Archiv: Juli 2005

Nachdem wir letzte Woche unser
13-monatiges Bestehen “gefeiert” haben, hab ich endlich mal ein (zwar inoffizielles) Blog der CDU gefunden, das man zumindest halbwegs Ernst nehmen kann. Zwar sind die Jungs recht polemisch (Zitat: “Franz Müntefering – Parteivorsitzender einer sterbenden Partei – sagte…”), aber das wird schon. (Üben, üben, üben…) Immerhin ist es schön zu sehen, dass es in der Winterschlafpartei CDU doch ein paar Leute gibt, die mit einem Computer umzugehen wissen. Hätte ich gar nicht gedacht.
Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft, deshalb: Willkommen in der Blogosphäre, Jungs.


Anscheinend wird es zwischen Merkel und Bundeskanzler Gerhard Schröder nur ein TV-Duell geben. Mit der lahmen Entschuldigung “Mehr ist ganz einfach zeitlich nicht drin.” zitiert die Bild am Sonntag einen nicht namentlich genannten Berater Merkels. Offenbar wird in der CDU befürchtet, TV-Duelle wären nicht die gerade die Stärke ihrer Spitzenkandidatin. Ein Auszug aus dem zugehörigen Bericht bei Spiegel Online:

Meinungsforscher sind der Ansicht, dass Fernsehduelle Schröder mehr nutzen als Merkel. Der Mainzer Parteienforscher Jürgen Falter sagte der “Bild am Sonntag”: “Wenn sich der leichte Abwärtstrend der Union in den Umfragen fortsetzt, könnte das TV-Duell sogar die entscheidenden ein bis zwei Prozent zu Ungunsten von Schwarz-Gelb bringen – zumal sich gerade unentschlossene Wähler besonders stark vom Ausgang eines solchen Zweikampfs beeinflussen lassen.”

Auch der Göttinger Parteienforscher Peter Lösche sieht Schröder im Vorteil. “Der Medien-Kanzler Schröder wird wahrscheinlich selbstsicherer und staatsmännischer auftreten als Frau Merkel.”

Für mich sieht das nach der gleichen Wahlkampftaktik wie in NRW aus. Den Spitzenkandidaten einfach so selten wie möglich zeigen, dann kann er auch nicht negativ auffallen.


“Ich habe Respekt vor allen, die gezweifelt haben, doch ich sehe keine andere Lagebeurteilung, die der Einschätzung des Bundeskanzlers vorzuziehen ist.”
Nach diesen Worten des Bundespräsidenten Horst Köhler ist es klar, Am 18. September finden Neuwahlen statt. Und dadurch ist auch klar: Wir brauchen eure Unterstützung, denn ohne euch schaffen wir es nicht.

Was könnt ihr also tun, um die SPD oder Gerhard Schröder im Wahlkampf zu unterstützen?
Im Moment ist wohl die wichtigste Aufgabe uns für die Wahlkämpfer untereinander zu organisieren, damit wir gemeinsame Aktionen planen können. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Ihr könnt euch bei der Roten Wahlmannschaft und (solltet ihr es tatsächlich bei der NRW-Wahl versäumt haben) bei uns im NRWSPD-Mitmach-Center registrieren. Beide werden euch regelmäßig mit Informationen und Materialien ausrüsten, um potentielle Wähler überzeugen zu können. Außerdem wird es Online-Aktionen geben, die mit sehr geringem Zeitaufwand von euch durchgeführt werden können.

Wenn ihr euch bei der Roten Wahlmannschaft registriert habt, solltet ihr als nächstes euer eigenes Weblog starten. Hier könnt ihr von euren Erfahrungen und Erlebnissen im Wahlkampf oder was auch immer ihr loswerden wollt berichten.

Ansonsten bitte ich euch, eure Ideen an uns zu richten. Wir haben bereits einen Haufen Unterstützer gewonnen. Was glaubt ihr, was wir vom Online-Team oder das Mitmach-Center tun können, damit am 18. September die Wahl zu unseren Gunsten ausgeht? Wir brauchen eure Ideen, mögen sie auch noch so verrückt sein, denn diese Partei seid ihr.

Ansonsten könnt ihr uns auch finanziell unterstützen. Über unser Online-Spenden-Modul haben viele von euch uns im vergangenen NRW-Wahlkampf bereits mit einer kleinen oder größeren Spende unterstützt. Dieses Geld hat uns bei vielen Aktionen sehr geholfen. Danke dafür.
Aber auch jetzt brauchen wir eure Hilfe. Mit eurer Spende helft ihr uns vom Online-Team und der NRWSPD.

Thorsten vom Online-Team der NRWSPD


Hier die Ansprache des Bundeskanzlers Gerhard Schröder zur Entscheidung des Bundespräsidenten, vom gestrigen Abend:
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Meine Damen und Herren, der Herr Bundespräsident hat die Weichen für Neuwahlen zum Deutschen Bundestag am 18. September gestellt. Ich begrüße seine souveräne Entscheidung sehr.

Mit der Vertrauensfrage am 1. Juli ging es mir darum, Neuwahlen möglich zu machen. Dafür hatte ich seit der Ankündigung eine überwältigende Unterstützung in unserer Gesellschaft.


Heute um 20.15 wird Bundespräsident Horst Köhler seine Entscheidung über Neuwahlen nach der gescheiterten Vertrauensfrage des Bundeskanzlers in einer Fernsehansprache bekanntgeben.

Die Ansprache wird bei der ARD übertragen.

Anschliessend gibt der Bundeskanzler eine Erklärung zur Entscheidung des Bundespräsidenten ab: 20.35 Uhr im Bundeskanzleramt

Wir gehen davon aus, dass die Erklärung bei den entsprechenden TV-Programmen live übertragen wird.

Für die Filmliebhaber bedauerlich: Der ursprünglich geplante Film “Scheidung mit Hindernissen” (Spielfilm Deutschland 2001) wird dann wohl später folgen, oder komplett entfallen – das war bisher noch nicht herauszufinden…


Unfassbar. In London gibt es wieder Anschläge. Alles ist noch unübersichtlich. Pressekonferenz steht unmittelbar bevor. Hier findest du mehr:

BBC News
n-tv Livestream Video
Spiegel Online
CNN


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So sieht also die nächste Stufe der SPD-Internetkampagne aus!
Nach dem Blog-Angebot der WebSozis, dass sich vor allem an Webmaster der SPD und Mitglieder richtet, bietet die die rote Wahlmannschaft, das Unterstützerteam der SPD, im Internet zusammen mit dem Bloganbieter blogg.de allen die Möglichkeit, ein Weblog aufzuziehen.

roterblogbutton.jpg

Dazu muss man sich nur auf der Homepage der roten Wahlmannschaft registrieren, sein Blog anmelden und schon geht’s los! Das besondere ist, dass für die Zeit des Wahlkampfs auf den “Roten Blogs” keine Werbebanner erscheinen. Also, wer noch nicht bloggt, der sollte jetzt mal langsam anfangen.


Schaut euch mal bitte an, was ich da eben auf Jugeng-fuer-merkel.de gefunden habe.

jugendfuermerkel_blog.jpg

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Thx to FUCKUP-Weblog


Schon über ein Woche vergangen, seit dem letzten Knaller im Internetwahlkampf. Mit Die falsche Wahl startete am 11.7. das Portal zum politischen Gegner.

Und jetzt? Gehen uns etwa die Ideen aus? Natürlich nicht! Hier im Blog werdet ihr zu den ersten gehören, die im Laufe des Tages erfahren, mit was wir in die nächste Phase starten.


Im dem Elternzeitblog der ZEIT habe ich eben einen Artikel gefunden, der ziemlich genau die Situation beschreibt, in der sich die Union aktuell befindet:

Familientechnisch haben sich die Unionsparteien mit ihrer Kanzlerkandidatin Angela Merkel modernisiert. Bei der letzten Wahl traten sie noch mit Edmund Stoiber an, dessen Ehefrau die Kinder betreute, während er Karriere machte.

Jetzt also Angela Merkel, die zum zweiten Mal verheiratet ist, die keine Kinder hat, und deren Mann erfolgreich in seinem Beruf arbeitet. Die Union hat den Sprung von den 50ern in die 90er Jahre geschafft. Vom bürgerlichen Alleinverdienerhaushalt zum Egomodell DINC – doppeltes Einkommen, keine Kinder.

Damit sind CDU und CSU aber noch nicht in der Gegenwart angekommen. Folgerichtig sucht man in ihrem familienpolitischen Programm derzeit ein Wort vergebens, das in den übrigen Parteien inzwischen jedes Mitglied bis runter zum Ortsvorsitzenden im Schlaf buchstabieren kann: Kinderbetreuung.


Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.