
Heute waren Bundeskanzler Gerhard Schröder, SPD-Parteichef Franz Müntefering und der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit zu Gast ist in Oberhausen. Vor 8.000 Zuschauern ging es darum, 2 Tage vor der Wahl noch einmal um jede Stimme zu kämpfen. Mit dabei war die Musikgruppe „Brings“.
„Brings“ waren auch die ersten, die mich in Oberhausen-Sterkrade vor dem technischen Rathaus begrüßten. Zwar habe ich mich gefragt, warum die ihren Song „Willkommen in Kölle, willkommen tu hues“ (Ich hoffe, ich schreibe das ansatzweise richtig) unbedingt auch in Oberhausen spielen mussten, aber als sie hinterher „Superjeile Zick“ gespielt haben, hat der Platz getobt.
Auch wenn wir hier eigentlich nie die normalen Pressemitteilungen der SPD oder der NRWSPD aufgreifen, gibt es heute eine Meldung, die mich zu einem Beitrag veranlaßt. Die Zahlen sprechen für sich: Über das Internet haben wir unser 10.000stes Mitglied gewonnen. Der Eintritt in die Partei über das Internet ist bei uns (als erster Partei!) seit Dezemer 2003 möglich.
Jetzt wird es also Zeit – wenn du nicht eh schon Mitglied in der SPD bist – einzutreten und die nächsten 10.000 zu starten!
Wer mehr über die Strukturen, arbeitsweise und Möglichkeiten in der NRWSPD erfahren will, ist hier richtig.
Wer erstmal ein bischen schnuppern will, ist zum Start in unserem Mitmach-Center ganz gut aufgehoben…
Am 16.8.2005 haben wir sie noch in der Blogosphäre begrüßt, die bloggenden CSU-Lederhosen aus dem Bayernland. Morgen wär der Blog “Blog4Berlin” der CSU 1 Monat alt geworden. Dafür hätte es sogar einen freundlichen Glückwunsch von uns gegeben. Aber kann man das noch Blog nennen?
Seit es wohl an der Online-Strategie der CSU für die letzten Tage des Wahlkampfes – natürlich nur an öffentlich zum Verkauf stehende E-Mail-Adressen! – etwas Kritik in den Kommentaren des Blogs gegeben hat, wurde die Kommentierungsfunktion des Blogs nun einfach abgeschaltet. Kommentare in bisherigen Beiträgen wurden gelöscht – oder zumindest nicht mehr angezeigt.
Da hat die CSU sich aber ein Ei ins Nest gelegt: Eben noch über die technologischen Wunderwerke berichten, die man selbst in Bayern einsetzt und Stunden später schon andere Interaktions-Werkzeuge kassieren! In einigen Kommentaren haben die Leser des Blogs Klagen gegen die CSU im Falle von Spam angedroht. Und das mußte natürlich schnell unter den Teppich gekehrt werden.
Wer von der CSU in Bayern und über Bayern hinaus Gespräche über die Zukunft unseres Landes führen will und den gesprächsbereiten Lesern ihres Blogs die Tür vor der Nase zuschlägt, der sollte sich nicht wundern, wenn die Sympathiewerte für die Spitzenunionisten aus dem Süden eher geringer ausfallen. Das noch als professionellen Online-Wahlkampf herauszustellen, ist sich der Generalsekretär in Bayern nicht zu schade. Herr Söder: Weblogs nicht verstanden – Sechs – Setzen!
Auch wenn so der ein oder andere Troll in den Blogs schwer zu ertragen ist, aber bei uns dürft ihr weiter kommentieren – und ihr werdet’s nicht glauben, wir lesen die Kommentare auch. Und ganz selbstverständlich denken wir auch darüber nach, wie wir die Ernsthaftigkeit der Diskussionen hier – und den Umgang und Stil miteinander – fördern und verbessern können. Auch wir wollen aus unseren Erfahrungenm die auch nicht immer nur positiv sind, lernen.
Ganz spannend in dem Kontext auch ein Artikel bei Spiegel Online: Über die Wirkung und Substanz von Blogs in diesem Wahlkampf – ich meine ganz treffend analysiert. Wir stehen halt wirklich noch am Anfang der Zukunft… Im Netz hat sich die CSU davon schon verabschiedet.

Heute wird sich der ehemalige Ministerpräsident von NRW, Peer Steinbrück, in einem dol2day-Chat euren Frage stellen.
Der Chat wird bei der größten deutschsprachigen Politik-Community dol2day stattfinden. Um dem Chat zuschauen zu können, reicht es zur angegebenen Zeit dol2day zu besuchen, sich als Gast “anzumelden” und dann auf der eigentlichen Startseite den rechts oben stehenden Link zum Chat-Fenster anzuklicken (der Link taucht erst zum Chat selbst auf!).
Wenn man selber Fragen stellen will, muß man sich bei dol2day anmelden – dies ist jedoch kostenlos möglich.

Wenn der Kanzler in der Stadt ist, in der man wohnt, bleibt es natürlich nicht aus, dass man bei so einer Veranstaltung Leute trifft, die man kennt. So ging es mir natürlich auch. So traf ich im Pressegraben bei idealem Kanzlerwetter zwei Leute vom Campusradio für Münster „Radio Q“, die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte. Die hatten ihre Mikrophone dabei und wollten natürlich über die Veranstaltung in Radio berichten. Überhaupt traf ich recht viele Leute. Es ist spannend, wie viel man plötzlich neu zu bereden hat, wenn man feststellt, dass man Anhänger (nicht unbedingt Mitglied) der gleichen Partei ist, oder sich zumindest für diese interessiert.
Zur Veranstaltung:
Nachdem die Jubelperser (Ein wundervoller Ausdruck für Leute aus der Union von Lummaland) von der CSU neulich wohl auf Klassenfahrt waren, drohen sie heute in ihrem Blog der ganzen deutschen Nation. Und das nicht gerade mit weichen Bandagen:
Die CSU setzt in der Schlussphase neben Plakatierungen und Kundgebungen vor allem auf moderne Wahl-Werbung. So sollen bis zu 300.000 E-Mails und mehrere tausend Voice-Mails, bei denen sich per Tonbandansage Edmund Stoiber auf Handys zu Wort meldet gerade Jungwähler ansprechen und zum Wählen motivieren.
Unter der Vorraussetzung müssen wir wohl alle am Wahltag unsere Mobiltelefone ausmachen, oder in einem Wasserglas versenken.
Pascal bringt es in den Kommentaren im CSU-Blog auf den Punkt:
Sobald die erste Mail kommt, verklag ich euch!
Wer ist eigentlich so bekloppt, dass er eine Partei wählt, die ihn nervt? (Na gut, Leute kaufen ja auch Klingeltöne, aber die sind noch nicht wahlberechtigt)Was kommt als nächstes? Zwei adrett gekleidete CDU-Herren stehen von der Tür “Guten Tag, wir wollen mit ihnen über … Deutschland sprechen”.
Spannend ist auch die Frage, woher die CSU denn die 300.000 E-Mailadressen hat.
via lumma.de
Update 12:50
Im entsprechenden via Eintrag im Blog der CSU gibt es inzwischen 147 Kommentare. und mindestens 75% davon drohen mit Klage.
Tja, da sind doch tatsächlich einige der wundervollsten Blogs bei der Veranstaltung vertreten und wir alle berichten aneinander vorbei. Sowohl politikinside als auch der Pottblog haben aus Münster berichtet.
Politikinside:
“Ich war beim Auftritt vom Bundeskanzler Gerhard Schröder in Münster und ich muss sagen – Dort war eine Bombenstimmung und jeder war heiß auf den Auftritt von Schröder.”
Pottblog:
“Gerhard Schröder zeigte sehr eloquent auf, warum er als Bundeskanzler wiedergewählt werden möchte und zeichnete ein deutliches Kontrastbild der Regierungspolitik zu einer Politik von Angela Merkel und Guido Westerwelle und dem “Professor aus Heidelberg”.”
Noch Fragen? Nein? Hätte mich auch gewundert.

Der Dom zu Münster
Bei der Veranstaltung in Münster hatte ich großes vor. Bereits am Tag vor dem Kanzlerbesuch schwang ich mich als Wahlmünsteraner auf mein Fahrrad, um schon von den Aufbauarbeiten zu berichten. Da komme ich also mit meiner Kamera eine Stunde nach der geplanten Anfangsaufbauzeit auf den Domplatz und was sehe ich? Nichts.
Das heißt, das ist nicht ganz richtig, denn Marathonläufer sah ich eine ganze Menge. Just an dem Tag war nämlich der alljährliche Münstermarathon und so war an aufbauen nicht zu denken, bevor die nicht alle zu Ende gelaufen waren. (So fern sie jedenfalls so weit gekommen waren)
Auf einem der beiden Parkplätze des Domplatzes hatten die Veranstalter netterweise so eine Art Massagefließband aufbauen lassen, auf dem man sich zur Belohnung die Krämpfe aus den Waden und Oberschenkeln massieren lassen konnte. Eine nette Serviceleistung.

Massagefliessband: Man muss dafür nur einen Marathon laufen

Der_Praktikant a. D. in Dortmund
Besser kann man sich das gar nicht mehr wünschen. Binnen 72 Stunden kommt der Kanzler in gleich beide Städte, die ich Heimat nenne. Die eine, Dortmund, ist die Stadt in der ich geboren wurde, aufgewachsen bin und an der mein Herz hängt. Die andere, Münster, ist meine Wahlheimat, in der ich lebe und eine der schönsten Städte der Welt. (Gleichzeitig die lebenswerteste Stadt der Welt)
Ein Tourplan, als wäre er für mich gemacht. (OK, ich habe hier Bonn ausgelassen, aber da konnte ich leider nicht hin. Bonn ist aber bestimmt auch schön!)
Ihr seid es ja sicherlich bereits gewohnt, dass mir immer alles schief geht. Was immer das Schlimmste ist, was in einer Situation schief gehen kann. Mir geht es schief. Entweder hat mich irgendjemand vergessen, oder ich komme aus irgendwelchen Gründen zu spät, oder aber das Internet funktioniert nicht und ich kann nicht bloggen. Aber diesmal: Nichts! Alles lief glatt. Nicht eine Kleinigkeit ging schief. Ich hatte Strom, das Internet funktionierte, die Sonne schien und der Kanzler war pünktlich. Alles in allem ein perfekter Tag.