Was muss ich da auf Spiegel Online lesen?

Schlagkräftige Argumente haben Mitglieder der WASG auf ihrem Landesparteitag in Berlin ausgetauscht. Nach dem Rücktritt des Vorstandes kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen Delegierten und dem Präsidium.

Vielleicht sollten die Jungs und Mädels von der WASG doch wirklich dauerhaft auf Boxen umsatteln. Ich kann mir das ganz gut vorstellen, wie Oskar Lafontaine die Boxhandschuhe schnürt und gegen irgendeinen der vielen Namenlosen der WASG antritt. Dafür lohnt sich ja fast ein PayTV-Abo.


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17 Kommentare

  1. Jens - politikinside@blogg.de 28. November 2005 · 15:55 Uhr

    Ich frage micht echt wie lange das noch gut geht.
    In NRW hat es wegen dem Zusammenschluss der WASG mit der Linkspartei.PDS gekracht, in Sachsen kracht es seit letzter Woche auch und jetzt die Berliner…

    Ich bezweifle langsam echt, das es jemals zu einen Zusammenschluss beider Parteien kommt und wenn doch, dann wird die Partei in einigen Jahren auseinanderfliegen, sobald z.B. das eigene Profil der WASG nicht mehr sichtbar sein wird bzw. es zu anderen Streitigkeiten kommt…

  2. bazinho 28. November 2005 · 19:35 Uhr

    Es war doch zu erwarten, dass es bei denen richtig Zoff gibt. Das einzige Gründungsmotiv der WASG war doch Ablehnung von Hartz IV. Damit konnten die ne Zeit lang gut fahren und im quasi Dauerwahlkampf 2004-2005 gemeinsam die SPD und ihre Reformpolitik bekämpfen.
    Jetzt nach den Wahlkämpfen muss da schon mehr kommen, und da tauchen nicht nur die kulturellen und politischen Gräben zwischen PDS und WASG auf. Die WASG steht auch wieder vor der Frage, was sie politisch überhaupt sein will.
    Jetzt müssen die sich erstmal über die zukünftige Ausrichtung einig werden. Nur besteht diese Truppe zu großen Teilen aus sogenannten Sektierern, also Menschen die sich als nicht gerade Kompromißfähig erwiesen haben.

    Das mit dem Live-Boxen ist gar keine schlechte Idee. Vielleicht gibt Premiere bei einem WASG-Boxing Boom die Übertragungsrechte für den Fussball auf und wir können alle WM-Spiele live im Free-TV sehen und die Bundesliga auch zukünftig um sechs.

  3. Dieter 28. November 2005 · 23:39 Uhr

    Das war doch vorhersehbar, die Meinungen sind doch nicht alle einig.

    Da wird es noch öfters krachen, denn der Saarländer kommt sich vor wie ein König?

  4. Sozialdemokrat für Oskar 29. November 2005 · 11:15 Uhr

    Na und? Leidenschaftliche Debatten sind eben eines der Kennzeichen einer lebendigen Demokratie. Daß es dabei zuweilen etwas zünftig abgeht, liegt in der Natur der Sache und zeugt von der Schlagkräftigkeit der WASG-Truppe.

    Ganz im Gegensatz zur stalinistisch durchgestylten SPD, wo Arschkriechertum und Opportunismus groß geschrieben werden und deren Abgeordnete und Mitglieder nach dem Motto handeln:
    „Nach unten treten, nach oben buckeln.“

    Gerne würde ich mal einen von Euch (z.B. Thorsten) zu einer unserer Mitgliederversammlungen in Bayern einladen, um demjenigen die Vorzüge eines Parteibeitritts zu erläutern. Wir WASGler sind notfalls in der Lage, auch handfeste Argumente zu liefern. Statt Pay-TV gucken, kannst Du dann kostenlos — und vor allem live — dabei sein :P

  5. bazinho 29. November 2005 · 11:45 Uhr

    Mittlerweile scheint es auch einigen in der WASG zu dämmern, an welch abstrusen Haufen sie sich beteiligen.
    Angesichts des Radaus in der Nordost-WASG klagte deren Vorständler Karsten Dörre laut SZ über den „diffus-nebulösen“ Charakter seiner Partei. Sein Kollege Frank Wiese machte „Wichtigtuer, Profilneurotiker und altbekannte Parteizerstörer“ in den eigenen Reihen aus.

    Unterdessen zeigt sich die PDS wenig erfreut darüber, dass sie dort wo sie Verantwortung übernimmt und an einer Regierung beteiligt ist, von den WASGlern als „neoliberal“ beschimpft wird. Die jeweiligen regionalen WASG drohen damit, eigenständig bei den kommenden Landtagswahlen anzutreten, falls die PDS nicht auf WASG-Linie geht und sich aus der Verantwortung stiehlt.

    Die PDS hat die WASG nun ihrerseits darauf hingewiesen, dass im Bundestag nur solche Parteien eine gemeinsame Fraktion bilden dürfen, die in keinem Bundesland miteinander im Wettbewerb stehen. Eine Drohung die Bundestagsfraktion auflösen zu müssen.

    Es bleibt spannend was die Betonköpfe noch an Zirkusnummern veranstalten werden.

  6. Sozialdemokrat für Oskar 29. November 2005 · 12:47 Uhr

    @ Bazinho

    Du schreibst: „Unterdessen zeigt sich die PDS wenig erfreut darüber, dass sie dort wo sie Verantwortung übernimmt und an einer Regierung beteiligt ist, von den WASGlern als „neoliberal“ beschimpft wird. Die jeweiligen regionalen WASG drohen damit, eigenständig bei den kommenden Landtagswahlen anzutreten, falls die PDS nicht auf WASG-Linie geht und sich aus der Verantwortung stiehlt.“

    Mich würde das gar nicht wundern, daß die PDS in Berlin und Meck-Pom als neoliberal beschimpft wird, da diese Klassifierung durchaus zutreffend ist.
    Schon seit jeher bin auch ich ein Gegner jedweder Kollaboration mit der SPD, die seit 1999 gegen das Sozialstaatsprinzip und somit gegen das Grundgesetz (i.e die Verfassung) verstößt.

    Einzig und allein wenn die SPD ihre neoliberale Politik einstellt und die Regeln der freiheitlich-demokratischen Grundordnung beachtet, wäre für mich eine Koalition sowie eine eventuelle Wiedereingliederung der abtrünnigen SPD denkbar.

    Im übrigen fände ich es angebracht, wenn Du meine Fragen im vorherigen Thread beantworten würdest:
    http://blog.nrwspd.de/archives/001329.php#kommentare

  7. Benno 29. November 2005 · 13:42 Uhr

    @Bazinho:

    Was die Linkspartei-Bundestagsfraktion angeht, muss man sich doch nur mal ansehen, wie bunt die zusammengewürfelt ist — da sitzt der Gewerkschaftsfunktionär neben dem SED-Altkader, der westdeutsche Altkommunist neben dem ostdeutschen Pragmatiker, der „Ich will doch eigentlich nur gegen die Agenda 2010 protestieren“-Aktivist neben dem beinharten Ideologen. Man merkt ja allein schon den beiden Fraktionsvorsitzenden an, dass sie sich nicht wirklich grün sind (kein Wunder — wenn jeder ein Geltungsbedürfnis hat, der locker für drei reichen würde).

    Insofern ist es wirklich nur eine Frage der Zeit, bis es in diesem Laden mal so richtig kracht. Man kann schließlich nicht erwarten, dass so eine mit der heißen Nadel zusammengestrickte Zwitterpartei längerfristig hält.

  8. Benno 29. November 2005 · 13:44 Uhr

    Korrektur: „…ein Geltungsbedürfnis hat, DAS locker für drei reichen würde“

  9. ralphs 30. November 2005 · 3:05 Uhr

    Ähm, sorry, soll das witzig sein? Ich meine das Posting da oben. Ist das hier der politische Kindergarten der SPD, der sich mit vorpupertären Textversuchen austoben darf? Von wegen Pay-TV!

  10. Sozialdemokrat für Oskar 30. November 2005 · 3:15 Uhr

    [von Thorsten vom Onlineteam gelöscht wegen Verstoßes gegen die Netiquette]

  11. bazinho 30. November 2005 · 11:17 Uhr

    @ralphs
    Nö kein Kindergarten, sondern ein Blog. Der darf auch durchaus humoristisch kommentieren.

    Wie immer bei Humor gilt, dass nicht immer alle das gleiche lustig finden. Es gilt: Humor ist wenn man trotzdem lacht.

    Ich gebe zu das Sprichwort passt nicht hundert prozentig.

  12. Dr. Dean 1. Dezember 2005 · 18:58 Uhr

    Naja.

    Der soziale Niedergang hat seine hässlichen Seiten, nicht zuletzt bei den Umgangsformen.

    Man könnte die Angelegenheit so betrachten, dass in der WASG auch genau die Leute orgnanisiert sind, für die die SPD keine Angebote mehr hat.

    !!

    Nicht, dass ich Vergleichbares der SPD wünschen würde. Aber, sorry, nur Häme? Mag die WASG eine schwärmerische Bewegung sein ohne tragfähiges politisches Konzept usw. usf.

    Sie macht (in den Teilen der Mitgliedschaft, welche eher in die SPD gehört) aber zugleich doch deutlich, wo es Mängel in der SPD gibt.

    SPD: Sollte auch mal über eigene Mängel sprechen.

  13. Sozialdemokrat für Oskar 2. Dezember 2005 · 8:05 Uhr

    @ Dr. Dean

    Du postulierst: „SPD: Sollte auch mal über eigene Mängel sprechen.“

    Ich schließe mich Deiner Forderung an, doch muß dabei eine in diesem Kontext hinderliche Gepflogenheit realisiert werden:
    In der SPD werden nämlich partei-interne Kritiker als Nestbeschmutzer beschimpft und niedergemacht, frei nach dem Motto:
    „Nicht derjenige ist Nestbeschmutzer, der ins Nest scheißt, sondern derjenige, der schreit „Hier stinkts“.

  14. Dr. Dean 2. Dezember 2005 · 13:09 Uhr

    @Oskardemokrat
    Nunja, hmm – nochmal so´n Fall von Starksprech, was? Wie gesagt: Ich plädiere für eine nüchterne Betrachtungsweise – und in deinem Fall (also: bei dir!) auch für die Erwägung, ob eine nüchterne Ausdrucksweise auch Vorzüge haben könnte.

    Nimms mir bitte den Ratschlag nicht krumm. Und ich weiß ja:

    Ratschläge sind auch Schläge.

    Also meistens unerwünscht.

  15. Stoffhund 19. Dezember 2005 · 2:25 Uhr

    In der WASG gehts rund. Ich find das gut. Andere Parteien sind ja so richtig schön bürgerlich gediegen.
    Wo noch was los ist, ist Leben. Ist Entwicklung. Ist Weiterentwicklung. Ist Fortschritt.
    Da steppt der Bär. Da dürfen alle mal. Das nun wiederrum gilt weder für SPD oder LPDS.

  16. kl.-m. meyer 2. Februar 2006 · 7:52 Uhr

    Guten Morgen,

    der http://www.parteichef.com übersendet dem Parteitag seine besten Wünsche für ein gutes gelingen!

    grusz
    der parteichef dot com

  17. Dieter Eberthard 28. April 2006 · 20:34 Uhr

    Interessant wo man so drauf trifft, wenn man sich umschaut. Wär bei einigen von Ihnen mal sinnvoll sich wirklich politisch zu engagieren. Von der Realität scheint so mancher meilenweit entfernt, besonders wenn neoliberale Tendenzen bei Linken unterstellt wir. Nehmen Sie sich doch einmal Zeit und schauen Sie sich mal an, was in der Historie der Nationalökonomie/VWL als Liberalismus fungiert, dann stellen Sie fest, dass etwas Fachkompetenz auch bei vermeintlich Linken nicht schaden kann um weniger Schwachsinn zu produzieren.

    Mehr gibts dazu nicht zu sagen.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.