Tja, da wollen die PDS und WASG doch so gerne eine große Linkspartei sein und kriegen es anscheinend doch nicht gebacken. Bei einem turbulenten Landesparteitag in Magdeburg wurde der gesamte Landesvorstand der WASG-Sachsen-Anhalt abgewählt unter anderem im Streit um die Nähe zur Linkspartei, die aus der PDS hervorgegangen war. Daraufhin wurde der Bundesparteitag der Partei im März abgesagt, weil „Streit über die Rechtmäßigkeit der Delegiertenauswahl“ vorliegt. Schade eigentlich. Dabei hätte ich so gerne im Fernsehen gesehen, wie die sich wieder was auf die Mappe hauen.


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11 Kommentare

  1. Sozialdemokrat für Oskar 22. Januar 2006 · 20:33 Uhr

    @ Thorsten

    Wie ich bereits im von Dir verlinkten anderen Thread anmerkte:

    Während die SPD stalinistisch durchgestylt und darin arschkriechendes Fußvolk wie zu Zeiten der DDR-Diktatur alles abnickt und applaudiert was die korrupte Führung fordert, stellt die WASG einen absoluten Gegensatz dar:

    Dort erfolgt basis-demokratisch unter Beteiligung aller Mitglieder der freie Meinungsaustausch in z.T. leidenschaftlich geführten Debatten. Das nenne ich grass-roots democracy, deren Kennzeichen u.a. Souveränität und Aufrichtigkeit sind.

  2. Jens - politikinside@blogg.de 22. Januar 2006 · 21:32 Uhr

    Naja aber Leute kaltstellen, dass können die WASG auch schon sehr gut!

  3. Markus 22. Januar 2006 · 22:10 Uhr

    @Sozialdemokrat für Oskar: bist du denn eigentlich auch aktiv bei der WASG dabei? Hast du einen Posten?

  4. Jens - politikinside@blogg.de 22. Januar 2006 · 22:57 Uhr

    Na klar er ist der offizielle Internetbeauftragte – Abteilung „Forentrolle“ ;-)

  5. Sozialdemokrat für Oskar 23. Januar 2006 · 0:27 Uhr

    @ Markus

    Logo. Als WASG-Aktivist versuche ich vor allem diejenigen zu erreichen, die noch nicht den Kampf um die in unserem Grundgesetz festgelegte Soziale Marktwirtschaft verloren glauben — gerade auch die Zweifler und Zauderer innerhalb der SPD, deren Führung und Mitläufer ab 1999 die Prinzipien der Sozialdemokratie verraten und auf dem Altar des Neoliberalismus geopfert haben.
    Nicht von ungefähr stammt eine große Anzahl unserer Mitglieder aus der alten SPD, darunter solch prominente Beispiele wie Oskar Lafontaine, Klaus Ernst und Ulrich Maurer.

    Gerne kannst Du Dich mal auf unserer Website umsehen, und wer weiß: Vielleicht können wir Dich demnächst als neues Mitglied begrüßen :-)

    http://www.w-asg.de/

  6. Markus 23. Januar 2006 · 8:42 Uhr

    @ Sozialdemokrat für Oskar: Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, in die Linkspartei einzutreten. Weil du Oskar Lafontaine erwähnst: was ist dran an dem Vorwurf, er würde „Wasser predigen und Wein saufen“. In der Presse konnte man ja einiges lesen hinsichtlich dieses Vorwurfs.

    PS: Ich finde es scheiße dass sich viele in diesem Blog nicht mit deinen wichtigen und aufschlußreichen Anmerkungen befassen wollen. Ich glaube, die stimmen dir inhaltlich voll zu, nur der Name „Lafontaine“ (den sie für einen Verräter halten), ist für sie eben ein rotes Tuch.

  7. bazinho 23. Januar 2006 · 10:58 Uhr

    *lol* Der Troll führt Selbstgespräche.

    Scheint ganz schön einsam zu sein, da ich Herz habe, schmeiß ich dem doch glatt ein paar Brotkrummen:

    Ach ne ist klar. Wegen der „wichtigen und aufschlußreichen Anmerkungen“ von einem Troll wandern Petersilien-Bündchen (aka Markus) zu Hunderten zur WASG. Sind aber auch wirklich aufschlussreich die Bemerkungen unseres Haustrolls, vor allem über ihn und seines Gleichen.
    In Ermangelung eigener Argumente den Gegenüber diffamieren, einfach mal alles und jeden mit dem Begriff „neoliberal“ belegen und möglichst schnell vom Thema ablenken, , selber für soziale Selektion eintreten (siehe hier: http://blog.nrwspd.de/archives/001340.php) Und dazu noch einen guten Schuss Rassismus etwa einer angeblichen „typisch orientalischen Bakschisch-Mentalität“ gegenüber (siehe hier: http://blog.nrwspd.de/archives/001309.php). Ja so sieht er aus, der gehobene freie Meinungsaustausch im Verständnis von Ex-SEDlern und WASG-Anhängern.

  8. Sozialdemokrat für Oskar 23. Januar 2006 · 18:41 Uhr

    @ Markus

    Daß der neoliberale Einheitsbrei aus SPD/Union/Grünen/FDP (via Regierung plus Bundesrat) den Bürgern und Bürgerinnen unserer Republik seit nunmehr über sieben Jahre hinweg massiven Lohn- und Sozialabbau sowie die Beschneidung freiheitlich-demokratischer Grundrechte bescherte, ist weithin bekannt.

    Als einzige Alternative zu dieser menschenentwürdigenden Politik bietet sich die WASG an, die zusammen mit der Linkspartei der drohenden Massenarmut den Kampf angesagt hat.
    Deine Erwägung, evtl. in die Linkspartei einzutreten, stellt eine von mehreren Formen der Opposition gegen den neoliberalen Mainstream dar.
    Präferentiell würde ich mich freuen, wenn Du vorerst bei der WASG mitmachen würdest, da unsere Partei vor dem geplanten Zusammenschluß mit der Linkspartei durch eine größere Mitgliederzahl eine stärkere Leverage-Wirkung bei den Fusionsverhandlungen erzielen kann.
    Gerade in den neuen Bundesländern herrschen berechtigterweise gewisse Irritationen und Unmut über das dortige Gebaren der PDS-Nachfolgepartei.

    Auch wenn Du Dich, Markus, nicht dazu entschließt, WASG-Mitglied zu werden und eine evtl. aktive Partizipation nicht anstrebst, so bestehen auch außerhalb der Partei diverse Möglichkeiten, sich für die gute Sache zu engagieren. Allein schon bei den nächsten Landtags- und Bundestagswahlen die entsprechenden Kreuzchen auf den Stimmzetteln zu machen, bedeutet eine Absage an weiteren Lohn- und Sozialabbau und ein Votum für die Soziale Marktwirtschaft, die uns Bürgern ein halbes Jahrhundert lang den höchsten Lebensstandard in der Geschichte Deutschlands gewährte (1948-1998).

    Deine Frage, was an dem Vorwurf dran sei, Oskar Lafontaine würde „Wasser predigen und Wein saufen“ läßt sich einfach beantworten. Wie Du bereits angemerkt hast, konnte man in der Presse ja einiges hinsichtlich dieses Vorwurfs lesen.

    Bei diesem Vorwurf handelte es schlichtweg um eine Diffamierungskampagne seitens der erzürnten SPD-Führung, die zu Recht in Lafontaine einen einflußreichen Rivalen sahen, welcher der SPD bei der Wahl enorme Stimmenverluste einbringen würde.
    Dies hat in der Tat zum Abgang Schröders geführt, denn die meisten der von der SPD Enttäuschten sprachen mit 8,7% dem neuformierten Bündnis aus WASG/Linkspartei ihr Vertrauen aus.

    „Zu den Luxus-Vorwürfen gegen Lafontaine sagte Gysi: «Wir predigen nicht Wasser und trinken selbst Wein. Wir predigen Wein, das ist es, was man uns übel nimmt.»
    Er wolle auch so viele Besserverdienende wie möglich für die Politik der Linkspartei gewinnen. «Ein Linker muss nicht arm sein, ein Linker muss gegen Armut sein», sagte Gysi.
    Er betonte zudem, der frühere SPD-Vorsitzende Lafontaine sei kein Verräter. Es sei die SPD, die aufgehört habe, sozialdemokratisch zu sein.“

    http://linkszeitung.de/content/view/948/42/

    Zur Verleumdung Lafontaines als Verräter möchte ich herausstellen, daß es gerade der 1998 zum Kanzler gewählte Schröder war, der die sozialdemokratischen Ideale und Werte verriet und die rücksichtslose Neoliberalisierung Deutschlands durchpeitschte.
    Das Ergebnis kennen wir: Massenarbeitslosigkeit, sinkende Löhne, Sozialabbau, steigende Armut etc.
    An einer solch asozialen, bürgerfeindlichen Politik teilzunehmen war für Lafontaine undenkbar, weshalb die einzige logische Konsequenz der Rücktritt von seinem Amt als Bundesminister sein konnte.

  9. Sozialdemokrat für Oskar 23. Januar 2006 · 18:42 Uhr

    @ Bazinho

    Daß Du Dich nun mit Thorsten anlegst und ihn als Troll bezeichnest, ist ein Novum.
    Wenn Du glaubst, er führe unter anderen Nicknames Selbstgespräche, solltest Du vielleicht mal einen Arzt aufsuchen. . .

  10. Der Bravste 17. Februar 2006 · 19:27 Uhr

    Die Aussage über Trolle finde ich nicht sehr niveauvoll. Kann man vielleicht mal auf die Argumente sachlich eingehen? Wer will bestreiten, dass das Grundsatzprogramm der SPD von 1989 nur noch auf dem Papier steht? Dass die SPD inzwischen nicht mal mehr CDU-Politik macht, sondern CDU + SPD eigentlich FDP-Politik machen: Die Reichen entlasten und die Armen belasten. Ich habe ja keine Probleme damit, dass jemand reich ist. Wenn er ordentlich Steuern zahlt und nicht hinterzieht, wenn er nicht andere dafür entläßt, dafür, dass er statt „nur“ 9,9 Millionen 10 Millionen hat, ist das doch in Ordnung. Oskar Lafontaine und Gregor Gysi verlangen, dass sich die Reichen an den Kosten der Gesellschaft beteiligen. Das würde sie selber treffen. Das zeugt doch davon, dass das ehrlicher ist als das Gewäsch von irgendwelchen neoliberalen Besserverdienern, die immer nur Einschnitte bei Arbeitslosen und Rentnern verlangen – aber sich selber die Steuersätze senken. Man kann ja gerne anderer Meinung sein. Das ist das Recht eines jeden in einem demokratischen Land. Aber dann widerlegt mal sachlich die vorgenannten Argumente und schlagt nicht mit Beschimpfungen um Euch!

  11. Der Bravste 17. Februar 2006 · 19:44 Uhr

    PS: Ehe hier Fragen auftauchen. Nein, ich bin weder in der PDS noch in der WASG, auch nicht in der SPD oder einer anderen Partei. Ich bin nur ein politisch interessierter Bürger, dem der neoliberale Kurs total auf den Senkel geht. Ich sehe auch in anderen Punkten Lafontaine und Gysi (die PDS vor allem wegen der immer noch nicht total aufgearbeiteten SED-Vergangenheit, was dazu führt, dass vor allem an der Basis dieser Partei im Osten einige immer noch von der DDR träumen) äußerst kritisch, aber wo sie recht haben, haben sie racht.

    Wenn z.B. ein Rüttgers sich in NRW Unternehmer als Beraterstab holt, ist das schon sehr befremdlich, wenn er nicht auch andere gesellschaftliche Gruppen ebenso dran beteiligt. Ich will mich nicht über das unternehmerische Können dieser Leute äußern. Darum geht es nicht. Es geht um einen Sachverhalt, der heute (ob unter Steinbrück und Schröder oder Rüttgers und Merkel – völlig egal) total übersehen wird. Einem Unternehmer ist das Marktdenken zu eigen. Das ist für sein Unternehmen durchaus sinnvoll. Aber auf den Staat kann man das nicht übertragen. Der Markt entscheidet in dem Sinne, was für den Investor kurzfristig das Beste ist. Ein demokratischer Staat soll sich danach richten, was langfristig für die Allgemeinheit das beste ist. Da sind ganz andere Fähigkeiten gefragt als bei Unternehmern.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.