Gerade bei dpa gefunden:

Vier Tage vor seiner Wahl zum neuen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten ist Jürgen Rüttgers mit Jesus verglichen worden. Bei der Morgenandacht vor der Eröffnung des CDU-Sonderparteitags am Samstag in Düsseldorf verglich der Düsseldorfer Stadtdechant Monsignore Rolf Steinhäuser die anstehende Kabinettsbildung mit dem Buhlen der Jünger um den besten Platz an Jesus Seite.

Ähnlich wie Jesus im Markus-Evangelium werde Rüttgers in den nächsten Tagen hören: „Jürgen, wenn du am Mittwoch zum Ministerpräsidenten gewählt bist, dann lass mich rechts und links von dir am Kabinettstisch sitzen“, sagte Steinhäuser in seiner Ansprache vor den 672 Delegierten. Und angesichts leerer Haushaltskassen werde Rüttgers wohl, wie Jesus damals, denken: „Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke?“

Bei allem allzu menschlichen Streben nach höheren Posten müsse aber allen klar sein: „Es geht um eine Dienst-Elite, nicht um Pfründe und Statussymbole“, mahnte der Geistliche vor der Riege der Anwärter auf die Ministerposten.


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7 Kommentare

  1. Sozialdemokrat für Oskar 18. Juni 2005 · 14:51 Uhr

    „Es geht um eine Dienst-Elite, nicht um Pfründe und Statussymbole“, mahnte der Geistliche vor der Riege der Anwärter auf die Ministerposten.

    Die Leviten hätte er seit Jahrzehnten den SPD-Bonzen lesen müssen — obs jedoch was genützt hätte, darf stark bezweifelt werden. . .

  2. Klaus 18. Juni 2005 · 18:20 Uhr

    Ab Mittwoch wird jede Plenarsitzung mit „Amen“ beendet.

  3. Klaus 19. Juni 2005 · 13:27 Uhr

    Die Wertung der Wichtigkeit bleibt jedem selbst überlassen.

  4. Roter Baron 20. Juni 2005 · 17:55 Uhr

    Diese Äußerung eines Kirchenvertreters nenne ich wirklich unseriös und verlogen.
    Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass die zwanghafte vermischung von Kirche und Politik seit Jahrzehnten in Deutschland (mit Ausnahme von Kardinal Meissner vielleicht) endlich vom Tisch ist.
    Derartige Aussagen sprechen aber klar für Klüngelei und Vermischung. Hatte nicht der zukünftige Ministerpräsident des Chaos‘ noch im Wahlkampf die christliche Religion so hoch gelobt und dann später eine Verbindung dementiert?
    Der Rüttgers-Klüngel hat schon begonnen, ehe dass der Mann Ministerpräsident ist. Dass die katholische Kirche sich auf so schändliche Weise davon mitziehen lässt, gibt mir als eigentlich gläubigen Katholiken stark zu Denken, inwiefern ich noch Mitglied dieser Glaubensgemeinschaft sein mag.

  5. Dennis 20. Juni 2005 · 20:52 Uhr

    lächerlich

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.