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Tja, es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen. Das gilt zumindest für NRW-Ministerpräsidenten-Platzhalter Jürgen Rüttgers. Meint zumindest Bild:

Ungewollt ruhige Weihnachtsfeiertage verlebte NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU): Er vergaß den PIN-Code seines Dienst-Handys. Auch zu Hause hatte er sich die geheime Nummer nicht aufgeschrieben. Nach stillen Ferienfreuden im Kreis der Familie ist er jetzt wieder für wichtige Mitarbeiter erreichbar.

BILD meint: Der Mann kann wirklich abschalten…


Thorsten meint: Da war wohl über die Feiertage ein BILD-„Zeitung“s-Reporter sauer, weil er den Ministerpräsidenten CDU-HanselLandesvorsitzenden nicht 24 Stunden am Tag erreicht hat.

Danke an unseren User „Konservativer für Angela“, der mich damit ziemlich (positiv) überrascht hat.


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13 Kommentare

  1. bazinho 7. Januar 2006 · 18:31 Uhr

    Am besten finde ich die Begründung warum Rüttgers zum Verlierer des Tages erklärt wurde. Nicht weil gestern 2.000 Polizisten in Düsseldorf gegen seinen Wahlbetrug demonstriert haben…

    http://www.gdp.de/gdp/gdpnrwcms.nsf/id/demokoenig?Open&ccm=200010&L=DE&markedcolor=%23003399
    http://punchline.blogg.de/eintrag.php?id=38

    …sondern weil er den Pin für sein Handy vergessen hat. Welch eine relevante Nachricht. Aber vielleicht hat Innenminister Wolff da hinter dem Rücken von Rüttgers agiert, weil der aber sein Handy nicht dabei hatte, konnte es ihm keiner Mitteilen und er, der „Vorsitzende der wahren Arbeiterpartei“ nicht rettend einschreiten.

    Viel interessanter finde ich übrigens den Mann auf der Gewinnerseite. Noch vor nicht allzu langer Zeit wurde Immendorf ob privater Ausschweifungen, trotz bekanntseins seiner Krankheit, das Opfer wochenlanger negativer Berichterstattung der BILD.

  2. Thorsten - blog.nrwspd.de 7. Januar 2006 · 18:35 Uhr

    @ Bazinho
    Eigentlich hast du recht, dass hat einen eigenen Eintrag verdient

  3. bazinho 7. Januar 2006 · 18:47 Uhr

    @thorsten
    muss mich dir im übrigen anschließen. KfA geht in Ordnung.

    Im ersten Moment hab ich gedacht bei ihm handele es sich um ein Alter Ego von dem einen, wo auch Stefan dachte die gehörten zusammen. U.a. weil er sich hinter den stellte und die Kommentare in zeitlicher Nähe fielen. Außerdem erinnert das Pseudonym entfernt an den einen. Hab gedacht nachdem keiner mehr reagiert, hat der sich kreativ was neues ausgedacht. Aber dem ist offensichtlich nicht so.

    Willkommen KfA

  4. Sozialdemokrat für Oskar 8. Januar 2006 · 2:22 Uhr

    @ Bazinho et al.

    Nu werdet mal nicht paranoid ;)

    Zwar bin ich ein durchaus kreativer Mensch, doch verarschen würd ich Euch niemals. . .

  5. Benno 8. Januar 2006 · 13:01 Uhr

    @Bazinho, Thorsten:

    Ich warte das mit KfA trotzdem ab — eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Egal, ob es sich jetzt bei KfA und dem anderen um ein und dieselbe Person handelt oder nicht: KfA hat vorher einen Ton angeschlagen, der mir nicht gefallen hat und der schon wieder verdächtig nach „Troll“ klang. Es wird sich erst noch zeigen müssen, ob er diesen Ton weiter anschlägt oder eher (wie mit diesem Link) konstruktive Beiträge leisten möchte.

  6. Konservativer für Angela 8. Januar 2006 · 16:08 Uhr

    @ all: Es handelt sich bei mir sicherlich nicht um die diesselbe Person wie „Sozialdemokrat wie Oskar“.
    Insbesondere, was die politischen Ansichten angeht, unterscheide ich mich wohl sehr von ihm. Was mich halt an diesem Blog sehr ärgert ist die teilweise schlechte journalistische Qualität und die blinde SPD-Gefolgschaft bzw. die maßlose u. vorschnelle Kritik an der Union. Von mir aus kann man das machen in NRW, wo die Partein politische Gegner sind, doch im Bund sind wir doch jetzt Koalitionspartner! Da wären ein bisschen mehr Grautöne angebracht.

  7. Sozialdemokrat für Oskar 8. Januar 2006 · 18:05 Uhr

    @ Konservativer für Angela

    Die von Dir zurecht kritisierte blinde SPD-Gefolgschaft der WebSozis ist ein pathologisches Phänomen, das insofern einen Anachronismus aufweist, als daß während des Dritten Reichs solch fanatische Gefolgschaft sowie vorauseilender Gehorsam vom damaligen Regime mit totalitär-staatlichen Methoden im Volke durchgesetzt wurden.
    Im Gegensatz dazu plappert heutzutage fast jeder WebSozi und Partei-Anhänger die extremistischen Parolen des Neoliberalismus bzw. des Neo-Nationalismus nach, ohne auch nur im geringsten von der Führung mit der Einlieferung in ein KZ oder Foltergefängnis bedroht zu werden.

  8. Konservativer für Angela 8. Januar 2006 · 18:35 Uhr

    @ Sozialdemokrat für Oskar: Ich stimme dir nicht zu. Blinde Parteigefolgschaft ist keineswegs SPD-typisch. Genauso gibt es auch etliche Unionisten, die das eigenständige Denken gerne mal hinten anstellen. Ansonsten: Die SPD ist weder neoliberal, noch ist der sog. Neoliberalismus (ich mag das Wort nicht) eine extremistische Strömung, sondern meiner Meinung nach das Gebot der Vernunft und und ein Gebot der Stunde.

  9. Nobbi 8. Januar 2006 · 19:03 Uhr

    NRW-Ministerpräsidenten-Platzhalter

    Thorsten, das hat Chancen für das Wort des Jahres *ggg*.

    Und liebes Online-Team: Wenn einer permanent falsche Behauptungen aufstellt und – zumal wenn neue Leser hier dazukommen – suggerieren, die WebSozis hätten etwas mit diesem Blog zu tun, dann muss ich ganz einfach drum bitten, dass Ihr das richtigstellt!

  10. Sozialdemokrat für Oskar 8. Januar 2006 · 19:29 Uhr

    @ Konservativer für Angela

    Ich weiß nicht, ob Du Dir darüber im Klaren bist, was Du — genauso wie die Anhängerschaft der SPD — für ein Gebot der Vernunft und der Stunde hältst:

    http://www.diskussionsforen.ch/WAP/Liberalismus_3.htm

    Denn die Ideologen des Neoliberalismus propagieren nichts anderes als die Abschaffung der Demokratie (Milton Friedman) sowie der Sozialen Marktwirtschaft (Hayek).

    Hier einige Exzerpte aus obigem Link:

    „Der neue Neoliberalismus frönt dem Führerkult und dient der Elite. Im Neo-Neo-Liberalismus schmeicheln sich die Besserverdienenden, die Elite, gleich selbst als Leistungsträger. Man (seltener auch Frau) hat die besten Löhne, also bringt man auch die höchste Leistung. Der ungeregelte Markt, der „wilde“ Markt, sei das einzige Instrument, das „leistungsgerecht“ wäre. Auf diesem wilden Markt herrsche Risikobereitschaft, und es seien Robustheit, Mut, Tüchtigkeit und Beharrlichkeit gefragt. Ökonomie und Gesellschaft werden Rambo’isiert – Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit bleiben auf der Strecke.“

    „Neoliberalismus hat einen elitären, also sehr beschränkten Freiheitsbegriff. Er will auch keinen schwachen Nachtwächterstaat, sondern einen starken, der mit Härte gegen alles vorgeht, was das freie Spiel der Marktkräfte beeinträchtigt, etwa gegen Kartellbildungen, starke Gewerkschaften oder politische Kräfte wie die Sozialisten.“

    „Im despotisch regierten Chile wurden die Rezepte der Chicago Boys um Milton Friedman erbarmungslos durchgesetzt: Deregulierung, Massenarbeitslosigkeit, Unterdrückung der Gewerkschaften, Privatisierung der öffentlichen Betriebe, allgemeine Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums zu Gunsten der Reichen. Zum politischen Liberalismus, der primär Bürgerrechte, Demokratie und menschenwürdige Lebensverhältnisse wollte, stand und steht der neualte Wirtschaftsliberalismus in schroffem Gegensatz. Er nimmt sogar totalitäre Züge an. Die FAZ begrüsste am 12. September 1972 den Putsch der faschistischen Militärjunta, durch den die verfassungsgemäss gewählte Regierung beseitigt wurde, weil sie auf demokratischem Wege versucht hatte, das freie Spiel der Marktkräfte einzuschränken. Lieber eine Militärdiktatur als sozialistische Experimente!“

    „Neoliberalismus fördert einen autoritär-konservativen, aggressiven Sozialdarwinismus: Hier haben sich nicht die Gewinner, sondern die Verlierer als „fair“ zu erweisen. „Fair“ ersetzt im neoliberalen Denken die „Gerechtigkeit“. Sich als fair zu erweisen, bedeutet, die neuen und erst recht die alten Ungerechtigkeiten widerspruchs- und kampflos hinnehmen. Die soziale Gerechtigkeit als politischer Zielwert ist out. Die Zustände sind wieder gottgewollt, pardon, vom Markt bestimmt.

    Neoliberalismus ist autoritär, elitär, asozial und dümmlich. Hayek z.B. hält kompromisslosen Zwang dort für angebracht, wo das neoliberale Gesellschaftsmodell in Frage gestellt wird: Wirksame Verteidigung der Freiheit muss dogmatisch und doktrinär sein und darf keine Zugeständnisse an Zweckmässigkeitserwägungen machen.“

    „Der Widerstreit zwischen Markt und Politik hat seine Parallele in den Vorlieben zwischen Basisdemokratie und der Regierung durch den „Starken Mann“. Weil es meist die Masse ist, die für die Lösung durch starke Männer plädiert, oder starke Firmen (!), sind solche Lösungen zwar oft mehrheitsfähig – aber selten wirkliche Lösungen. Denn starke Männer, genau so wie starke Frauen, Firmen, Länder oder generell die Elite, setzen ihre eigenen Interessen in den Vordergrund.“

  11. Sozialdemokrat für Oskar 8. Januar 2006 · 21:32 Uhr

    A C H T U N G

    Ab 21:45 Uhr bei Christiansen spricht u.a. Oskar Lafontaine:

    „Kassensturz: Vier Finanzminister
    rechnen ab

    Das Jahr beginnt mit einer einmaligen
    Runde: Vier ehemalige Bundeskassenwarte
    rechnen ab: miteinander, mit den Leis-
    tungen früherer Regierungen und den
    Zielen der jetzigen Großen Koalition.

    Wie beurteilen die Vier im Rückblick
    ihre eigenen Leistungen? Die der ande-
    ren? Wie sehen sie die Lage der Bundes-
    republik heute? Haben sie gute Rat-
    schläge auf Lager für die, die jetzt
    Verantwortung tragen?“

  12. Thorsten - blog.nrwspd.de 8. Januar 2006 · 22:02 Uhr

    @ Nobbi
    Sorry, ich kann nicht jedes Mal, wenn irgend so ein Forentroll behauptet, wir seien die WebSozis, darauf eingehen. Ich arbeite gerade an der „Über uns“ Sektion, da wird das dann klargestellt werden. Bis dahin sehe ich aber auch nicht das große Problem darin, dass Forentrolle nun mal WebSozis und Onlineteam nicht auseinander halten können. Schließlich arbeiten und kämpfen wir für die gleiche Sache. Und, was mich angeht, tue ich das auch gerne.

  13. Nobbi 9. Januar 2006 · 12:39 Uhr

    Ist schon klar, Thorsten ;-). Lassen wir die Trolle also in ihrem Trollglauben *g*.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.