CDU/CSU und Grüne haben heute ihre „Sondierungsgespräche“ ergebnislos abgebrochen. Eine Stunde und dreißig Minuten haben die Gespräche gedauert, bis die drei Parteien Vertreter vor die Presse schickten, die das Scheitern der Gespräche verkündeten. CSU-Chef Stoiber sagte: „Die Gegensätze waren doch sehr, sehr groß, wie wir es schon vorher vermutet hatten.“ Sie seien so groß, dass er weitere „Sondierungespräche“ im Moment nicht mehr für möglich hält. Die Grünen hätten CDU und CSU aufgefordert zu erklären, welche Konsequenz sie daraus ziehen, dass ihr Wahlkampf für eine antiökologische Politik gescheitert ist. „Die Antwort auf diese Frage sind uns Frau Merkel und Herr Stoiber schuldig geblieben.“, sagte der Vorsitzende der Grünen, Bütikofer.

Mir persönlich fällt ein Stein vom Herzen. Wie hätte dieses Kabinett denn regieren sollen. Trittin und Beckstein wären nie im Leben unter einen Hut zu bringen gewesen. Jetzt bin ich gespannt was als nächstes kommt.


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13 Kommentare

  1. Jens - politikinside@blogg.de 23. September 2005 · 16:00 Uhr

    Ich hatte auch schon damit gerechnet, dass aus der Jameika-Koalition nichts wird, aber ich denke es wird leider auf ne Große Koalition herauslaufen, auch wenn ich die FDP in ner Ampel akzeptieren könnte.

  2. Benno 23. September 2005 · 22:34 Uhr

    @Jens: Was heißt hier „es wird LEIDER auf ne Große Koalition herauslaufen“? — Ich für meinen Teil bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden (auch wenn es natürlich noch optimaler gewesen wäre, wenn die SPD stärkste Kraft geworden wäre und Gerd den Anspruch auf den Kanzlerposten hätte stellen können). Eine Ampel hätte auf Dauer ebenso wenig geklappt wie die Jamaika-Koalition. Daran hat auch noch mal das Spiegel-Sonderheft zur Wahl erinnert: In beiden Fällen, in denen überhaupt eine Ampel auf Länderebene ausprobiert wurde (Brandenburg 1990-94 und Bremen 1991-95), sind diese Bündnisse noch vor Ablauf der Legislaturperiode auseinandergebrochen. Und Instabilität ist nun wirklich das Letzte, was Deutschland derzeit gebrauchen kann.

    Jetzt ist der Weg frei für eine stabile Koalition, die so manchen großen Wurf landen könnte. Nach dem Frust mit der kurz vor Toresschluss gescheiterten Föderalismusreform ist mir, glaube ich, erst so richtig bewusst geworden, dass dieses Land nicht mehr diese nervigen, rein parteitaktisch motivierten Blockaden gebrauchen kann.

    UND: Wir werden wohl Peer Steinbrück als Vizekanzler (und damit auch als Kanzlerkandidat 2009?) bekommen! Ist das denn nichts?

  3. Sandra 24. September 2005 · 0:06 Uhr

    Wie der KAISER sagt: „Schau´n mer mal“
    Mehr fällt mir zu diesem Kasperle Theater auch nicht mehr ein….

  4. Sandra 24. September 2005 · 0:06 Uhr

    Wie der KAISER sagt: „Schau´n mer mal“
    Mehr fällt mir zu diesem Kasperle Theater auch nicht mehr ein….

  5. Edelstrauß 24. September 2005 · 1:07 Uhr

    Schade!
    Ich hätte mir wirklich die Schwampel gewünscht! Das hätte den Vorteil gehabt, dass die SPD die einzige Partei gewesen wäre, die in Zukunft Stimmen gewonnen hätte. Linkspartei wäre überflüssig geworden, die Grünen hätten sich stark dezimieren müssen und FDP und CDU-CSU ihren Schlingerkurs in die politische Unterdurchschnittlichkeit fortgesetzt. Nach spätestens zwei Jahren hätte dann ein sozialdemokratischer Kanzler das Land übernehmen und wieder vernünftige Politik machen können.
    So wird wieder von der Union herumgewurschtelt…
    Apropos: Wo ist eigentlich unser „König der Herumeierei“, Jürgen „Rolle“ Rüttgers geblieben?
    Ich habe ewig nichts mehr von ihm gehört, nach seiner grandiosen Niederlage bei der BTW hätte ich ja mal eine Stellungnahme erwartet!

  6. Jens - politikinside@blogg.de 24. September 2005 · 10:36 Uhr

    @Benno Ganz einfach, weil in einer großen Koalition keine sozialdemokratische Politik gemacht werden kann, sondern weiter neoliberale Politik, die gescheitert ist. In einer Ampel hätte sich jeder etwas anpassen müssen und dies wäre sicherlich gelungen.

    Ein Vorteil ist, wie du schon gesagt hast, dass sich die Union nun auch bewegen muss und es keine Blokadepolitik des Bundesrates mehr gibt.

    @Edel Wo der Rolle ist? Der hat sich in ein kleines Kämmerchen im Stadttor mit Tonnen an Tempos eingeschlossen *lol*

  7. angelika koch 24. September 2005 · 17:09 Uhr

    Ja hallo,
    ihr seid doch mit ner großen Koalition überwiegend einverstanden?? Rot-grün war Euch anscheinend nicht so wichtig, danke für die Denkhilfe für uns Grüne. Steinbrück… um himmels willen. Ich gehe davon aus, daß Ihr alle nochso jung seid, daß Ihr Willy Brandt nicht mehr erlebt hat. Danach kam Helmut Schmidt. Und die Konsequenz daraus war die Gründung der Grünen. Die habt ihr anscheinend ganz vergessen und auch kein Interesse daran. Klar, wir kriegen eine große Koalition. Dafür müssen vorher Schröder und Merkel abtreten. Aber danach… Wulff, o.k. (Koch?nee danke). Aber Ihr würdet wirklich Steinbrück akzeptieren? Ich glaube, dadurch wäre das Tischtuch zwischen Grünen und der SPD absolut durchschnitten. sorry.

  8. Jens - politikinside@blogg.de 24. September 2005 · 17:58 Uhr

    Wer sagt denn, dass wir mit einer Großen Koalition einverstanden sind?? Also ich persönliche akzeptiere eine Große Koalition nur zähneknirschend. Mir wäre eine rot-grüne Bundesregierung natürlich am liebsten, aber leider hat der Wähler sich gegen diese Konstellation ausgesprochen.

    Es gibt nur diese Möglichkeiten:

    – Schwampel (Abgelehnt)
    – Ampel (Da will die FDP net)
    – Große Koalition
    – Rot-Rot-Grün (Keine der Parteien wollen)

    oder

    Neuwahlen (Und darauf hat wohl keiner Bock und wäre auch nicht gerade Demokratisch, denn wir haben ein Wählervotum)

  9. David 24. September 2005 · 19:48 Uhr

    @ Angelika Koch

    Ich sehe das ähnlich wie Jens. Natürlich hoffe ich auf die große Koalition, aber eben nur angesichts der Tatsache daß rot-grün keine Mehrheit hat. Ich bin von ganzem Herzen ein rot-grüner Sozialdemokrat.

    Und die Popularität Peer Steinbrücks beruht doch wohl eher auf seiner Persönlichkeit, als auf seiner programmatischen Ausrichtung, demnach würde ich das nicht als absage an rot-grün verstehen….

  10. Jens - politikinside@blogg.de 24. September 2005 · 19:53 Uhr

    Naja und eigentlich kann Peer auch mit den Grünen gut, auch wenn es den Stress damals in der Koalition gab, deshalb würde ich das auch nicht als Zeichen gegen Rot-Grün sehen. Das Modell Rot-Grün ist in meinen Augen nur an der Blockade der Union gescheitert.

  11. Sozialdemokrat für Oskar 5. Oktober 2005 · 4:03 Uhr

    Bei Schwarz-Gelb-Grün: Einladung aus Jamaika

    Sollten sich Union, FDP und Grüne auf eine so genannte Jamaika-Koalition einigen, dürfen sich die beteiligten Politiker auf eine Einladung in die Karibik freuen.

    „Wenn eine solche Koalition zu Stande kommen sollte, laden wir alle Beteiligten nach Jamaika ein“, versprach die Botschafterin des Karibik-Staates in Berlin, Marcia Gilbert-Roberts.

    „Es ist schön, dass unser Land dadurch in aller Munde ist“, sagte sie. „Wir finden das lustig und sehen es gelassen.“

    http://www.n-tv.de/581660.html

    Fragt sich nur, ob Fräulein Westerwelle eine „Cruising“-Reise nach Jamaika auch lustig finden würde. . .

    http://www.etuxx.com/diskussionen/foo163.php3

    *böse-grins*

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