Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Januar hatten die Chefs der Unions-geführten Länder nichts eiligeres zu tun, als die schnelle Einführung von Studiengebühren anzukündigen. Bereits im Wintersemester 2006/07 sollten sie kommen. Aber daraus wird wohl so schnell nichts werden:

Doch ein Wissenschaftsminister nach dem anderen änderte verzagt den Terminplan: Kommen werden die Gebühren sicher, aber später als zunächst angekündigt. Zu schaffen machen den Ländern offenbar der hohe Verwaltungsaufwand, die Ausfallbürgschaften für etwaige Kredite an Studenten sowie die Sorge, dass allzu konkrete Gebührenmodelle potenzielle Wähler verschrecken könnten.

So ist das also mit der Union, sobald es konkret wird, schiebt man Entscheidungen gerne mal auf die lange Bank. Ich meine, mir soll es recht sein, dann ist die Zeit halt länger, in denen die Studenten noch gegen die Einführung von Studiengebühren demonstrieren können.


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3 Kommentare

  1. Sozialdemokrat für Oskar 27. Juli 2005 · 14:38 Uhr

    Du hast Recht, Thorres. Im Gegensatz zur Union hätten Deine roten Genossen rasch und konsequent die von der SPD legislativ zu verantwortenden Studiengebühren in die Praxis durchgesetzt.
    Wie Schade für Euch, daß Studenten noch länger darauf warten müssen bis sie zur Kasse gebeten werden!

  2. Benno 27. Juli 2005 · 19:46 Uhr

    Jetzt bin ich doch mal froh, dass unser aller Jürgen die „Rolle Rüttgers“ erfunden hat (obwohl sie ja in diesem Fall eher „Rolle Pinkwart“ heißen müsste). Manchmal ist die doch für etwas gut…

    An die Regierenden in Düsseldorf: Nur keine Eile mit den Studiengebühren – notfalls verschieben Sie die halt auf die nächste Legislaturperiode. Dann müssen Sie sich auch keine Gedanken mehr um die Machbarkeit der Gebühren machen – weil die Pläne ab dann nämlich sanft im Papierkorb der neuen SPD-geführten Landesregierung ruhen werden.

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