Als Reaktion auf die angekündigten Neuwahlen haben zahlreiche prominente Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten die SPD zum Schulterschluss aufgerufen.

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In dem gemeinsamen Appell mit der Überschrift „Wir kämpfen!“ heisst es:

„Deutschland braucht nichts so sehr wie klare Entscheidungen und nichts so wenig wie starre Blockaden. Deshalb war die Entscheidung des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder und des SPD-Parteivorsitzenden Franz Müntefering für Neuwahlen am 18. September richtig. Jetzt müssen alle, die für unser Land Verantwortung übernehmen wollen, sich auch verantwortlich verhalten. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen diese Herausforderung annehmen. Wir wollen nicht mehr über Verfahren, Gerüchte oder Medienberichte streiten, sondern wir wollen kämpfen.“

Der Aufruf im vollen Wortlaut
Die Internetseite www.wirkaempfen.de


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10 Kommentare

  1. Kamikaze-Demokratie 12. Juni 2005 · 18:08 Uhr

    Sie wollen kämpfen

    Unter dem Titel „Wir kämpfen!“ starten führende SPD-Mitglieder eine Motivationskampagne für die eigenen Genossen. Im Aufruf heisst es:
    Deutschland braucht nichts so sehr wie klare Entscheidungen und nichts so wenig wie starre Blockaden. Deshalb war die E

  2. Jens - politikinside.blogg.de 12. Juni 2005 · 19:43 Uhr

    Ich halte diesen Apell für sehr wichtig, gerade die letzten Tage nach dem Verlust von NRW bei den LTW, der gleichzeitigen Ankündigung von Neuwahlen, der Diskussion um den zukünftigen Kurs der SPD, die Kritik am Bundespräsidenten und der anstehenden Neugründung einer Linkspartei haben für Unruhe in der SPD gesorgt und in der Öffentlichkeit ein Bild einer gespaltenen SPD erzeugt. Und deshalb muss die SPD nun Geschlossenheit zeigen und dieser Apell ist der erste Schritt dazu!

  3. Jens - politikinside.blogg.de 12. Juni 2005 · 20:08 Uhr

    Sollte natürlich immer Appell heißen und net Apell ;-)

  4. Sozialdemokrat für Oskar 12. Juni 2005 · 20:35 Uhr

    Jens, ob nun Apell oder Appell, das ändert auch nichts mehr daran, daß die letzten 100 Tage von Rot-grün angebrochen sind.

    Es gibt folglich nichts mehr zu kämpfen, denn der Kampf der SPD ist schon lange verloren.

    Wie Du übrigens richtig erkannt hast, sorgt die anstehende Neugründung einer Linkspartei für Unruhe in der SPD — oder mit einer treffenden Metapher ausgedrückt: Die SPD hat vor der WASG die Hosen gestrichen voll.

  5. babak 13. Juni 2005 · 18:57 Uhr

    @sozialdemokrat für oskar:

    die unruhe innerhalb der spd ist teilweise sicherlich richtig, hat aber meiner meinung nichts mit der WASG zu tun. wer sich die zwei Pappnasen Lafontaine und Gysi anschaut, sollte nämlich nicht nur lachen, sondern weinen.
    diese zwei nighttalker und Dampfplauderer sind einfach nur SCHÄDLICH und GEFÄHRLICH für Deutschland! Es ist sicherlich richtig, dass die Stimmung z.z. alles andere als FÜR-SPD ist. Aber man sollte sich jetzt nicht verstecken und das Feld diesen CLOWNS überlassen. Gerd und die anderen müssen zu ihrer Politik stehen.
    Die WASG macht doch teilweise nichts anderes als die RECHTEN: ANGST schüren in der Bevölkerung! Für solche Spielchen hat Deutschland aber leider keine Zeit!

    Es ist wirklich schade zu sehen, wie viele Erfolge der letzte Jahre einfach kleingeredet werden. Den Menschen muss man die Augen öffnen und sich nicht scheuen. . .

    PS.: und wenn man sich diesen Menschen von der WASG (Ernst) gestern abend bei SC angeschaut hat, da sieht man doch, wie DUMM diese partei doch ist: bspw. meinen die doch tatsächlich nicht von der PDS unterwandert zu werden bei 60.000 PDS-Mitgl. vs. 6.000 WASGlern. . . Einfach nur DUMM!

  6. Sozialdemokrat für Oskar 14. Juni 2005 · 2:28 Uhr

    @ Babak

    Interessant, wie Ihr Schröder-Hörigen nun mit derselben fanatischen Wortwahl argumentiert, wie einst das stalinistische Fußvolk des Unrechtsstaates DDR: als SCHÄDLICH und GEFÄHRLICH werden mutige und gewissenhafte Bürger wie Lafontaine verleumdet, die für nichts anderes einstehen als für eine gerechte Politik auf der Basis der sozialen Marktwirtschaft.

    Die wahren Sozialdemokraten, die sich wegen des Verrats der SPD-Führung in der WASG organisiert haben, werden von Euch sogar noch in die RECHTE Ecke gestellt — perverser gehts wohl wirklich nicht. . .

  7. Fredson 14. Juni 2005 · 10:38 Uhr

    In die rechte Ecke würd‘ ich sie sicher nicht rücken. Aber sie befinden sich natürlich in einem fortgeschrittenen Stadium des Populismus. Sie sagen Dinge von denen sie wissen (sollten) das man das nicht machen kann. Sie leben vom Reden, weil sie wissen, wie müssen NIE handeln. (Und jetzt kommt mir nicht mit postmodernen Spitzfindigkeiten, dass man sowieso nur Reden und nie handeln kann.)

  8. Student aus NRW 14. Juni 2005 · 15:36 Uhr

    @Fredson: Ich gebe dem Oskar-Anhänger recht. Die SPD hat es schon immer mit extremer Wortwahl gehabt … Das schlimme ist nur, dass Wort und Tat noch nie und bei keinem soweit auseinander lagen wie bei der jetzigen SPD. Münte redet für die Linke, Schröder handelt für … naja, für wen eigentlich? Bisher eigentlich nur, damit er im Amt bleibt. Wenns passt unterstützt er Großkonzerne, oder Arbeiter… oder, oder. Wie gesagt, gerade wie es passt. Wenn das nicht Populismus ist, was dann? Ich z.B. kann Lafontaine mehr abgewinnen als dem „Fähnchen im Wind“-Schröder. Der Mann ist wenigstens geradlinig. Und nur weil er Schröders Kurs damals nicht mehr mitmachen wollte, ist er noch lange kein Loser. Er war konsequent. Soviel Rückgrat sollte Schröder haben und einfach zurücktreten!

  9. babak 14. Juni 2005 · 16:12 Uhr

    @ Sozialdemokrat für Oskar (toller und aussagekräftiger Name!!)

    tja, das mit der Rechten Ecke ist vielleicht ein bißchen übertrieben gewesen, aber ehrlich gesagt solltest du mal deine Antwort lesen, denn dem fanatischen Wortwahl kommt es mehr als Nahe.

    Jetzt mal unter uns: das sind doch keine Argumente, die du bringst! Ließ doch mal ein bißchen über unsern EX-Genoße Lafontaine bevor du so grosse Töne sp…
    Gegen so viele Skandale (Rotlicht, Pressegesetzt, priv. Hausbau usw. usw.) die er vor seinem FEIGEN Verrat an der SPD und Deutschland begangen hat, ist der Schröder mehr als ein SAUBERMANN.
    Ich bin sicherlich nicht sicherlich 100% immer der Meinung der Schröder und Co und sehe monatlich, wie hoch die Differenz zwischen mein Brutto und Nettolohn ist, ABER ich sehe wirklich nicht, wie es mit Lafontaine und der PDS besser werden soll.
    Was HABT IHR bitte für Konzepte?
    Wo bleiben die Lösungen? Sei doch zumindest dir selbst ehrlich genug und überleg, für wen du dich hier so ins Zeug legst: Für eine Protestpartei!!! Mehr nicht!
    Und auch DIESE Eigenschaften erfüllen ANDERE Parteien!

    Auf den Unsinn mit „stalinistische Fußvolk“ will ich hier mal nicht näher eingehen, denn auch da ist EX-GENOßE Lafontaine viel näher dran. (siehe Kontakte zu SED-Führung Ende der 80er!!!!)

    Also, auch wenn deine Propaganda bei einigen Leuten fruchtet, gibt es ein paar Leute, die noch die Wahrheit kennen und sie auch aussprechen!

  10. Sozialdemokrat für Oskar 18. Juni 2005 · 14:13 Uhr

    @ Babak

    Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Eine Rotlichtgeschichte als Maßstab für politische Integrität und Kompetenz zu verwenden, grenzt an ein Frevel, angesichts dessen was sich Rot-Grün in den letzten sieben Jahren geleistet hat.

    Noch nix mitgekriegt von der Einschleusung von Zwangsprostituierten und Visa-Vergaben an Menschenhändlern? Sogar minderjährige Mädchen werden eingesperrt und für perverse Sexspiele mißbraucht — schämt Ihr Euch denn gar nicht?

    Schröder kauft sich gar von Putin ein Kind für 22 Milliarden = 22 000 Millionen (!) Euro — alles Steuergelder deutscher Bürger. Wenn es nach mir ginge, würde Schröder vor Gericht gestellt und wegen Menschenhandels und Veruntreuung von zig MILLIARDEN Steuergeldern angeklagt.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.