Bundeskanzler Gerhard Schröder und der EU- Kommissionspräsident José Manuel Barroso haben zur Überwindung der Finanz- und Verfassungskrise den europäischen Geist beschworen. „Die europäischen Institutionen – das europäische Parlament, die Kommission – und die überzeugten Europäer müssen enger zusammenstehen“, sagte Schröder in Aachen. Europa werde „trotz der Krise weiter vorangehen“, sagte Barroso. Das Verständnis als Markt allein reiche dazu aber nicht aus. „Europa braucht Geist und Gefühl“

Nach all den Meldungen und Nachrichten der letzten Tage und Wochen, in denen man das Gefühl kriegen konnte, Europa stehe kurz vor dem Ende, ist dieses klare Bekenntnis des Bundeskanzlers zu Europa meiner Meinung nach das richtige Zeichen.
Jetzt will ich etwas Ähnliches aber auch mal von der Opposition hören.

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Barroso betonte den bisherigen Beitrag Deutschlands und seiner Bürger für die europäische Integration. «Danke dafür was Deutschland für die europäische Integration geleistet hat», sagte er. Er und Schröder unterstrichen erneut die Notwendigkeit der wirtschaftlichen und politischen Integration. Die Position Europas als «Wirtschaftskraft, Friedensmacht und Sozialidee» müsse gefestigt werden, sagte Schröder. Damit distanzierten sich beide erneut von dem britischen Premierminister Tony Blair, ohne ihn ausdrücklich zu nennen.

Barroso und Schröder wollten auf Einladung von dem Vorsitzenden der Sozialdemokraten im Europaparlament, Martin Schulz, über Wege aus der Verfassungs- und Finanzkrise beraten. Europa dürfe sich nicht auseinander dividieren lassen, sagte Schulz. Zuversichtlich sehe er der britischen EU-Ratspräsidentschaft vom 1. Juli an entgegen. «Ich gehe davon aus, dass Blair als Ratspräsident seine Vermittlerrolle wahrnehmen wird», sagte Schulz.


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5 Kommentare

  1. Sozialdemokrat für Oskar 23. Juni 2005 · 2:35 Uhr

    Zitat: „Nach all den Meldungen und Nachrichten der letzten Tage und Wochen, in denen man das Gefühl kriegen konnte, Europa stehe kurz vor dem Ende, ist dieses klare Bekenntnis des Bundeskanzlers zu Europa meiner Meinung nach das richtige Zeichen.
    Jetzt will ich etwas Ähnliches aber auch mal von der Opposition hören.“

    Nix da, Thorsten: Erstens steht Europa in der Tat vor dem Ende, und zweitens ist das auch gut so.

    Die EU ist nämlich zum Projekt einer größenwahnsinnigen deutschen „Elite“ verkommen, die daran glaubte, sie könne ganz Europa beherrschen. Was im Dritten Reich auf militärischem Wege fehlschlug, hätte nun mit vermeintlich wirtschaftlicher Macht erreicht werden sollen. Wie die Massen einst dem „Führer“ Hitler in den Abgrund folgten, so ließ und läßt sich das Volk abermals von einer selbsterkorenen fanatischen Führungs-Clique aus Rot-Grün-Schwarz-Gelb verführen und blenden.
    Auf diese Demagogen blind vertrauend, laufen die Bürger wie die Lemminge abermals ins Verderben. Angesichts dessen frage ich mich: Hat denn das deutsche Volk nichts, aber auch gar nichts aus der Geschichte gelernt?

    Einzig durch die neue Linkspartei mit Lafontaine an der Spitze gibt es Hoffnung, daß unser Land nicht wieder in ein Desaster schlittert wie 1933. . .

    „Barroso betonte den bisherigen Beitrag Deutschlands und seiner Bürger für die europäische Integration. «Danke dafür was Deutschland für die europäische Integration geleistet hat», sagte er.“

    Logisch, daß sich Barosso bedankt: Der dumme deutsche Michel finanzierte nämlich mit seinen sauer verdienten Steuergeldern einen parasitären Bürokratieapparat in Brüssel, Autobahnen auf Sizilien, Flughäfen in Spanien, Olivenplantagen in Griechenland und hunderte anderer Förderprogramme für unsere europäischen Nachbarn.
    Nachdem sich jedoch abzeichnet, daß die deutschen Kassen so gut wie leer sind, verabschieden sich die ersten Nachbarn von der EU (Frankreich: Non! Holland: Nee! Großbritannien: No!)

    Gott sei Dank, daß der EU-Alptraum bald zu Ende sein wird.

  2. bazinho 23. Juni 2005 · 22:22 Uhr

    Jawohl,
    dass ist Diskussionskultur auf höchstem Niveau. Nur kannte man Stammtischparolen angereichert mit rassistischen (Lafontaines „Fremdarbeiter“) und deutschtümelden (der arme Michel wird ausgebeutet) Nuancen bisher von Parteien die nicht gerade behaupteten links zu sein.

  3. Sozialdemokrat für Oskar 25. Juni 2005 · 5:19 Uhr

    Ähm, Bazinho?

    Wäre nett, wenn Du mir dann folgende Screenshots erklärst:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,grossbild-483138-361297,00.html

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,grossbild-483141-361297,00.html

    Kleiner Tip für die Zukunft:
    Erstmal vor der eigenen Türe kehren, denn wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. . .

  4. Fredson 25. Juni 2005 · 16:17 Uhr

    Das ist doch mal wieder Unsinn, SfO. DEr Begriff wird doch nicht dadurch gut und verwendbar, weil „WIR“ (mich hat man im Übrigen nicht gefragt) so taktlos waren, dieses Wort zu verwenden. Der Begriff ist diffamierend und deshalb sollte man darauf verzichten. Aber das deine Kommentare sich im Wesentlichen auf der Reflexionsebene der Psittaciformes bewegen, sollte mittlerweile aufgefallen sein.

  5. bazinho 27. Juni 2005 · 10:19 Uhr

    Der einfache Unterschied zwischen der Hetze von Lafontaine und der Verwendung des Begriffs durch Iris Gleicke ist der, dass Lafontaine ihn in einem Zusammenhang benutzt, in dem er gezielt die niederen Ängste der Menschen vor Arbeitnehmern mit Migrationshintergrund anheizt. Iris Gleicke hat sich in der Begriffswahl leider vergriffen, inhaltlich schreibt sie jedoch das genaue Gegenteil der Stamtischparolen von Herrn L.

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