Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckart von Klaeden, hat vor dem Arbeitsgericht eine schwere Niederlage einstecken müssen. Eine Angestellte hatte für einen Zweitjob im Internet bei einer Serviceagentur „niveauvolle Begleitung durch charmante, attraktive Gesellschafterinnen“ angeboten und sich Latex und Lackleder tragend fotografieren lassen. Eines dieser Fotos zeigte sie vor dem Jakob-Kaiser-Haus, das zum Deutschen Bundestag gehört. Das war zuviel für den biederen CDU-Mann, der dem Visa-Ausschuß als Obmann vorgesessen hatte. Er feuerte die Angestellte. Das Urteil, das erst jetzt bekannt wurde und bereits im August 2004 ausgesprochen wurde, besagte, dass „die Tätigkeiten eines Begleitservices in der Gesellschaft gebilligt“ würden und somit kein Kündigungsgrund seien. Die Frau gewann den Prozess also und ist noch heute für die CDU tätig. Unter anderem auch, weil von Klaedens Anwalt wohl eine Berufungsfrist versäumt hat.

via Spiegel Online


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11 Kommentare

  1. rolf 21. August 2005 · 18:14 Uhr

    das freut mich, dass dieser von klaeden mal so richtig einen uebergebraten bekommen hat

  2. Jens - politikinside@blogg.de 21. August 2005 · 19:10 Uhr

    Jo sehe ich genauso. Mir geht dieses „überchristliche Auftreten“ bei manchen Unions-Poitikern echt auf den Geist.

  3. Dieter 21. August 2005 · 23:18 Uhr

    Dieser Arogante Faxke, den gönne ich auch mal so richtig was auf Maul.

  4. Jens 22. August 2005 · 4:50 Uhr

    Keine Gewalt! :-)

  5. Teaser 22. August 2005 · 8:23 Uhr

    Herrlich! Ergeht euch in Diskussionen auf Nebenkriegsschauplätzen.
    Wenn es um die wahren Probleme in diesem Land geht, steckt ihr ja lieber den Sand in den Kopf (frei nach einem bekannten deutschen Fußballer)

  6. WebSozisBlog 22. August 2005 · 9:28 Uhr

    Peitschenhiebe der anderen Art

    Rechtsanwalt (!) Eckart von Klaeden hat einem frischen Bericht zu Folge offenbar keine große Freude an Lack und Leder. Es tut ja schon selbst mir als Sozi unsäglich leid, dass die kompetenten Leute, die die Union so in ihren Bundestagsreihen hat, imme…

  7. Klaus 22. August 2005 · 16:55 Uhr

    Gönnt von Klaeden ihr nicht den Nebenverdienst? Sie verdient ja auch wirklich nicht genug mit ihren paar EUR als Sekretärin.

  8. www.keinschwarzesdeutschland.blog.de 22. August 2005 · 23:49 Uhr

    Visa-Obmann verliert den „Lack-und-Leder-Prozess“

    Wie Spiegel-Online berichtet, hat Eckart von Klaeden, seines Zeichens parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag und Obmann im „Visa-Ausschuss“ jetzt vor Gericht eine herbe Niederlage einstecken müssen: Eine seiner An…

  9. Latex-Dame 26. August 2005 · 12:09 Uhr

    Natürlich geziemt sich nicht, „im Negligé, Latex und Lackleder sich auf einem Tisch vor dem Bundestag zu räkeln“. Skandalös! Jetzt ist die Bundestagsverwaltung gefragt, sie soll schnellstmöglich die Tische vor dem Bundestag entfernen! Sonst werden sich noch andere Sekretärinnen auf den Tischen positionieren!

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