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Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) in NRW hat heute zu einer großen Demonstration in Essen aufgerufen. Mehrere tausend Studenten werden zu der landesweiten Protestveranstaltung erwartet. Nach dem Start des Demonstrationszugs um fünf vor zwölf am Essener Uni-Campus wollen sich die Demonstranten zu einer Kundgebung in der Essener Innenstadt treffen. Nach den Plänen der neuen schwarz-gelben Landesregierung sollen die Hochschulen künftig Studiengebühren bis zur einer Obergrenze von 500 Euro pro Semester kassieren können.


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6 Kommentare

  1. Schubie 23. Juni 2005 · 11:03 Uhr

    wenn es soviel bringt, wie seinerzeit die proteste gegen das hochschulrahmengesetz, dann sollten die studis lieber im bett liegen bleiben… ach warte mal, beim gesetz damals, war ja noch die spd an der macht.
    ach, bleibt trotzdem lieber im bett oder verbindet die demo mit nem gemütlichen sommerspaziergang.

  2. Wolfi 23. Juni 2005 · 13:19 Uhr

    Von wegen tausende Studenten, ca. 50?? Lachhaft!

  3. Sozialdemokrat für Oskar 23. Juni 2005 · 17:48 Uhr

    Egal, ob 50 oder 1000 — Tatsache ist, daß das SPD (!)-Landeskabinett von NRW bereits in der letzten Sitzung vor der Sommerpause 2002 den Referentenentwurf für das „Gesetz zur Einführung von Studienkonten und zur Erhebung von Hochschulgebühren“ auf den Weg gebracht hat.

    Wer von der SPD will das bestreiten?

    Daß die Schwarzen nun freudig dieses studentenfeindliche Rot-Grün-Programm zur Vollendung bringen, war zu erwarten.

    Daß die SPD nun so tut, als wäre dieses Schandgesetz auf dem Mist der Union gewachsen, ist der Gipfel der Dreistigkeit und zeugt von einer Arroganz gegenüber den Studierenden, die ihresgleichen sucht.

    Eines jedoch haben die Partei-Bonzen dabei vergessen: Studenten sind Wähler und Ihr dürft mir glauben, Sie werden niemals vergessen, WER ihnen diese Suppe eingebrockt hat. . .

    Allein schon die von der SPD beschlossene Einführung von sogenannten Elite-Universitäten, die auch noch wie heute bekannt geworden, mit zwei MILLIARDEN Euro jährlich finanziert werden, ist infam und niederträchtig.

    Das Motiv von Schröder @ Co liegt auf der Hand:
    Analog zum Größenwahn, die europäischen Nachbarn via EU dominieren zu können, hält sich die selbsternannte Elite-Kaste für zu edel, ihren Nachwuchs in normale Unis zu schicken, an denen Kinder von — in ihren Augen — Prolis studieren.

    Die von der Wirtschaft finanzierte und korrumpierte Politiker-Kaste ekelt sich dermaßen vor den „einfachen“ Bürgern, daß der vermeintlich edle Nachwuchs der deutschen „Elite“ vor einer möglichen Berührung mit „denen da unten“ bewahrt werden soll.

    Was diese „Elite“ jedoch geflissentlich übersieht und negiert:
    Sie selbst entstammt der „Proletenschicht“ und ist und bleibt daher eine Schein-Elite, die zu zwar zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen ist.

    Es ist einfach widerlich und zeugt von asozialer Gesinnung, wenn z.B. Schröder — das Arbeiterkind aus einfachsten Verhältnissen — einerseits kostenlos studieren durfte und somit vom Bildungssystem besonders profitierte, andererseits jedoch denjenigen potentiellen Studenten eine akademische Bildung verwehrt, deren finanzielle Mittel dafür nicht ausreicht. . .

  4. bazinho 23. Juni 2005 · 22:19 Uhr

    Lieber Oskar-Fanatiker,

    du scheinst es Dir offensichtlich zur Aufgabe gemacht zu haben, jede Gelegenheit zu einem geistigen Offenbarungseid zu nutzen. Das ist nicht weiter schlimm und das Störpotential, welches du deinen Kommentaren zu rechnest, ist bei weitem nicht so hoch, wie du es Dir in deinen Hass getriebenen Racheplänen ausmalst.
    Im Gegenteil: Deine Realsatire ist so ziemlich die treffenste Charakterisierung der neuformierten SED-Anhängerschaft die man finden kann. Und mal unter uns, bei deiner politischen Einstellung trauert keine Partei darum nicht von Dir unterstützt zu werden.
    Der Lafontaine wird sich aber freuen, der braucht offensichtlich jeden, so wie der im Osten um die Anhängerschaft von NPD und DVU herum scharwenzeld.

  5. Sozialdemokrat für Oskar 25. Juni 2005 · 6:27 Uhr

    Das ist doch Quatsch, Bazinho. Ich rechne meinen Kommentaren weder „Störpotential“ zu, noch verfolge ich irgendwelche „von Haß getriebenen Rachepläne“.

    Ein waschechter Sozialdemokrat wie ich kennt nämlich keinen Haß oder Rache. Was ich hier tue, ist lediglich über die Realität aufzuklären.
    Daß einige die Wahrheit nicht hören wollen und vertragen, ist ein Phänomen, das es leider schon immer gab.

    Als Beispiel möge Galileo Galilei dienen, einem weltberühmten Physiker und Astronom, der bahnbrechende Entdeckungen auf mehreren Gebieten der Physik machte und wegen seines Eintretens für das kopernikanische Weltbild von der Inquisition zu lebenslangem Hausarrest verurteilt wurde.
    Erst 1992 wurde Galileo vom Papst „rehabilitiert“, weil die katholischen Kirchenväter ein halbes Jahrtausend brauchten, um zu kapieren, daß die Erde um die Sonne kreist — nicht umgekehrt.

    Im übrigen besteht die WASG nicht aus SED-Anhängern, deren Nachfolgepartei zudem PDS heißt.

    Zitat: „Und mal unter uns, bei deiner politischen Einstellung trauert keine Partei darum nicht von Dir unterstützt zu werden.“

    Das würd ich nicht sagen, denn Leute wie ich machen auch mal die „Drecksarbeit“ für die Partei, wenns sein muß. Nicht ohne Grund lautet mein Spitzname „Pitbull“ ;)

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