Andrea Nahles will nicht als stellvertretende SPD-Vorsitzende kandidieren.
Zuvor war sie von Matthias Platzeck dafür vorgeschlagen worden.
Laut dpa hatte Nahles zuvor „ihre Entscheidung mit emotionalen Worten begründet. Sie habe sich Gedanken darüber gemacht, ob es richtig gewesen sei, am Montag in einer Kampfabstimmung gegen Münteferings Wunschkandidaten, Kajo Wasserhövel, anzutreten. Sie frage sich, ob sie damit eine Mitschuld an Münteferings Rückzug trage.
Nach Teilnehmerangaben erklärte Nahles aber, sie werde sich nicht für ihre Kandidatur für den Posten des Generalsekretärs entschuldigen. Sie sehe sich aber derzeit außer Lage das Amt des Parteivizes zu übernehmen.“


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5 Kommentare

  1. JP 3. November 2005 · 1:36 Uhr

    Und aus gutem Grund!

    Sie hätte wohl ein sehr schlechtes Ergebniss erziehlt.

  2. Ralf 6. November 2005 · 22:08 Uhr

    Ich kann Andrea verstehen. Auch wenn ich die Entscheidung bedaure, denn ich sehe keinen Grund, dass sie jetzt von allen möglichen „treuen“ Genossen gedisst wird, nur weil sie die Frechheit hatte, sich aktiv an einem demokratischen Proßess zu beteiligen und auch noch von einer großen Mehrheit gewählt zu werden.
    Zum Glück hat sie noch viel Zeit!

  3. Verena 8. November 2005 · 9:15 Uhr

    Ich stimme all jenen zu, die in diesem für die SPD wenig sympathischen Trauerspiel, einen Imageschaden sehen. Doch dies ist nicht vordergründig. Eine inhaltliche Debatte wäre wünschenswert und zwar eine, die konstruktiv verläuft und nicht eigene Präferenzen fokussiert. Das was aus der Nahles-Kandidatur vor allem gezogen werden muss, ist die Erkenntnis fehlender Kommunikationsfähigkeit innerhalb der Partei. Wie sonst kann Frau Nahles im Nachhinein erörtern, nicht gewußt zu haben, wohin ihre Kandidatur führe?
    Ich würde mir nicht anmaßen wollen, Ihr Kompetenzen und Talent abzusprechen. Doch solche fundamentalen Störungen schaden der SPD nicht nur in ihrer Präsentation gegenüber dem Bürger sondern auch in ihren Grundfesten als Partei. Wie oft wurde die CDU/CSU belächelt aufgrund ihrer internen Rivalitäten – und nun stehen wir genau am selben Punkt.
    Ich halte die Verjüngungsaktion durchaus für angebracht, doch muss auch der Übergang einem Prozess unterliegen, der für die Partei genauso reibungslos abläuft wie für den beobachtenden Bürger.
    Auch die Äußerungen des Seeheimer Kreises vor den Journalisten stößt mir bitter auf. Die Kritik an eigenen Parteimitgliedern darf, sollte und muss in der Partei grundlegendes Diskussionsmittel sein. Doch wir dürfen nicht vergessen, dass mit der großen Koalition sicher auch SPD-Wähler enttäuscht werden. Mit der „Nahles-Aktion“ und deren Konsequenzen haben wir uns nichts Gutes angetan.

  4. Verena 8. November 2005 · 9:16 Uhr

    Ich stimme all jenen zu, die in diesem für die SPD wenig sympathischen Trauerspiel, einen Imageschaden sehen. Doch dies ist nicht vordergründig. Eine inhaltliche Debatte wäre wünschenswert und zwar eine, die konstruktiv verläuft und nicht eigene Präferenzen fokussiert. Das was aus der Nahles-Kandidatur vor allem gezogen werden muss, ist die Erkenntnis fehlender Kommunikationsfähigkeit innerhalb der Partei. Wie sonst kann Frau Nahles im Nachhinein erörtern, nicht gewußt zu haben, wohin ihre Kandidatur führe?
    Ich würde mir nicht anmaßen wollen, Ihr Kompetenzen und Talent abzusprechen. Doch solche fundamentalen Störungen schaden der SPD nicht nur in ihrer Präsentation gegenüber dem Bürger sondern auch in ihren Grundfesten als Partei. Wie oft wurde die CDU/CSU belächelt aufgrund ihrer internen Rivalitäten – und nun stehen wir genau am selben Punkt.
    Ich halte die Verjüngungsaktion durchaus für angebracht, doch muss auch der Übergang einem Prozess unterliegen, der für die Partei genauso reibungslos abläuft wie für den beobachtenden Bürger.
    Auch die Äußerungen des Seeheimer Kreises vor den Journalisten stößt mir bitter auf. Die Kritik an eigenen Parteimitgliedern darf, sollte und muss in der Partei grundlegendes Diskussionsmittel sein. Doch wir dürfen nicht vergessen, dass mit der großen Koalition sicher auch SPD-Wähler enttäuscht werden. Mit der „Nahles-Aktion“, deren Konsequenzen, zu denen auch öffentliche Auftritte, gehören, haben wir uns nichts Gutes angetan.

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