Laut einer Umfrage vom Umfrageinstitut Forsa Mitte Dezember, das 1002 Personen befragt, ist Stoiber der politische Verlierer des Jahres, knapp gefolgt von Paul Kirchhof. Danach folgt Gerd Schröder auf Platz 3 (vermutlich wegen des Gasfirmadeals).
Die vollständige Liste:

Verlierer 2005:
1. Platz: Edmund Stoiber
2. Platz: Paul Kirchhof
3. Platz: Gerhard Schröder
4. Platz: Joschka Fischer
5. Platz: Guido Westerwelle

Gewinner gab es übrigens auch:
Gewinner 2005:
1. Platz: Angela Merkel
2. Platz: Matthias Platzeck

Was wir von Umfragen halten sollten, wissen wir ja spätestens seit der vergangenen Bundestagswahl. Trotzdem ist es doch ganz amüsant, dass es überhaupt eine Wahl zum Verlierer des Jahres gibt. Wer hat sich das nur wieder ausgedacht?


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3 Kommentare

  1. Hans 31. Dezember 2005 · 2:07 Uhr

    Also für mich ist – ganz objektiv betrachtet – Jürgen Rüttgers der Gewinner des Jahres. Der hat es immerhin geschafft die ehemals „rote Bastion“ NRW einzunehmen. Und hat mehr Arbeitnehmer auf seine Seite ziehen können als die SPD. Das soll ihm erst einmal nachmachen.

  2. Benno 31. Dezember 2005 · 11:58 Uhr

    @Hans:

    Na ja, der Erfolg, die „rote Bastion“ eingenommen zu haben, hat sich dann aber ganz schnell wieder relativiert — am 18.9., als die SPD landesweit und insbesondere bei den Arbeitern in NRW wieder ganz deutlich vorne lag. Das zeigt eben, dass Rüttgers sich auf seinem Wahlerfolg vom 22.5. nicht ausruhen kann, sondern es weiterhin mit einem strukturell eher „linken“ Bundesland zu tun hat.

    Im Übrigen war sein Wahlsieg ja auch ganz entscheidend von einem zu diesem Zeitpunkt Unions-freundlichen Bundestrend befeuert — das hat man ja noch im Januar 2005 gesehen; da war zwischenzeitlich der Bundestrend für die SPD wieder ziemlich gut und plötzlich hatte auch Rot-Grün in NRW wieder die Mehrheit. Rüttgers hat diese Wahl also eigentlich kaum aus eigener Kraft gewonnen.

  3. Hans 31. Dezember 2005 · 16:18 Uhr

    @ Benno:

    Du vergleichst Äpfel mit Birnen, da solltest du nicht tun. Im September stand nicht Rüttgers gar nicht zur Wahl, das war doch eine Bundestagswahl.
    Und wenn man sich die letzten NRW-Umfragen ansieht, dann kommt Schwarz/Gelb auf 49%. Was will man mehr?

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