Stop rosa Listen!

In NRW, Thüringen und Bayern speichert die Polizei „Homosexuelle“ als eigene Tätergruppe und kann Orte als „Aufenthaltsorte von Homosexuellen“ kennzeichnen. Per Mausklick lassen sich so zu Orten Personenlisten mit dem Kennzeichen „homosexuell“ oder „Homosexueller“ erstellen – unabhängig von der strafrechtlichen Relevanz der sexuellen Orientierung.
Auf einen Artikel bei Spiegel Online hin gründeten meine beiden Kollegen, die NRWSPD-Blogger Carsten und Oliver von der Internetagentur Barracuda, die Internetseite stop-rosa-listen.de und setzen sich dafür ein, dass die Speicherung der sexuellen Orientierung durch staatliche Einrichtungen nur entsprechend der engen Grenzen des Persönlichkeitsrechts und Datenschutzrechtes und mit Respekt gegenüber den Schutzinteressen der Betroffenen erfolgt.
Um euch der Initiative anzuschließen müßt ihr nur den Aufruf digital unterschreiben.


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19 Kommentare

  1. Sozialdemokrat für Oskar 29. Juli 2005 · 17:20 Uhr

    @ Thorres, Oliver, Carsten

    Warum regt Ihr Euch denn so auf? Was Ihr in Eurem Schlafzimmer treibt, geht zwar der Öffentlichkeit nichts an, doch die *omosex* Listen der Polizeibehörden sind eben nicht öffentlich zugänglich, sondern dienen ausschließlich der ermittlungstechnischen Aufklärung von Sexualverbrechen. Und Sexualverbrecher sind nun mal Kriminelle, die wie andere Gesetzesbrecher verfolgt und bestraft werden müssen. Für Homosexulle und Lesben darf deshalb keine Ausnahmeregelung gelten, auch und gerade nicht aus falsch verstandener Toleranz.

    Und wenn schon einer Euer obersten Anführer — Otto Schily — nichts gegen *omosex* Dateien einzuwenden hat, dann könnt ihr ihm doch nicht widersprechen.
    Seit Beginn der Herrschaft Ottos gilt nämlich die Maxime: „Wer nichts zu verbergen hat, der braucht auch nichts zu befürchten.“

    Im übrigen finde ich Euren Vergleich mit den ‚rosa Listen‘ aus dem Dritten Reich unzulässig — mit anderen Worten: Ihr habt bereits mit Eurem Originalbeitrag Godwins Gesetz erfüllt, einem Gesetz, welches Ihr sonst so gerne bei jeder sich bietenden Gelegenheit kritisiert. . .

  2. Jens - politikinside-Team 29. Juli 2005 · 18:36 Uhr

    @Oskar Eigentlich sollte man einen Troll nicht füttern, aber ich tue das jetzt trotzdem.

    Du hast überhaupt nicht begriffen worum es geht!
    Soagr die Velspol bezeichnet dies als „Rosa Listen“ in der modernsten Art..

    Und es geht eben nicht nur um Sexualverbrechen..

    Hier mal ein von Velspol konstruierter Fall:
    Ein Schwuler nimmt seine heterosexuellen Freunde mit in ein Schwulencafé. Sie werden Zeuge einer Straftat. Der Sachbearbeiter kann somit alle Zeugen mit der Schlüsselnr. 901 versehen, wenn er es für wichtig befindet. Selbst die heterosexuellen Freunde werden entsprechend recherchefähig gespeichert.

    Also wird sogar der heterosexuelle Freund als Schwuler deklariert, nur weil er sich an einen „Schwulen Aufenhaltsort“ (901) aufgehalten hat.

    Das sind nur Zeugen und keine Täter…

  3. Sozialdemokrat für Oskar 29. Juli 2005 · 19:30 Uhr

    @ Jens

    Dein Fall ist Quatsch, weil realitätsfremd.
    Denn: Kaum ein Normaler (i.e. Heterosexueller) dürfte wohl einen Homo als Freund haben, geschweige denn ein Schwulencafé besuchen.
    Schon beim Gedanken daran bekomme ich einen Brechreiz. . .

  4. Jens - politikinside-Team 29. Juli 2005 · 19:47 Uhr

    @Oskar Tja wahrscheinlich wohnst du in Hintertuzingen, also ich habe viele Schwule als Freunde und dass obwohl ich Hetero bin :-) Und ich war auch schon mal in ner Schwulenbar und die Leute sind mit lieber, als solche Tr *ubs* Personen wie du ;)

  5. Thorres 29. Juli 2005 · 19:50 Uhr

    @ Jens
    don´t feed the troll

  6. liebchen@blog 29. Juli 2005 · 22:09 Uhr

    stopp-rosa-listen.de

    Dickes Lob an Carsten und Oliver vom Online-Team der NRWSPD, die wegen dieser Sache die Aktion stopp-rosa-listen.de ins Leben gerufen haben.

  7. Daniel 29. Juli 2005 · 22:21 Uhr

    Danke für diesen Beitrag! Trage mich gleich ein! Als ich das das erstemal im Spiegel gelesen habe, dachte ich das kann doch nicht sein!

    Ihr solltet aber fairerweise erwähnen, daß NRW nach den ersten Protesten diese Kategorien schon gelöscht hat (stand so zumindest in der taz)…

  8. Jens - politikinside-Team 29. Juli 2005 · 22:50 Uhr

    @Daniel Meines Wissens ist nur das Stichwort „Aufenthaltsorte von Homosexuellen“ deaktiviert worden, das Stichwort „Homosexuell“ als Tätergruppe gibt es weiterhin..

  9. Oliver | websozis 29. Juli 2005 · 22:52 Uhr

    Ich füttere den Troll auch nur sehr ungerne, aber den Spaß will ich mir jetzt nicht nehmen lassen.

    > Für Homosexulle (!sic) und Lesben darf deshalb
    > keine Ausnahmeregelung gelten

    Und Lesben sind dann nicht homosexuell oder wie?

    Muahaha. Ich liege unterm Tisch.

    SfO, setzen, 6!

  10. Sozialdemokrat für Oskar 30. Juli 2005 · 1:16 Uhr

    @ Olli

    Hier noch ne Zugabe:

    Zwei Schwule machen einen Spaziergang durch den Zoo und kommen am Gorillakäfig
    vorbei. Das Gorillamännchen hat eine mordsmäßige Latte und der eine Schwule kann
    es nicht unterlassen, in den Käfig zu greifen und sie zu berühren. Der Gorilla greift zu,
    reißt ihn in den Käfig und fickt ihn sechs Stunden durch. Anschließend wirft er ihn über
    das Gitter wieder nach draußen. Der Schwule ist bewußtlos und wird ins Krankenhaus
    gebracht. Am Tag darauf besucht ihn sein Freund und fragt ihn: „Bist Du verletzt?“
    Er antwortet: „Ob ich verletzt bin? Er hat nicht angerufen, er hat nicht geschrieben.
    Und ob ich verletzt bin…

    *ROFL*

  11. Tobi 30. Juli 2005 · 2:17 Uhr

    Langsam reichts!!!!!!!

    Ist das alles was die WASG aufzubieten hat?

  12. Jens - politikinside-Team 30. Juli 2005 · 13:09 Uhr

    @Tobi Don´t feet the troll ;-)

  13. Jens - politikinside-Team 30. Juli 2005 · 13:11 Uhr

    Ubs natürlich net feet, also Fuss, sondern feed *g*

  14. Thorres 30. Juli 2005 · 15:15 Uhr

    @ Jens
    Beo SfO kann man auch ruhig feet schreiben.
    Man soll ja auch nicht mit Trollen füßeln.
    ;-)

  15. Jens - politikinside-Team 30. Juli 2005 · 15:40 Uhr

    Hab grad die passende Signatur in nem Politikforum gefunden *g* :

    ACHTUNG:
    Foren-Trolle bitte nur mit Genehmigung der Forenleitung und von der Forenleitung geprüfter Nahrung füttern.

  16. Stefanie 31. Juli 2005 · 13:54 Uhr

    Soweit mir bekannt, ist die Speicherungsmöglichkeit „Aufenthaltsort für Homosexuelle“ bereits deaktiviert worden; aber immer noch besteht die Möglichkeit „homosexuell“ bei dem Täterprofil einzugeben (egal um welches Delikt es sich handelt:Verkehrsunfall,…).

    Das verstößt gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen, ist unverhältnismäßig und dürfte auch grundgesetzwidrig sein.

    Daher sollte auch von VelsPol genau analysiert und veröffentlicht werden, was an Diskriminierungen im Programm von der Firma Oracle vorhanden ist.

  17. Jens - politikinside-Team 31. Juli 2005 · 19:09 Uhr

    Jo zumindest in Bayern und NRW ist der Punkt „Aufenthaltsort für Homosexuelle“ deaktiviert worden, was mit Thüringen ist nicht bekannt.

    VelsPol geht ja davon aus, dass noch mehr Länder diese Such- & Speicheroption in ihrer Datenbanksoftware haben.

  18. Christian 4. August 2005 · 10:37 Uhr

    Die Schande ist ja, das so was auch in NRW unter einer SPD Regierung geschehen konnte!

  19. WASGler 11. August 2005 · 7:57 Uhr

    jens: also dass die polizei hetero zeigen in einem schwulen-club als schwule führt ist ja wohl das geringste problem.

    ich finde an dem datenbank konzept das allerschlimmste, dass man hier schwule als spezielle tätergruppe einstuft.
    so wie auch z.b. „bankenmanager“ oder „drogenabhängige“ als tätergruppe gelten.

    bankenmanager und drogenabhängige halten sich in der tat an szene typischen orten auf, und begehen ganz bestimmte straftaten, deswegen ist eine solche einstufung auch sinnvoll.

    das aber schwulen-clubs jetzt aufgrunde dieser einstufung als brennpunkte von straftaten routinemässig dauerüberwacht werden können (so wie die holländische grenze oder das rotllichtmilieu) darin liegt
    die eigentliche diskriminierung.

    ich bin zwar hetero, aber muss leider sagen ich glaube in „unseren“ clubs werden genausoviele straftaten begangen.

    bitte stuft mich also auch als tätergruppe ein!

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.