In der Hektik gestern habe ich doch glatt vergessen, das vorläufige Endergebnis (Schließlich steht ja noch die Nachwahl in Dresden aus) zu verkünden. Dies sei hiermit nachgeholt.

SPD 34,3% (-4,2%)
CDU 35,2% (-3,3%)
Grüne 8,1% (-0,5%)
FDP 9,8% (+2,4%)
Linke/PDS 8,7% (+4,7%)
Andere 3,8% (+0,8%)

Damit ist so gut wie alles möglich. Sämtlich Parteien schließen fast alles aus. Die nächsten Tage werden spannend werden.


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24 Kommentare

  1. Sozialdemokrat für Oskar 19. September 2005 · 9:57 Uhr

    Das zufriedenstellende Wahlergebnis von 8,7 % für die Linkspartei entspricht den angekündigten Erwartungen unserer Spitzenkandidaten Oskar und Gregor, womit unser Wahlziel erreicht ist :-)

    An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Freunden und Freundinnen, Genossen und Genossinnen bedanken, die ihrem sozialen und pazifistischen Gewissen folgend am gestrigen Wahltag der Linkspartei ihre Stimmen gaben.

    Als penetrante Opposition im Bundestag werden wir niemanden enttäuschen, für laute Kritik sorgen, den neoliberalen Parteien die Leviten lesen und unablässig aufzeigen, daß es sehr wohl eine Alternative zur extremistischen Ideologie des Neoliberalismus gibt, nämlich die Soziale Marktwirtschaft.

  2. Sozialdemokrat für Oskar 19. September 2005 · 11:03 Uhr

    ACHTUNG !

    Jetzt auf Phoenix: Pressekonferenz der Linkspartei mit Oskar.

    Einschalten und gucken!!!

  3. Malik 19. September 2005 · 12:07 Uhr

    Auch wenn in Dresden noch nachgewählt wird. Es wird eigentlich nichts mehr ändern. Selbst bei 99% SPD-Stimmen in dem Wahlbezirk käme die SPD bundesweit nicht ganz and die CDU heran.Aber der Wahlkreis wird eh ein Ergebnis von 20+% für die Linkspartei ergeben.

  4. Klaus 19. September 2005 · 12:12 Uhr

    Und wieder entscheiden die „frustrierten Ostdeutschen“ die Wahl. Wenn es so läuft, wie es sich die Sozialdemokraten wünschen, gewinnen sie einen Sitz dazu und die Schwatten müssen einen abgeben.

  5. Peter 19. September 2005 · 12:55 Uhr

    ne, diesmal waren’s die Nordis. Die Südis sind aber auch nicht mehr das was sie mal wahren (unter 50% für die CSU in Bayern).

    Selbst wenn in Dresden 219.000 Stimmen auf die SPD entfallen, fehlen noch ca. 230.000, um mit der Union gleichauf zu liegen.

    Naja, wenn es überall so helle Köpfe geben würde wie bei uns in Gelsenkirchen, dann wär das Land wieder in Ordnung ;-)

    http://wahl.gelsenkirchen.de/result.aspx?absolut=0&sonstige=0&wahlart=0&group=1&stimme=2&filter=0&id=0&autorefresh=False&titel=

  6. Jens - politikinside@blogg.de 19. September 2005 · 13:40 Uhr

    Ich hätte nie gedacht, dass ich irgendwie froh bin dass die Linkspartei im Parlament ist. Wenn Oskar nicht da wäre, dann wäre das noch besser *lol*

    Denn irgendwie hat sie auch dazu beigetragen, dass es für Schwarz-Gelb nicht reicht. Auch wenn wir leider etwas drunter leiden mussten *g*

  7. ofuaeshipn 19. September 2005 · 14:32 Uhr

    IHR SEID PEINLICH!!!

    WIE DIE KINDER, DENEN DIE FÖRMCHEN ABGENOMMEN WERDEN!!!

    EINE SCHANDE!

    ZUM GLÜCK IST DEER POLITCLOWN SCHROEDER GESCHICHTE!

  8. Die bunte Republik 19. September 2005 · 15:08 Uhr

    Das Ergebnis der Wahl ist „Kein Ergebnis“

    Nachdem nun das vorläufige amtliche Endergebnis feststeht, muss ich feststellen, dass der Wähler tatsächlich das schlimmste (also eine schwarz-gelbe Koalition) verhindert hat. Um die zunehmende Konfusion zwischen schwarzen, roten, gelben, lilafarbenen …

  9. peti 19. September 2005 · 15:54 Uhr

    Das Verhalten von dem noch Kanzler Gerhard Schröder ist einfach nur peinlich und eine Schande für Deutschland.

    Wenn eine Person so unter Realitätsverlust leidet ist es ein Wunder wie so eine Person 7 Jahre Deutschland regiert hat.

  10. Malik 19. September 2005 · 22:05 Uhr

    @ peti

    Abseits aller Parteigeplänkel, aber Schröder war gestern wirklich nur peinlich. Arrogant und überheblich, unausstehbar.

  11. Edelstrauß 20. September 2005 · 10:10 Uhr

    Tja, also Schröder wird wohl dennoch nächster Bundeskanzler – oder keiner wird es.
    Die Union wird früher oder später Merkel rupfen – und selbst, wenn die es noch ins Kanzleramt schafft, wird sie mit diesem miserablen Ergebnis nicht lange dort verweilen.
    Arme Union – ja, ihr habt euch das selbst eingebrockt.
    Wo sind denn eigentlich die ganzen Großkotze von euch, die in den letzten Wochen laut verkündet haben, sie seien sowieso schon Sieger?

  12. Malik 20. September 2005 · 14:00 Uhr

    Köstlich, wie Wahlverlierer auf alle anderen schimpfen.

  13. Klaus 20. September 2005 · 15:01 Uhr

    Wieso war Schröder peinlich? Er hat nur seinen Führungsanspruch geltend gemacht. Es ist Fakt, dass die SPD stärkste Partei ist. Denn CDU und CSU bilden zwar die stärkste Fraktion, aber es sind zwei Parteien. Ich glaube außerdem nicht, dass eine Jamaika-Koalition regierungsfähig ist. Da gibt es zuviele Differenzen.

  14. Malik 20. September 2005 · 17:26 Uhr

    „… ich habe ….“
    „… glauben Sie wirklich, außer mir …“

    Und das 2-Parteien-Gesabbel ist wirklich unterste SChublade und billigste Advokaten-Kacke. Und da wo so gedacht wird, will man den Führungsanspruch? NIEMALS!

  15. Jens - politikinside.blogg.de 20. September 2005 · 17:33 Uhr

    Fakt ist die CSU und die CDU sind 2-Parteien und bilden nur im Bundestag eine gemeinsame Fraktion. Jeder hat einen eigenen GS und einen eigenen Parteivorsitzenden.

  16. ra 20. September 2005 · 17:45 Uhr

    hi,
    ich finde dieses 2Parteien gesabbere doof, Leute ihr könnt euch nicht eingestehen das die SPD und die Union die Wahl verloren hat, denn jetzt muss zu ersten Mal ein zweiter kleiner Partner ran und dies wir sehr schwer werden!

  17. Peter 20. September 2005 · 18:07 Uhr

    Ist es nicht so, dass die stärkste Fraktion (!) den Regierungsauftrag bekommt? Aber wie dem auch sei, die Koalition mit den meisten Sitzen wird regieren. Die Schwampel ist ziemlich unwahrscheinlich, taugt höchsens als Unwort des Jahres.

    Ich glaube ja, es wird eine große Koalition für ca. zwei Jahre geben.

  18. Klaus 20. September 2005 · 21:38 Uhr

    Die „Jamaika-Koalition“ würde allerdings vorzüglich zu einer Bananenrepublik passen.

  19. bazinho 21. September 2005 · 12:25 Uhr

    Es ist nirgends festgelegt, das die stärkste Fraktion oder Partei im Bundestag irgend einen Regierungsauftrag hat. Das mag man zwar so interpretieren, grundsätzlich hat aber jede Koalition die eine Mehrheit der Abgeordneten hintersich versammelt vom Volk den Regierungsauftrag bekommen.
    Das der Kanzler bisher zumeist aus der stärksten Fraktion (zumindest der größten innerhalb der Koalitionen) kam, war Folge der jeweiligen Koalitionsverhandlungen und kein irgendwo festgelegter Anspruch.

    Zu dem Union = zwei Parteien Ding ist zu sagen, das ist formal gesehen vollkommen richtig. Und so lange die Union diese Karte auch immer dann spielt, wenn es für sie nützlich ist, dann dürfen die anderen auch so handeln. Aber es hindert die Unionsparteien ja keiner daran zu zeigen, dass sie eine Partei sind und dann auch nur noch auf einen statt wie bisher Vertreter zwei in den Talkshows zu pochen.

  20. Jörn 22. September 2005 · 20:39 Uhr

    Hallo, Leute, Fakt ist doch, daß es sehr schwer wird, eine vernünftige Regierung zu bilden, was ich schade finde, zumal Deutschland diese dringend benötigt.
    Mein Vorschlag:
    -die FDP mit dem Oberheini Westerwelle darf ÜBERHAUPT nicht in eine Regierung in Deutschland. Die machen nur show und das benötigen wir nicht.
    – Es wird sicher eine Große Koalition geben. Ich meine, daß sagen wir für 2 Jahr der Kanzler Schröder das machen sollte und alles in Ruhe mit der CDU/CSU abstimmen sollte.
    Dann gibt es sicher weniger Probleme auch mit den Bundesrats-Bossen.
    Danach sollte, wenn sich alle einig sind, die Labertante oder einer ihrer Unterstützer an die Reihe kommen, was zumindest insgesamt fair ist.

    MfG

    Jörn

  21. Jana 23. September 2005 · 7:52 Uhr

    Ich fand Schroeders Auftreten auch eher peinlich. Zwar ist er der Medienkanzler aber das waren keine guten Auftritte mehr, meiner Meinung nach.
    Insgesamt täte eh mal mehr direkte Kommunikation mit den Wählern/Bürgern gut, als nur mit den Medien oder über die Medien.
    Vielleicht sollte er sich mal solche Artikel näher durchlesen …:
    http://www.presseportal.de/story.htx?nr=724448&firmaid=59147

  22. Sebastian 26. September 2005 · 20:28 Uhr

    Ich fand Schröders Auftritt nicht nur peinlich sondern auch sehr unverschämt.
    Es ist nicht nachzuvollziehen, warum das Argument gelten soll, dass die größte Partei den Kanzlerkandidaten stellen soll.

    Zu den Sondierungs- und Koalitionsgesprächen laden doch Frau Merkel und Herr Müntefering in der Funktion als Fraktionsvorsitzende ein, und nicht etwa die Parteivorsitzenden. Mir ist klar, dass Müntefering auch Parteivorsitzender ist, aber zu den Gesprächen hat er ja als Fraktionsvorsitzender eingeladen, so wie es üblich ist.

    Es treffen sich also die SPD-Fraktion und die CDU/CSU-Fraktion und nicht etwa die die Parteien.

    Da die CDU/CSU-Fraktion mehr Stimmen bei der Wahl bekommen hat steht es ihr demnach auch zu die Kanzlerin zu stellen. Nebenbei bemerkt, hat CDU/CSU nicht nur mehr Stimmen sondern auch mehr Mandate, woran die Nachwahlen auch nichts mehr ändern werden.

    Vielleicht wissen es ja einige nicht, aber die CDU kann man in Bayern nicht wählen, die SPD aber sehr wohl. Und die CSU kann man nur in Bayern wählen und sonst in keinem anderen Bundesland.
    Also sind beide Fraktionen ein Zusammenschluss der Abgeordneten von Parteien die deutschlandweit (in jedem Bundesland durch eine Partei vertreten) gewählt werden können.

    Mir ist auch nicht klar, warum in den Medien von einer „Kanzlerfrage“ berichtet wird, in der beide Parteien nicht nachgeben würden.
    Wieso nachgeben? Wieso besteht da überhaupt eine Frage?
    Das ganze ist doch bloß eine Behauptung die von Herrn Bundeskanzler Schröder zu Unrecht in die Welt gesetzt wurde.

    Die Leute haben gewählt und die Fraktion mit den meisten Stimmen stellt den Kanzler, und da ist es ganz egal wie knapp die Mehrheit ist. Mehrheit ist Mehrheit.
    Also heißt die Kanzlerin Frau Merkel.
    Hätte die die SPD mehr Stimmen als die Union wäre es Herr Bundeskanzler Schröder

    Schöne Grüße aus dem Ruhrgebiet

    Sebastian

  23. Oliver B. 3. Oktober 2005 · 10:37 Uhr

    Ich finde das Gebahren von Schröder und Müntefering in den letzten Wochen und auch gestern nach der klar verlorenenen Dresden-Wahl ebenfalls eher peinlich und in jedem Fall eines Bundeskanzlers unseres Landes unangemessen.

    Der oben geäußerten Ansicht zur Union schließe ich mich an. Es wird von Herrn Müntefering vergessen, dass die CSU nun einmal in Bayern als einzige Partei für das christlich-konservative Lager zur Wahl steht. Sie tut dies insoweit an der Stelle (!) der CDU, die wiederum in dem bevölkerungsreichen Bundesland Bayern selbst eben gerade keine Stimmen vom Wähler erhalten kann. Aus diesem Grund gibt es ja seit so vielen Jahrzehnten die Union. Andernfalls vergleicht man Äpfel mit Birnen, denn die SPD hat die Wählerstimmen aus 16 Bundesländern erhalten, die CDU nur aus 15. Man könnte ja andernfalls auch der SPD einmal ihr im stärksten Bundesland ezieltes Wahlergebnis vom Gesamtergebnis abziehen und die Parteien dann gegenüber stellen.

    Und noch etwas: Ist es nicht durchschaubar, dass die SPD erstmals jetzt, wo sie die von ihr selbstinitiierte Neuwahl denkbar knapp hinter der Union verloren hat, erstmals behauptet, die CDU müsse als eigenständige Partei betrachtet werden?

    Unglaublich finde ich auch (und ich bin übrigens kein Unionsmitglied), wie Schröder mit Frau Merkel öffentlich umgeht. Das Verhalten kann m.E. nur als chauvinistisch-arrogant und in hohem Maße diskriminierend bezeichnet werden. Noch nie wurde ein Spitzenkandidat einer Partei in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund seiner Person und – wie ich meine – auch seines Geschlechts derart offensichtlich angegangen. Schröder, der mich bei Amtsantritt 1998 mit seiner Politik der neuen Mitte überzeugt hatte, disqualifiziert sich mit diesem Verhalten als Person und auch historisch als ehemaliger Bundeskanzler. Es ist bedauerlich, dass viele SPD-Anhänger aus falsch verstandener Parteitreue diesem m.E. offensichtlichen Umstand gegenüber die Augen verschließen und lieber in die Durchhalteparolen vom doch noch erzielten Wahlsieg einstimmen.

    Oliver B.

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