Über die Blogs Lobby-Control und Kamikaze-Demokratie bin ich auf eine Untersuchung der IG Metall aufmerksam geworden. Gegenstand der Untersuchung ist eine Analyse des Rechenschaftsberichts der Parteien aus diesem Jahr.
Ergebnis:

“Die politischen Sympathien der Unternehmen und Verbände bleiben auch im Jahr 2003 eindeutig verteilt. Union und FDP kassierten 83 Prozent der Spenden. SPD und Bündnis 90/Die Grünen müssen mit dem relativ kleinen Rest vorliebnehmen. Einsam an der Spitze aller Spender stehen die Metall-Arbeitgeberverbände, die allein 2003 mit 1,1 Millionen dabei waren: 1 Million für Union und FDP, 100.000 für SPD und Grüne. Und es geht weiter: Seit Anfang 2004 ist schon wieder eine knappe Million dazu gekommen.”

Natürlich erwarten alle diese Verbände und Großspender keine Gegenleistungen für ihr Spenden. ;-) Übrigens: Am liebsten mag ich Porsche, die einfach jeder großen Partei (und das schließt die Linkspartei aus) die gleiche Summe spenden.

P.S.: Und das, wo vor allem die FDP angeblich so wenig Geld hat, dass sie jetzt sogar die Krücke von Graf Lambsdorff bei eBay versteigern muss.


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2 Kommentare

  1. www.keinschwarzesdeutschland.blog.de 14. August 2005 · 11:21 Uhr

    Unternehmen spenden schwarz-gelb Millionen

    Thorsten vom nrwspd.blog hat eine Untersuchung der IG-Metall entdeckt, wonach CDU/CSU und FDP 83% aller Unternehmensspenden an politische Parteien unter sich aufteilen:

    “Die politischen Sympathien der Unternehmen und Verbände bleiben auch im Jahr 2…

  2. Sozialdemokrat für Oskar 14. August 2005 · 15:59 Uhr

    Es zeugt in der Tat nicht gerade von Dankbarkeit, wenn Wirtschaftsverbände SPD und Grünen als willfährige Parteien lediglich ein Zehntel dessen spenden was Union und FDP erhalten.

    (Wobei in diesem Kontext die verheimlichten, illegalen Spenden, Kickbacks und anderen Bestechungsgelder an die einzelnen Abgeordneten dieser Parteien außer Betracht gelassen werden.)

    Gesamtmetall, BDI, BDA, DIHT und wie sie alle heißen, haben es nämlich gerade Schröder und seinen grünen FreundInnen zu verdanken, daß sie den ‚Reformstau‘ aufgelöst haben, der durch die Zaghaftigkeit Kohls beim Sozialabbau entstanden ist.

    Hartz IV, Agenda 2010 heißen die Programme, die von Rot-Grün initiiert und mit rücksichtsloser Entschlossenheit durchgezogen werden.
    Dabei setzen Schröder & Co. das Hauptanliegen der Unternehmerverbände — Senkung bzw. Abschaffung der Lohnnebenkosten — wunschgemäß in die Praxis um:

    Wer begriffen hat, daß „Lohnnebenkosten“ das Tarnwort ist für „Geld für Rentner, Kranke, Arbeitslose und Pflegebedürftige“, muß konstatieren, daß in der Tat radikale Kürzungen der Leistungen für Rentner, Kranke, Arbeitslose und Pflegebedürftige vorgenommen wurden und werden.

    Wie die Grünen dabei zu beurteilen sind, zeigen deren Politikerinnen Katrin Göring-Eckardt und Krista Sager, die offen bekennen, daß im Zentrum ihrer Wirtschaftspolitik die Verringerung der „Lohnnebenkosten“ steht.
    Soviel zum Verrat der einstigen Ideale der Grünen.

    Daß die Linkspartei keinen einzigen Cent von Wirtschaftsverbänden erhält, hängt übrigens damit zusammen, daß sich Oskar Lafontaine für die Interessen der Arbeitnehmer, Arbeitslosen, Rentner und Kranken einsetzt — im Gegensatz zu den Prostituierten Schröder, Merkel, Fischer und Westerwelle. . .

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.