Honni soit qui mal y pense: Lothar Bisky, Vorsitzender der PDS/Linkspartei, hat in einem Interview mit der SUPERillu klar gemacht: Die Linkspartei will sich nach der geplanten Bundestagswahl nicht an einer Regierungskoalition beteiligen.
Warum sollte die Linkspartei/PDS/WASG sich auch an einer Regierung beteiligen (Mal angenommen, sie käme in den Bundestag und irgendwer wollte mit ihnen auch koalieren)?
Dann müssten sich ihre Konzepte ja an der Realisierbarkeit messen lassen und die Bürgerinnen und Bürger könnten nachprüfen, wieviel politische Substanz in der angeblichen Wahlalternative tatsächlich steckt.

Populistische Sonntagsreden in Talksschows halten und dagegen sein, ist da doch viel einfacher und bequemer.


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26 Kommentare

  1. links 19. Juli 2005 · 12:58 Uhr

    Wer sollte denn für DIE LINKE.PDS Koaliationspartner sein.
    SPD, CDU, FDP und die neuen linken Bündnisjäger90 die Grünen?
    Wer den Kandidaten der LINKSPARTEI.PDS populistische Sonntagreden nachsagt beweist in seiner Überheblichkeit, dass er keine Sachargumente hat.
    Einfach plakativ den Entwurf eines Wahlprogrammes als nicht finanzierbar einzustufen, bedeutet das man wie in der Vergangenheit sich nicht mit Alternativen beschäftigt und auf dem bisherigen neoliberalen Mainstream weitemachen will.

  2. Martin Feller 19. Juli 2005 · 13:49 Uhr

    Warum sollte die Linkspartei einen Koalitionspartner suchen? Die aktuelle Politik beeinflusst sie jetzt schon, praktisch alle neoliberalen Parteien geben jetzt Lippenbekenntnisse zu sozialer Gerechtigkeit und Abmilderung der Hartz-IV-Gesetze. Und das obwohl sie noch gar nicht im Bundestag vertreten ist. Die Allparteienkoalition schlottert doch jetzt schon vor Angst.
    Mittelfristig wird die SPD der mögliche Koalitionspartner der Linkspartei, aber erst dann, wenn die schröderistische Phase vorbei ist und die SPD wieder der Sozialdemokratie eine Chance gibt, natürlich unter einer vollkommen ausgewechselten Führungsriege. Hoffen wir, dass das nur ein paar Jahre dauert und der Umwandlungsprozess der SPD möglichst viele Köpfe rollen läßt, denn Wendehälse sind ein zu großer Risikofaktor.

  3. Adrian 19. Juli 2005 · 14:47 Uhr

    Die Politik, ständig Steuern für Besserverdienende und Unternehmen zu senken und teilweise abzuschaffen, hat sich als nicht finanzierbar erwiesen. Die utopische Hoffnung, dass eine solche Politik nicht nur zu höheren Profiten, sondern auch zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit führt, hat sich nicht erfüllt. Die Profite von ohnehin schon profitabler Unternehmen sind gestiegen, aber die Arbeitslosigkeit und die Verschuldung sind ebenso gestiegen.
    Wenn die SPD bereit wäre, von der neoliberalen Ideologie, gemäss der man nur den Unternehmen und Besserverdienenden möglichst viele Geschenke machen muss, damit es allen besser geht, Abschied zu nehmen, und statt dessen eine Politik zu betreiben, die sich an den Interessen der großen Mehrheit der Menschen orientiert, stünden die Chancen wohl nicht schlecht, dass sie in der Linkspartei einen Koalitionspartner fände.
    Die SPD hat sich aber nicht für einen Politikwechsel, sondern für billigen Populismus entschieden: Während der Regierungszeit Steuern senken und Sozialabbau betreiben und dann schnell vor den Wahlen eine „Reichensteuer“ fordern, mit der ein kleiner Teil der Steuergeschenke wieder zurückgenommen würde, und eine Rücknahme eines kleinen Teils des vorher vorangetriebenen Sozialabbaus ankündigen.
    Die Linkspartei ist ja nicht prinzipiell gegen eine Regierungsbeteiligung – einige Vertreter von ihr sehen die SPD auch als künftigen potenziellen Koalitionspartner -, aber damit das möglich wird, und gezeigt werden kann, dass linke Konzepte umsetzbar sind, muss die SPD zuerst wieder zu einer linken Politik finden und nicht wie jetzt eine rechte Politik zugunsten der Reichsten mit ein paar populistischen links klingenden Phrasen garnieren.

  4. Heinz 19. Juli 2005 · 15:00 Uhr

    Wer in Deutschland bitte schön möchte mit Kanzler Schröder und seine Genossen (außer die Hamsterschützer) koalieren.
    Zudem, dass möchte ich hier einmal anbringen, habe ich dass Gefühl, wenn ich einige Beleidigungen gegen Herrn Lafontaine lese, dass sich einige Ihrer Mitglieder vor lauter Angst die Macht zu verlieren, den geboten Anstand gegenüber der Konkurenz vermissen lassen.

  5. Fredson 19. Juli 2005 · 15:08 Uhr

    „Den gebotenen Anstand“ haben an dieser Stelle bisher nur die Kommentatoren der PDSmL/WASG vermissen lassen. Man wird aus den letzten Wochen in diesem Blog kaum einen Eintrag finden, indem nicht irgendein WASG’ler ausgiebig gepöbelt und Autoren und sozialdemokratische PolitikerInnen beschimpft hat.

    Wie herausragend das Benehmen der gestrigen Neu-Linken ist hat sich mir bei der Rede des spanischen Ministerpräsidenten Zapatero auf der Abschlussveranstaltung im Wahlkampf in Dortmund tief ins Bewußtsein eingeprägt. Etwas schäbigeres als das Auspfeifen eines ausländischen Gastes, der im Übrigen ja wohl kaum HartzIV zu verantworten hatte, habe ich selten erlebt.

  6. Dominik 19. Juli 2005 · 15:33 Uhr

    Oskar Lafontaine hat zumindest keine Neo-„Agenda2010“-Liberal Politik mitzuverantworten, in der alle armen und kleinen Leute keine Chance mehr haben. Außerdem hat er niemanden als Hassprediger (ja, es wurde inzwischen zurückgezogen – jedoch steht es im Raum und in der Öffentlichkeit) und Penner bezeichnet. Es gibt übrigens immernoch einen SPDler, der in einem PDF Dokument auf Seite 2 Links Oben das Wort „Fremdarbeiter“ benutzt… Vielleicht findet derjenige ja seinen „Nazi-Jargon“ selbst wieder.
    Oskar Lafontaine hatte wenigstens genug Anstand zurückzutreten, bevor „the shit happend“. Und zwar der Mist, den Herr Lafontaine schon vorausgesehen hatte.
    Aber der Sozialabbau-„Kanzler“ Schröder ist selbst jetzt noch nicht Manns genug, zurückzutreten.

  7. Dominik 19. Juli 2005 · 15:34 Uhr

    Und solange Kanzler Schröder nicht zurücktritt, würde niemand der klar denken kann, eine Koalition eingehen.

  8. Fredson 19. Juli 2005 · 16:10 Uhr

    Es wurde von mir schon an anderer Stelle einmal angeregt, aber ich muss es doch noch mal erwähnen: Bei diesem Mitteilungsbedürfnis wäre es doch schlau, einen eigenen WASG-Blog aufzuziehen. Da kann man dann schimpfen und Nöhlen und Zetern und alles auf der ersten Seite und nicht nur im Kommentarbereich.

    So lange ihr euch aber lieber darauf verlegt, auf Kommando (geht das per Telefon oder Mailingliste?) den Kommentarbereich der bösen bösen Sozialdemokraten vollzuspammen, beachtet folgende Regeln für die richtige strategische Vorgehensweise:

    Will man den Eindruck erwecken, man sei in erheblicher Anzahl empört, ist aber auf Grund personeller Engpässe nicht in der Lage genug Leute dazu zu bewegen einen Kommentar zu posten, dann ist es im Prinzip eine gute Idee unter verschiedenen Namen mehere Kommentare abzugeben. Das leidet nur stark, wenn man vergisst
    1. für jeden neuen Namen auch einen neue E-Mail-Adresse anzugeben,
    2. für jeden ausgedachten Namen auch immer die gleiche E-Mail-Adresse anzugeben,
    3. das man jeden Kommentar anhand der IP-Adresse einem Internetzugang zurechnen kann.

    So fällt es bspw. auf, wenn ein gewisser Dominik bei einem Kommentar die E-Mail-Adresse nobody@weird-things.net angibt, im nächsten jedoch heinzoh52@aol.com. Nun haben nicht wenige User mehr als eine E-Mail-Adresse, aber die gleiche E-Mail Adresse benutzt ein gewisser Heinz in seinem Kommentar in einem anderen Post.
    Mmmmhh, E-Mail-Sharing ist dann doch eher selten. Gut, die beiden sitzen ja auch ganz offensichtlich vor dem selben Rechner, denn sie haben, oh Wunder, auch dieselbe IP-Adresse.

    Mein Vorschlag: Wenn ihr euch hier schon aufplustert, dann haltet euch wenigstens an die minimalen Anstandsregelen der Netiquette und das heißt: Eine gültige E-Mail-Adresse und EINEN Namen anhand dessen man nachvollziehen kann, welche Kommentare zusammengehören.

  9. Jens - politikinside 19. Juli 2005 · 17:09 Uhr

    Na das belegt doch was man von der „neuen Linke“ erwarten kann.. Nämlich GAR NIX!

    Was wollen die denn im Bundestag?? Sich nen bissel auf den Oppositionsbänken austoben und paar Diäten kassieren, damit das Leben schöner wird, also für die Abgeordneten!

    Wenn man was erreichen will, dann muss man auch Regierungsverantwortung übernehmen und sich nicht auf den Oppositionsbänken ausruhen. Denn mehr kann man dort nicht machen, solange die Anderen die Mehrheit haben.

  10. politikinside@blogg.de 19. Juli 2005 · 17:12 Uhr

    Was will die „neue Linke“ denn?

    Ein Kommentar zum Superillu-InterviewLangsam stelle ich mir die Frage was Oskar und Co eigentlich wollen. Denn ich musste mit einem Schmunzeln, das Interview der Superillu mit Lothar Bisky, dem Chef der "PDS/Die Linke&qu…

  11. Germer de Raad 19. Juli 2005 · 17:19 Uhr

    Ich habe anhand der vielen Kommentare gegen die neue Linkspartei leider erkennen müssen, dass Leute mit POLEMIK sich über POLEMIK anderer Parteien auslassen. Wie wäre es mit deutlicher Kritik an dem Programm der Linkspartei? Etwas zu flach, was das Bild der derzeitigen Bundes-SPD sehr gut wiederspiegelt. Man sollte sich mal mit dem Programm der Linkspartei auseinandersetzen. Wer ein kleinwenig von Makro-Ökonomie versteht, sollte wissen, dass man Deutschland mit dem derzeitigen Kurs in 5-10 Jahren voll an die Wand fahren wird. In dem Programm stehen Dinge, die unsere Nachbarn (NL,DK,N) schon lange verstanden haben und sie seit Jahren praktizieren.

  12. Germer de Raad 19. Juli 2005 · 17:20 Uhr

    Ich habe anhand der vielen Kommentare gegen die neue Linkspartei leider erkennen müssen, dass Leute mit POLEMIK sich über POLEMIK anderer Parteien auslassen. Wie wäre es mit deutlicher Kritik an dem Programm der Linkspartei? Etwas zu flach, was das Bild der derzeitigen Bundes-SPD sehr gut wiederspiegelt. Man sollte sich mal mit dem Programm der Linkspartei auseinandersetzen. Wer ein kleinwenig von Makro-Ökonomie versteht, sollte wissen, dass man Deutschland mit dem derzeitigen Kurs in 5-10 Jahren voll an die Wand fahren wird. In dem Programm stehen Dinge, die unsere Nachbarn (NL,DK,N) schon lange verstanden haben und sie seit Jahren praktizieren.

  13. Fredson 19. Juli 2005 · 20:54 Uhr

    Gib‘ uns doch mal ein Bsp., für den makroökonomischen Scharfsinn der neuen Linken. Ich persönlich erkenne von wirklich pragmatischen keynesianischen Ansätzen, a la Bofinger, gar nichts. Das meiste ist doch Vulgär-Keynesianismus.

  14. Bürger 19. Juli 2005 · 23:05 Uhr

    Ja was will die SPD denn im Bundestag?

    „Was wollen die denn im Bundestag?? Sich nen bissel auf den Oppositionsbänken austoben und paar Diäten kassieren, damit das Leben schöner wird, also für die Abgeordneten!“

  15. Ingo 19. Juli 2005 · 23:21 Uhr

    Für mich als Wähler gibt es nur die Wahl zwischen weiteren sozialabbau durch SPD/CDU/FDP/Grüne
    oder die neue Linkspartei,die soziale durchgerechnete Konzepte hat.
    Jedenfalls wirkt es die Linkspartei zu wählen,die Neoliberalen können uns nicht mehr so plündern wie sie wollen,weil sie Angst um ihre Wählerstimmen haben.

  16. Niels 19. Juli 2005 · 23:45 Uhr

    „(Mal angenommen, sie käme in den Bundestag und irgendwer wollte mit ihnen auch koalieren)?“

    Naja, das Erste ist ja wohl mehr als wahrscheinlich und beim Zweiten gibts ja wohl eine klare Erklärung seitens der WASG/PDS Spitze.

    Man kann wohl schlecht mit Parteien koalieren die alle das gleiche Ziel haben, die soziale Marktwirtschaft abzuschaffen. Und sich nur dadurch unterscheiden mit welchen Tempo man das Ganze anstrebt.

    Um mal das Ganze etwas bildlich darzustellen, mir ist es fast egal ob mich jemand sofort umbringt oder ob mich jemand langsam verhungern läßt.

    Ich war als Wahlkreismitarbeiter eines SPD MdB und stellv. Fraktionsvorsitzender im Stadtrat einer Kommune lang genug in der SPD, um einschätzen zu können, welches Ziel die SPD Führungsspitze verfolgt ( das S kann man getrost streichen)

    Zum Glück begreifen das immer mehr und wechseln zu uns (WASG) oder treten aus der SPD aus, um die neue Linkspartei und deren zukünftige Gründung aktiv zu unterstützen, wie z.B. mein ehemaliger Bundestagsabgeordnete.

    Statts auf Oskar und WASG/PDS zu schimpfen, sollte man mal nachdenken und vorallen nachrechnen, was eine Sozialdemokratische Partei alleine an Steuergeschenken an Großverdienern, Großkonzernen in den letzen 8 Jahren geleistet hat und wie der normale Bürger belastet wurde ( und fangt jetzt nicht mit Mindessteuersatz an, das wurde woanders schon 10 mal wieder eingespielt).

    Körperschaftsteuerreform, Senkung Spitzensteuersatz usw. (als kleine Denkhilfe)

  17. Manuela Schmidt 20. Juli 2005 · 0:07 Uhr

    Wenn die SPD in – sagen wir mal – Thüringen ankündigt, nicht mit der CDU zu koalieren, scheut sie dann die Verantwortung? Oder gibt es ganz einfach keine ausreichende Schnittmenge?

  18. Felix Klinkenberg 20. Juli 2005 · 9:26 Uhr

    Liebe ehemalige Linke Partei spd, wenn man keine
    Steuern für den Staat mehr einnehmen will. Dann
    hatt der Staat natürlich auch kein Geld mehr und wenn man sagt , denn bestens verdienenden im Land
    könne mann keine Steuern abnehmen, sondern müsse
    ihnen noch zusatzlich Geld vom Staat hinterherschmeissen. der kann sich natürlich nicht
    mal mehr vorstellen, das man ein minimum an
    sozialer Gerechtikeit Finazieren könne.
    arme, erbärmliche, SPD

  19. bazinho 20. Juli 2005 · 12:52 Uhr

    Der Hintergedanke in der Verweigerung Verantwortung zu übernehmen, ist schlicht und einfach der, dass man es auf diese Weise verhindert, dass das eigen Programm einer allzu kritischen Überprüfung durch die Wirklichkeit unterzogen wird.

    Diese Furcht vor der Realität findet man auch in den Kommentaren der PostSEDler hier und in den anderen Blogs. Mit dem Totschlagargument alle außer ihnen seien neoliberal und damit falsch, so als sei der realexistierende Sozialismus der DDR eine wirkliche Alternartive, und der Fixierung auf einen greifbaren Sündenbock, zumeist die SPD, manchmal aber auch der gemeine „Fremdarbeiter“, werden die komplexen Strukturen der Gesellschaft bis zur unkenntlichkeit vereinfacht.

    Diese Vereinfachung ermöglicht es ohne großes Vorwissen und ohne die anstrengende Leistung des Denkens platte Parolen auszugeben, ohne Gefahr zu laufen in einem Diskurs zu unterliegen, da die Totalität dieses Weltbildes einen offenen Diskurs um das beste Argument von vorne herein, durch die vollständige Ablehnung der Argumente der Gegenseite und die fanatische Blickwinkelverengung, ausschließt.

  20. bazinho 20. Juli 2005 · 13:02 Uhr

    @Geermer de Raad

    Ich weise nur darauf hin, dass die Niederlande und die Dänen, wie all die anderen erfolgreichen europäischen Nationen, in den 90’ern noch wesentlich weitgehendere Reformen durchgeführt haben, als dies bisher in Dt. geschehen ist. Gerade diese Länder sind doch ein Beispiel dafür, wie sinnvoll die Reformpolitik ist.
    Aber schön das du eingesehen hast, dass nicht die DDR und auch nicht die Konzepte aus den 70’ern, sondern eine Reform der bestehenden Strukturen zielführend ist.

  21. Ralph Ex-SPD-ler 20. Juli 2005 · 14:20 Uhr

    Also liebe immernoch-SPD-ler, was redet ihr dann wollt Ihr tatsächlich die Ex-SPD-ler diffamnieren die zu hunderttausenden aus der SPD gefüchtet sind ?
    Schaut doch mal z.B. richtig bei Hartz4 hin. In der DDR wurden die Wohlhabenden enteignet und hier wird der bürgeliche Mittelstand enteignet.
    Denn eins ist klar, beim sogenannten „faulen“ Arbeitslosen und anderen „Dauer-Sozialhilfe-Empfänger“ kann man nichts holen.
    ALSO, Hartz4 enteignet eher die Leute die 30 Jahre in die Sozialkassen eingezahlt haben und jetzt ab 50 einen Arschtritt erhalten.
    So und jetzt kann die Regierung mit der neuen Bedürftigkeits-Regelung den Leuten alles abnehmen.
    UND DAS WIRD J_E_D_E_N BETREFFEN !!!!
    Und das ist kein handwerklicher Fehler.
    DAS IST ABSICHT.
    Denn nur hier kann man Beute machen und diese Beute und zwischen Staat und Reichen(Steuersenkung)aufteilen.
    Und alles was ich meinen Kindern an Geschenke gemacht habe muß ich, wenn ich Hartz4-Empfänger werde, 10 Jahre rückwirkend zurückverlangen.
    Das heißt, ich müßte schon ab mitte 30 den Kindern Vermögen zukommen lassen. Da hat aber der Durchschnittsbürger noch nichts zu „verschieben“. Außerdem solle Eigenvorsorge betrieben werden für, Rente beider Ehepartner, Studiengebühren für Kinder, Pflegegeld für die Eltern im Altenheim, usw. und das bei permanenten Lohnkürzungen.
    DAS GEHT NICHT.
    Und die Argumentation der Staat habe kein Geld ist falsch. Die Steuergeschenke an die Reichen haben in der Summe fast die Höhe der Neuverschuldung erreicht.
    Und diesen unmoralischen Dammbruch hat die SPD eingeleitet. Deswegen bin ich als Sozaildemkrat aus der SPD ausgetreten.
    Ich will hier nicht meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Aber ich bin 1982 (nach der geistig morastigen Wende) in die SPD eigetreten und fühle mich jetzt völlig verraten. Und ich habe in meinem Bekanntenkreis massiv dafür gearbeitet das Kohl 1998 abgewählt und 2002 die SPD wiedergewählt wurde. Und dann dieses Desaster das Schröder und Clement angerichtet haben. Deshalb fühle ich mich auch etwas mitschuldig an dem Verrat an der SPD-Wählerschaft.
    Ich bin enttäuscht und schäme mich.

  22. Manuela Schmidt 20. Juli 2005 · 21:10 Uhr

    Bazinho, du verscheuchst uns mit diesem wildgewordenen Affentanz nur die letzten Wähler. Ich muss mich ja mit der PDS schon seit Jahren auseinandersetzen, weil sie seit 1999 ein wenig und seit 2004 spürbar stärker ist als wir. Im vergangenen Wahlkampf bescheinigten alle Zeitungen der PDS, ihr Programm sei durchgerechnet, in vielen Punkten war es dasselbe das wir wollten, nur radikaler. Nur in der Abwasser-Frage standen wir im Abseits, während es eine Allianz aus CDU, PDS, und APO (Grüne, FDP) für ein anderes Konzept als unseres gab. Hier gewinnst du keinen Blumentopf mit irgendwelchen DDR-Sprüchen, du musst schon im Detail erklären, warum unsere Vorschläge besser sind. Die strikte Abgrenzung zur PDS ist uns 1999 und 2004 mächtig auf die Füße gefallen. Inzwischen kandidiert der DGB-Landeschef für die, vor einigen Jahren war der noch Mitglied bei uns und ist extrem beliebt.

    Wenn du versuchst, Lafontaine den „Fremdarbeiter“ als rassistisch aufzudrücken solltest du bedenken, dass dieses Wort jahrelang auch in unseren Papieren auftaucht – vermutlich hat er es sogar dort her. Ich will diese Wahl gewinnen und die erfolgreiche Agendapolitik mit einer neubestätigten Mehrheit weiterführen. Da hilft Pöbelpropaganda eher dem Gegner als unserer Partei

  23. WASG-mitglied 2. August 2005 · 2:57 Uhr

    der artikel den ich hier gerade kommentiere
    zeugte nicht gerade von substanz.

    vielleicht könntest du nächstes mal einfach dazusagen WELCHE punkte du im wahl-programm der linkspartei.PDS für unrealisierbar hälst, sonst kann man so schlecht darüber streiten.

    wenn dir 1960 jemand gesagt hätte, dass man schon bald auf dem mond landet, hättest du sicher auch gesagt, das sei unrealisierbar, und du wärst eines besseren belehrt worden.

    was fordert denn die PDS … erhöhung von ALG II auf 420 euro … toll …. rechne mal aus , was das kostet, uind wenn du fertig bist rchne ich dir mal vor, wieviele milliarden die SPD in den letzten 5 jahren an grossaktionäre verschenkt hat, und danach hören wir auf uns gegenseitig als „unrealistisch“ zu beschimpfen, sondern streiten darüber, was wichtiger ist als das andere, weil wir es für gerecht halten.

    wer mit kampfhubschraubern graffiti künstler jagdt, der muss auch geld für die bildung von kindern, die pflege für alte, und eine erhähung der sozialhilfe erhalten.

    ich bin unternehmer, und rechne dir gerne mal vor, was ich bei 2% umsatzsteuererhöhung nächtes jahr weniger verdiene/verkaufe/selbst wieder ausgeben kann.
    ach das war die CDU ?
    mein gedächtnis sagt mir, dass ihr das auch wolltet, aber wahrscheinlich hat die existenz einer linkspartei bei der SPD auch bei dieser frage schon ein umdenken erreicht.

    das alleine wäre schon eine existenzberechtigung …

  24. WASG-mitglied 2. August 2005 · 3:17 Uhr

    okay fredson, ich gehe mal auf deinen wunsch ein, dass „wir“ zuerst sagen müssen, warum unsere konzepte „realisierbar“ sind, bevor du uns verraten willst, warum sie es nicht sind.

    nur ein beispiel.

    dienstag vor 2 wochen hat hans eichel veranlasst, dass die bahn AG 65,000 wohneinheiten aus dem ehemaligen sozialen wohnungsbau der bundesbahn verkauft worden sind.

    die bahn hat die wohnungen für 2,000,000,000 euro verkauft.

    der britische käufer hat bereits 24 stunden
    später 30,000 dieser 65,000 wohneinheiten für 1,500,000,000 euro weiterverkauft, das entspricht einer wertsteigerung von 80%.

    man kann sich leicht vorstellen, was das für die mieter bedeutet.
    umgekehrt könnte man auch fragen, warum die bahn nicht mehr für die wohnungen bekommen hat – dann hätte wenigstesn noch der staat etwas davon, dass die bahn AG ihre mieter vertreibt.

    so.

    der vorschlag der WASG/PDS ist jetzt:
    keine weiteren privitisierungen mehr, weil
    es 1. unsozial ist, und 2. nicht sehr nachhaltig, denn der staat hat ja bald nichst mehr was er verkaufen kann, und wie will man dann geld einnehmen.

    jetzt klär uns doch mal darüber auf, warum das konzept von hans eicchel, die letzten reste von öffentlichkeit und staat zu spottpresien zu verschleudern – um dann die käufer als heuschrecken zu bezeichen wenn sie auf das angebot von rot/grün eingehen – das bessere ist.

    ich bin schon sehr gespannt !

  25. tranny 25. Februar 2006 · 20:48 Uhr

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