Nach der Pressekonferenz der CDU (SPD und CSU folgen jetzt) scheint klar, daß sich Union und SPD darauf geeinigt haben, daß die Union das Kanzleramt selbstständig besetzten wird und damit (im Falle erfolgreicher Koalitionsverhandlungen) Angela Merkel von Bundeskanzlerin wird.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,378953,00.html


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5 Kommentare

  1. manuel 10. Oktober 2005 · 16:07 Uhr

    Von nun an bin ich nicht mehr deutschland. Mit einem Land mit so einem Kanzlerin möcht ich mich nicht identifizieren.

  2. Jens 10. Oktober 2005 · 19:00 Uhr

    Haben wir dafür Wahlkampf gemacht?

    Danke Schön

  3. Carsten Wawer 10. Oktober 2005 · 19:09 Uhr

    Hallo Jens,

    ich kann deinen Frust verstehen – aber andersrum hätten die Unions-Wähler wohl genau das gleiche sagen können – und die hatten ein paar hunderttausend Stimmen mehr.

    Ich versteh nur nicht warum man in den Medien ein solches Schauspiel veranstaltet, wenn man eine Kanzlerin Merkel dann am Ende ja doch (mit Zähneknirschen, aber relativ schnell) akzeptiert…

    Aber es bleibt halt wie es ist: Weder Merkel noch unser (Noch-)Bundes-Gerd haben die Stimmen, die sie zur Wahl benötigen. Nun gibt es eine Koalition zweier (geschrumpfter) Großer und der (minimal) Größere hat sich durchgesetzt. Alles nicht so ungewöhnlich eigentlich…

    Hoffentlich fühlen sich nur nicht zu viele Wählerinnen und Wähler, Genossinen und Genossen durch diese Entwicklung verraten und verkauft, weil sie tatsächlich geglaubt haben, daß Gerhard Schröder in einer großen Koalition nochmal Kanzler werden könnte…

  4. mark 10. Oktober 2005 · 19:28 Uhr

    Wenn ich die geplante Ressortverteilung sehe, kann ich immer noch nicht gauben, daß das das letzte Wort gewesen sein soll!
    Bildung & Forschung, Verbraucherschutz, Wirtschaft & Technologie, Familie & Jugend & Senioren, Innen, Verteidigung – alles soll schwarz werden.
    Alle zukunftsorientierten, für Deutschlands Entwicklung wichtigen und dementsprechend medienwirksamen Ministerien bei der CDU.
    Wie soll die SPD sich da als kompetenteste Kraft für die Zukunftsgestaltung profilieren, wie die Wähler überzeugen, ihr beim nächsten Mal mehr Gewicht zu geben?
    Als Buhmänner für die Haushaltslage und die Arbeitslosigkeit (Finanzen und Arbeit)?
    Daneben noch mit brennend interessanten Ressorts wie Justiz und Entwicklung und dem angeblich sogar um den Aufbau Ost geschrumpften Verkehrministerium.
    Nur mit Außen (angeblich gekürzt um Binnenmarkt. Wahnsinn!) und Umwelt kann man nicht Motor und Richtungsweiser unter einer CDU-Kanzlerschaft werden.
    Dabei kann doch Merkel ohne SPD-Stimmen auf keinen Fall gewählt werden!
    Warum ist der Vorstand denn da so butterweich?
    Wenn Merkel gewählt werden will, muß sie doch Zugeständnisse machen. Wie kann da so ein Kompromiß rauskommen?
    Ich versteh´s einfach nicht!

  5. Jens Söffner 11. Oktober 2005 · 12:37 Uhr

    Für mich ist das Thema SPD ein für alle mal durch. Ich ärgere mich schwarz (im wahrsten Sinne) des Wortes, das man sich die Kanzlerschaft so aus den Fingern nehmen lässt.
    Deutschland braucht in erster Linie eine starke Führung, damit ging die SPD in den Wahlkampf. Statt dessen begnügt man sich nun mit Ressorts, die zwar wichtig sind, aber die Problemfelder darstellen, welche die Beölkerung polarisieren.
    Am Ende wird die SPD, bei allem was da nicht funktioniert den schwarzen Peter zugeschoben bekommen.

    Ich habe seit fast 30 Jahren SPD gewählt…zum letzten Mal jedenfalls

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.