Angesichts steigender Umfragewerte und einer möglichen Mehrheit für eine Koalition aus SPD, FDP und Grünen hält der ehemalige Ministerpräsident von Niedersachsen eine Ampelkoalition für „nicht ausgeschlossen“.

Pünktlich zum heutigen Wahlparteitag der FDP hat der SPD-Aufsteiger Sigmar Gabriel eine Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen ins Gespräch gebracht. Der Niedersachse bringt sich für die Zeit nach der Wahl in Stellung – wichtige Sozialdemokraten unterstützen ihn.
(…)
Ähnlich äußerte sich Parteienforscher Jürgen Falter: „Wenn es das Wahlergebnis zulässt, würde die SPD mit Sicherheit eine Ampel-Koalition versuchen, um weiterhin den Kanzler zu stellen“, sagte der Politikexperte.

Für die Grünen wäre ein solches Bündnis attraktiver als die Opposition, da Joschka Fischer Außenminister bleiben könnte. Eine Beteiligung der FDP hält Falter aufgrund ihrer großen inhaltlichen Differenzen zur SPD am schwierigsten: Diese sei „unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.“

Tja, in einer Demokratie sollte es ja theoretisch möglich sein, dass jede Partei mit jeder ein Bündnis eingeht, aber ich weiß nicht, ob die inhaltlichen Differezen zwischen SPD und FDP nicht doch ein wenig zu groß sind. Was meint ihr?


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11 Kommentare

  1. Veritas 11. September 2005 · 13:33 Uhr

    Die SPD will die Mehrwertsteuer auch auf 18 PROZENT erhöhen. Wieso wird das verschwiegen?

    SCHEISS LÜGNER!!!

  2. Klaus 11. September 2005 · 15:24 Uhr

    Guido hat doch schon abgelehnt. Er wolle nicht mit Trittin in einem Kabinett sitzen.

  3. Thorsten 11. September 2005 · 16:18 Uhr

    @ Klaus
    Wer sagt, dass eine mögliche Ampel mit Guido gemacht werden muss. Es gibt in der FDP sicher Menschen in der zweiten Reihe, die nichts dagegen hätten mit der SPD zusammen zu regieren. Dann muss der Guido halt in Frührente, oder in die CDU eintreten oder sowas.

  4. Peter 11. September 2005 · 21:08 Uhr

    Ich kann eigentlich jeder der „großen“ Parteien etwas Positives abgewinnen, außer der CDU. Um aber nicht ganz so frustriert zu sein, wenn die CDU die Wahl gewinnt, habe ich mit nem Kumpel um einen Kasten Bier gewettet, dass es eine große Koalition geben wird. Mein Kumpel tippt auf Rot-Grün.

    Jetzt, da Schwarz-Gelb in den Umfragen keine mehrheit mehr hat, werde ich wohl gewinnen. Im Falle von Rot-Rot-Grün, Schwarz-Gelb oder Ampel-Koalition teilen wir uns den Kasten und betrinken uns aus Freude oder Frust – das kommt ganz auf die Konstellation drauf an…

  5. Sozialdemokrat für Oskar 12. September 2005 · 1:45 Uhr

    Ob Ampelkoalition oder Merkel pur — beides ist inakzeptabel:

    „Der Wechsel von Schröder zu Merkel ist allenfalls ein Wechsel der Frisur, aber kein Politikwechsel.“ Beide würden dem kleinem Mann nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Die etablierten Parteien seien keine Alternative, ihre von den Wirtschafts- und Unternehmerverbänden diktierte Politik zerstöre das Familien- und Gemeinschaftsleben in der Bundesrepublik, und dass die neoliberale Philosophie falsch sei, sehe man doch am Beispiel New Orleans, wo die Stärken den Schwachen eben nicht helfen. „Wir wollen keine Berger- und McKinsey-Politik, sondern eine soziale und gerechte Politik, die die Interessen des Volkes vertritt und die nicht über deren Kopf hinweg entschieden wird.“

    http://www.ez-online.de/lokal/stuttgart/stuttgart/Artikel63602.cfm

  6. CDU ist gut! 12. September 2005 · 8:41 Uhr

    Ihr nehmt uns nicht den Koalitionspartner weg!
    Wir gewinnen von der CDU zusammen mit der FDP und notfalls nehmen wir die Linkspartei dazu.
    Wir wollen doch nur eins: Schröder weg.
    Merkel wird von der Industrie bezahlt und nicht von Steurzahler. Oskar hilft uns und bindet das Arbeiterpotenzial. Die FDP macht den Turbo und schafft endlich den scheiß sozialstaat ab!
    Sozialstaat ist scheisse – Mehrwertsteuer auf 28% – reichensteuer weg!
    reiche schaffen Arbeit! Deshalb CDU

  7. Michael Vinzens 12. September 2005 · 18:20 Uhr

    Herr je! wer kann denn den Dicken Gabriel schon glauben. Der sitzt doch so selbstgefällig in seiner Hülle aus Speck, dass der nicht mal spüren würde, wenn ein Hartz-IV-ler ihm in einer Toiletten-Schüssel-sitzend den Hintern abwischt, so wenig Feingefühl ist diesem Menschen eigen.

    Zur Zeit gibt es 3 Opportunisten in der SPD/Grünen-Regierung:

    Schröder, Fischer, Gabriel. Diese 3 drehen Ihre Hälse so in den Wind, dass Sie möglichst schnell und lange regieren können. Es wäre besser sie bieten Ihre Hintern feil, damit der Fußtritt genau dahingelangt, wo er hin sollte.

    und als 4. Abtrünnigen: Lafontaine, der übrigens damals 1989 gegen die Einheit war.

    Bei der SPD ist jede Koalition möglich, selbst in der gleichen Wahlnacht, wie bei der Sozial-Liberalen-Koalition mit Brandt.

    guten Tag.

  8. Edelstrauß 13. September 2005 · 0:53 Uhr

    Jetzt also das auch noch?
    CSU-Mann bringt Koalition zwischen CDU/CSU, FDP und PDS ins Gespräch!
    Es darf nicht wahr sein, was der CDU/CSU in ihrer Panik wiederfährt: Jetzt knicken die ersten CSU-Leute ein und bringen in Gesprächen auch die Option „vorrübergehend mit der Linkspartei zu Koalieren“ ins Gespräch –
    ausgerechnet, nachdem Unions-Wadenbeisser Volker Kauder verkündet hatte, man würde jetzt einen Lagerwahlkampf führen.

    Die Begründung lautet „Linkspartei und CDU/CSU sowie FDP haben gemeinsame Feinde: Gerhard Schröder und seinen Aussenminister Joschka Fischer. Man muss überlegen, ob man für eine konkrete Auseinandersetzung nicht so weit geht und kurzzeitig mit der Linkspartei zusammengeht um eine Schwarz-Gelbe Koalition zu ermöglichen.“

    Dazu fällt einem nichts mehr ein!
    Ausgerechnet die Rechtsaußen von der CSU schlagen jetzt so eine Option vor! Da werden sich Gisy und Lafontaine aber freuen – und Merkel sich die Haare raufen!

    PS: Schwarz-Gelb-Lila hätte eine absolute Mehrheit…

  9. Katrin 22. September 2005 · 14:43 Uhr

    Leute wacht auf, hier will doch keiner eine Lösung! Hier geht es um Geld, Geld, Geld,…

    Wer das Rennen macht gewinnt den Pokal! Das ist in der Politik nichts anderes wie im Sport. Und das Volk will, daß keiner einen Pokal bekommt. Das Volk hat doch nur eine Möglichkeit, dies zum Ausdruck zu bringen – mit einer Wahl, die unentschieden endet. Glückwunsch den Deutschen, die sind ja doch nicht ganz doof!!!

    Bleibt die Hoffnung, daß die Politiker mal begreifen, bevor es in eine Richtung geht, die wir alle nicht wollen!

    Und zu „CDU ist gut“ wollte ich noch was sagen:
    Natürlich schaffen Reiche die Arbeit, aber dazu sollten sie erst mal die Spielregel beherrschen. Solange Europa nach aussen seine Position nicht stärkt, wird es zumindestens in unseren Breitengrad nicht mehr Arbeit geben. Wieso wird eigentlich auf Produkte aus Asien und Amerika kein gebüriger Zoll aufgeschlagen? Und warum werden die in Europa produzierenden Unternehmen im Wettbewerb alleine gelassen bzw. in Deutschland mit Auflagen versehen, die völlig unrealistisch sind und noch aus Kohls Zeiten stammen?

    Im übrigen bin ich dafür, daß nicht jeder Politiker sein kann, sondern daß mal endlich eine Aufnahmeprüfung gemacht werden sollte.

  10. A-DogG 30. September 2005 · 11:01 Uhr

    Die politische Lage Deutschlands ist am Ende! Und jetzt haben wir noch nicht einmal eine anständige Regierung! Wie soll das nur weitergehen???

  11. A-DogG 30. September 2005 · 11:02 Uhr

    Die politische Lage Deutschlands ist am Ende! Und jetzt haben wir noch nicht einmal eine anständige Regierung! Wie soll das nur weitergehen???

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.