danach sieht man dann weiter.

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