Bevor das wieder zu einer Hysterie mit schlechten Witzen wird, erkläre ich hier lieber eben, worum es geht.
Im Jahr 1950 hatte der damalige SPD-Bezirk Westliches Westfalen die Sterbegeldkasse eingerichtet. Damals zahlte man 20 Pfennig pro Monat ein, zuletzt waren es 26 Cent. Hette ein Mitglied 35 Jahre in die Sterbekasse eingezahlt und starb, so erhielten seine Hinterbliebenen 150 Euro.
Wegen des hohen Verwaltungsaufwandes hatte die NRWSPD bereits im Jahr 2000 entschieden, keine neuen Mitglieder mehr in Kasse aufzunehmen.
Derzeit zählt die Kasse etwa 10.000 Mitglieder.
Am 8. Juli beschloss der NRWSPD-Landesvorstand, die Kasse endgültig aufzulösen und hat anschließend den Mitgliedern der Kasse das Angebot unterbreitet, das Geld entweder ausgezahlt zu bekommen, oder es aber spenden zu können.

NRWSPD-Schatzmeister Norbert Römer schrieb dazu:
„Mit dem Landtagswahlkampf 2005 hat die SPD Nordrhein-Westfalen die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit erreicht, manchmal auch überschritten. Für den bevorstehenden Bundestagswahlkampf müssen wir alle Kräfte darauf konzentrieren, die SPD wieder zu stärken und neue Schlagkraft zu erringen.“

Übrigens: Wenn ihr auch der NRWSPD etwas spenden wollt, könnt ihr das auch im Internet über unser sicheres Spendensystem tun. Jede Spende hilft uns weiter.
Und: Spenden an die SPD sind steuerlich absetzbar.


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Ein Kommentar

  1. Daniel 12. August 2005 · 0:25 Uhr

    Wenn wir bei anderen ein schlechtes Timing bemängeln, so müssen wir dahingehende Kritik wohl akzeptieren. Ich als SPD-Mitglied hätte es besser gefunden die Sterbekasse ( die ja der Abmilderung von Bestattungskosten dienen sollte ) zu reformieren ( klingt heutzutage fast negativ, oder? ). Sollte das unmöglich gewesen sein bleibt halt das schlechte Timing….

    …oder hat es mit dem Durchschittsalter der SPD-Mitglieder und der anstehenden Auszahlungswelle zu tun?
    Ich hoffe da sind wir noch nicht angekommen.


    So, jetzt hat diese, nicht unwichtige, Meldung immerhin einen Diskussionsanstoss…..

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.