Christoph Schwannicke in der Printausgabe der Süddeutschen Zeitung zum Parteitag der CDU in Dortmund:

„So viel Klatschvieh neben den Delegierten ist noch nie zu einem Parteitag gekarrt worden.“


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2 Kommentare

  1. Oliver 29. August 2005 · 11:53 Uhr

    Gerade gefunden bei politik & kommunikation:

    Christoph Schwennicke kommentiert den CDU-Parteitag in der Süddeutschen Zeitung so: „So viel Klatschvieh neben den Delegierten ist noch nie zu einem Parteitag gekarrt worden. (…) Angela Merkel, das einst authentische Mädchen aus Templin, wurde am Sonntag zur Laura Croft [sic!] der deutschen Politik, zur Kunstfigur, die in die Wirklichkeit zurückkehrt.“ Über den CDU-Parteitag sinniert auch Robert Birnbaum auf der Seite 1 des Tagesspiegels. In Anlehnung an den Brauch der Fürsten und Ritter zur Huldigung der Kaiser im Mittelalter meint Birnbaum: „Die Fürsten waren nur zur Huldigung bereit, wenn ihre Privilegien verbrieft waren.“ Angela Merkel könne zwar „nicht an den Fürsten vorbei regieren – aber Frontmachen gegen eine ‚eigene‘ Bundesregierung haben so richtig nur die Bayern drauf. Das düstere Gemälde einer Königin Merkel Ohneland ist darum surreal.“ Dennoch bleibt Birnbaum pessimistisch. „Wenn sie gut regiert, kann ihr alles egal sein. Bei der ersten Panne darf sie auf Loyalität nicht mehr bauen.“ Laut taz ist das Erscheinungsbild der CDU-Parteitage dagegen gewöhnungsbedürftig, weil sie „inzwischen aussehen wie Fußballstadien bei Länderspielen der holländischen Nationalmannschaft: tausende T-Shirts, tausende ‚Angie‘-Pappschilder, alles in der neuen Parteifarbe Orange“. Die FAZ kommentiert die Treuebekundungen der CDU-Ministerpräsidenten für Merkel in Dortmund als „pflichtgemäß“ und „nicht überschwänglich“. Der föderale Grundzug der CDU werde nach einem Wahlsieg womöglich noch deutlicher werden. Rüdiger Scheidges kommentiert im Handelsblatt, der Sieg sei Merkel nicht mehr zu nehmen. Trotzdem werde die Union in der Endphase „das Türkei-Thema hochjazzen“ und auch mit Ausländerkriminalität, Terrorismus und deutsche Leitkultur emotionalisieren, um noch genug Unentschlossene zu mobilisieren, damit es für eine Koalition mit der FDP reicht.

  2. Thorsten - blog.nrwspd.de 29. August 2005 · 12:55 Uhr

    @ oliver
    Danke für die Ergänzung. 100% agree.

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