Der SPD-Vorstand hat am Mittwochabend den brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck einstimmig als neuen Parteichef nominiert. Dies teilte der amtierende SPD-Vorsitzende Franz Müntefering nach der Sitzung in Berlin mit.

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Mathias Platzeck


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6 Kommentare

  1. chris 3. November 2005 · 12:50 Uhr

    Mit Mathias Platzeck hat sich doch ein guter Kandidat gefunden, ob er aber auch wie Franz Müntefering die SPD zusammen halten kann wird sich herausstellen – hoffentlich, ich wünsche ihm gutes Gelingen und auch Glück auf, wie´s der Franz immer sagt…

  2. Benno 3. November 2005 · 13:35 Uhr

    Tja, wer hätte das gedacht? – Noch am Montag dachten wir alle, die SPD würde in eine tiefe Krise rutschen; und nur zwei Tage später hat die Partei schon einen neuen designierten Vorsitzenden, einen neuen designierten (und diesmal offenbar einmütig nominierten) Generalsekretär, drei neue Vizevorsitzende und unverändert einen designierten Vizekanzler Franz Müntefering (an dessen Nominierung durch den Parteitag wohl kaum zu zweifeln ist). Mir fällt kein Beispiel ein, bei dem eine Partei so schnell und vor allem so reibungslos Konsequenzen aus einer Krise gezogen hat. Angesichts dessen bin ich dann doch wieder stolz, Mitglied dieser Partei zu sein (am Montag sah das natürlich noch ganz anders aus).

    Und das Beste ist: Die negativen Schlagzeilen produziert mittlerweile nicht mehr die SPD, sondern nur noch die Union – wegen Stoibers Fahnenflucht. Das nenne ich eine perfekt gelöste Krise!

  3. Bürger 3. November 2005 · 17:26 Uhr

    Wenn er seinen Bart abrasiert, akzeptiere ich ihn.

  4. berlinnil 4. November 2005 · 18:32 Uhr

    Nur gut, dass die SPD NRW noch mal ausdrücklich beschlossen hat, gegen 18 % „Merkel-Steuer“ zu sein (was hat eigentlich der desig. Finanzminister dazu gesagt?).

    Matthias Platzeck hält unterdessen nämlich schon 20 % für nötig. Wie heißt die dann bei der SPD?

  5. Carsten Koehler 7. November 2005 · 23:55 Uhr

    Die Ossis kommen-jeder haengt wieder ausem Fenster wieso das denn? Kehren wir ersma vor der eigenen Tuere: Nahles hat Muentefering angemacht und Herr Heil war auch nicht der Braveste. Spalter (aus Niedersachsen). Nun kann man Herrn Platzeck vorwerfen, dass er ein erbaermlicher Ja-Sager ist. Trotzdem muss man die Kurzschluss-Werte von Frau Nahles ersma erreichen. Wir haben die FDP-„Leistung“ also nich erreicht: Regierung hammer nich. Ergo: Plazeck muss schleimen. 20% iss natuerlich derb. FDP-Postion nich gehalten (weniger Steuern). Aber: Wen interessiert die FDP? Es wird wohl auf 18% und wir retten die EU-Masstaebe hinauslaufen.

    Um das Ganze abzukuerzen: Was ist schiefgelaufen: Nahles haette nich rumspalten duerfen, wir haetten nett zu Frau Merkel gegrinst und das Ganze haette uns ne prima Postion verschafft, um uns fuer die naechsten vier Jahre in Szene zu setzen.

    So haben wir nen traurigen parteitag, traurige fluegelkaempfe und noch mehr die linke waehlen. Leute das ist zu wenig. Nahles kann nich in ne Verhandlung zur grossen koalition ihren geltungsdrang einbringen. Das iss heute Springer TV. Wir werden fuer die naechsten vier Jahre zerfetzt. Das iss ne grosse Koalition an deren enden nur die frage stehen wird wer hat gewonnen. Und so wie frau nahles das angefangen hat sie das ganz ganz schlect aus. Warmer grinser wie herr wasserhoevel waere super gewesen. jetz auch noch dieses medien genie von hubertus (niederlage) heil und wir koennen uns bei der naechsten wahl die gaensebluemchen von unten ansehen.

  6. Verena 9. November 2005 · 10:31 Uhr

    Platzeck, ein Haudegen, wie er seines Gleichen sucht. Da gibt es große Rethoriker, die es in den Berliner Senat schaffen und da untergehen, es gibt Ministerpräsidenten, die ins Berliner Kabinett berufen werden, um bei erst bester Gelegenheit wieder den Feigheits-Rückzug anzutreten und es gibt Leute wie Platzeck, der ein marodes System auf Vordermann bringt und zur Durchsetzung von Maßnahmen bereit ist, die dem Bürger wahrscheinlich erstmal weh tun, aber auch endlich mal Konsequenz und die Bereitschaft zur Veränderung zeigen. Dieses Land steht am Abgrund, Platzeck ist in seinem Bundesland Dauerkrisenerprobt. Mit ihm kanns was werden.

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