Jetzt mehren sich auch Stimmen aus der Union, die CDU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel nahe legen, auf ein zweites Duell mit Bundeskanzler Gerhard Schröder einzugehen. Josef Göppel von der CSU empfahl Merkel „sehr“ ein zweites TV-Duell, da sie sich seiner Meinung nach nicht „mit ihren Argumenten nicht zu verstecken“ brauche.
Spiegel Online schreibt:

SPD-Vize-Fraktionschef Ludwig Stiegler warf Merkel in dem Streit um die Zahl der TV-Duelle Feigheit vor. „In jedem Spiel gibt es eine Rückrunde. Wer die Rückrunde verweigert, verweigert sich dem Spiel“, sagte Stiegler der „Rheinischen Post“. „Wenn Frau Merkels Berater lieber den Feigheits-Vorwurf in Kauf nehmen, als sie zwei Duellen auszusetzen, muss die Furcht groß sein.“ Erst sei Merkel „zur halben Thatcher-Lady“ stilisiert worden, jetzt fürchte man offenbar, dass sie „total dekonstruiert“ werde, sagte Stiegler.

Mich persönlich regte an dem Artikel besonders die Äußerung von CDU-Generalsekretär Volker Kauder auf. Der hat nämlich gesagt, im Terminkalender von Merkel sei „überhaupt kein Tag mehr frei.“ Angela Merkel stellt sich also lieber in irgendeine Schützenhalle im Osten, wo sie sich von 50 überzeugten Dauerwählern feiern lassen kann, als im Fernsehen vor einem Millionenpublikum ihre Politik zu erklären. So jemanden will ich nicht als Kanzlerin sehen.


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