wahlprognose_sachsen-anhalt_tagesschau_20060122.jpgZwar hat uns die vergangene Bundestagswahl gelehrt, was von Umfragen zu halten ist (hatte meine geliebte Tante SPD doch 4 % mehr als in der günstigsten Umfrage), dennoch kann man sich den Umfragen einfach nicht entziehen. Vor allem, wenn sie gut sind. Am 26.03.06 sind Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Die Tagesschau hat gestern schon mal eine Wahlprognose für Sachsen-Anhalt veröffentlicht:

Christdemokraten, SPD und Linke.PDS liegen demnach fast gleich auf und zwar bei je rund 30 Prozent. Die FDP erreicht bei den Umfragen einen Anteil von etwa sechs Prozent.

Damit dürfte dem CDU-Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer wohl der Popo auf Grundeis gehen. SPD-Kandidat Jens Bullerjahn kann dagegen wohl eher gelassen in die auf den 26. März blicken. Zumindest, wenn die Wähler es schaffen, überhaupt zur Wahl zu gelangen.

via Mein Parteibuch


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11 Kommentare

  1. Marcel vom Parteibuch 23. Januar 2006 · 17:15 Uhr

    KLeine Korrektur: Wahltermin ist nicht der 23.06. oder der 23. März, sondern der 26. März.

  2. Thorsten - blog.nrwspd.de 23. Januar 2006 · 17:28 Uhr

    @ Marcel
    Hups. Zahlendreher.
    Danke sehr.

  3. Benno 23. Januar 2006 · 19:01 Uhr

    Ich gieße zwar ungern Wasser in den Wein, aber gerade in Sachsen-Anhalt sind Umfragen so eine Sache. Vor der Landtagswahl 2002 hat z.B. kein einziges Institut eine schwarz-gelbe Mehrheit vorhergesagt, die dann am Wahltag aber umso deutlicher zustande kam. Auch die DVU, die offenbar wieder eine riesige Materialschlacht plant, kann man derzeit kaum einschätzen. In Sachsen-Anhalt ist das Protestwähler-Potenzial halt besonders groß, und dementsprechend gab es bei den letzten beiden Landtagswahlen dort extreme Verschiebungen (z.B. CDU +15,3 %, SPD -15,9 % im Jahr 2002). Angesichts dessen sind Umfragen in Sachsen-Anhalt wirklich ein Lotteriespiel.

    Aber einen Trost gibt es ja: Die tatsächlichen Wahlergebnisse können letztendlich in alle Richtungen von den Umfrageergebnissen abweichen, also auch zugunsten der SPD.

  4. Sozialdemokrat für Oskar 23. Januar 2006 · 19:02 Uhr

    „…dennoch kann man sich den Umfragen einfach nicht entziehen. Vor allem, wenn sie gut sind.“

    *LACH*

    Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr als die SPD in einen Landtag.
    Wieviel Landtagswahlen (in Folge!) habt Ihr Schein-Sozis denn verloren? Müßten so um die elf gewesen sein, gelle?

    Na, dann träumt mal schön weiter…
    *grins*

  5. Sozialdemokrat für Oskar 23. Januar 2006 · 19:15 Uhr

    Übrigens:
    Auch auf Bundesebene gehts weiter bergab mit der „alten Tante“, während die Linkspartei bedeutend zulegt (10%):

    „SPD erstmals unter 30 Prozent

    Erstmals seit der Bundestagswahl ist nach der neuesten N24-emnid-Sonntagsfrage die SPD mit 29 Prozent (-2) unter die 30 Prozent-Marke gefallen. Der Koalitionspartner CDU/CSU bringt es auf 38 Prozent (-1). Die Grünen präsentieren sich mit 9 Prozent (+/-0) unverändert, die FDP erreicht 10 Prozent (+1) genau wie die Linkspartei, die sich sogar um zwei Prozentpunkte verbessern kann.“

    http://www.n24.de/politik/inland/?a2006011809432292631

  6. bazinho 23. Januar 2006 · 21:25 Uhr

    Benno hat recht, in einigen Neuen Bundesländern sind die Wahlen zu einem Vabanquespiel geworden. Das hat sicherlich damit zu tun, dass die Demokratie in den Neuen Bundesländern sich anders etabliert hat als im Westen. Durch die lange Zeit der Einparteiendiktatur sind die Wählerbindungen dort noch nicht gefestigt. Mit Ausnahme der SED-Nostalgiker versteht sich.

    Aber generell gibt es in den modernen westlichen Staaten im Zuge der Individualisierung den Trend nachlassender Bindungskraft von Großorganisationen. Und durch die wirtschaftlichen Probleme, nicht zuletzt verbunden mit der Mammutaufgabe der Wiedervereinigung, und die Skandalisierungstendenz in der Politikdarstellung durch die Medien steigt, wie zahlreiche Studien nachgewiesen haben, das Protestwahlverhalten. Und das ist demoskopisch schwer zu erfassen. In einer komplexen Welt, deren Zusammenhänge oft schwer nachvollziehbar sind, steigt halt dann wenn die Situation schwierig ist, der Anteil der Menschen, die sich nach einfachen Lösungen sehnen und den Versprechungen der Verführer von links und rechtsaußen auf den Leim gehen.

    Worauf ich mich jetzt schon freue, ist wenn der Troll versucht das Kamel durch das Nadelöhr zuschieben. Denn für den Einzug in den Landtag reichen die 30 Prozent locker. Die Ankündigung ist aber auch nicht leerer als die Versprechungen seines Vordenkers.

  7. Tuotrams 24. Januar 2006 · 2:27 Uhr

    Die Zonis sind nicht lernfähig. Mit Westgeld DDR spielen, das ist das einzige was diese Versager können.

    Ich hoffe auf Rot-Rot mit SED Ministerpräsidenten

  8. bazinho 24. Januar 2006 · 11:44 Uhr

    Nana tuotrams,

    da haben sie aber eine sehr negative Sicht auf ihre Mitbürger. Das ist auch nicht ihre wirkliche Meinung habe ich recht? Da wird mal wieder aus der Anonymität gestänkert.
    Wer ihr Synonym mal googlet, der stößt auf viele häßliche Worte aus ihrer Feder. Auffällig nur, dass sie in ihren Gefilden, der kleinen blogansammlung, die don alphonso als neocon…, na sie wissen schon, bezeichnet,in Bezug auf ihre politischen Wünsche ganz andere Reden schwingen.

    Es ist auch nicht so, dass die Wähler in den neuen Bundesländern nicht lernfähig wären. Dort herrschen schlicht andere soziostrukturelle Bedingungen aus denen sich das Parteiensystem entwickelt. Das die ostdeutsche Wählerschaft mobiler als im Westen ist, ist ebenso auf diese soziostrukturelle Vorbedingung zurück zu führen. Aber daran ist ja im Prinzip nichts schlechtes. Mir ist zumindest keine Demokratietheorie bekannt, die eine Situation zum idealen Modell erhebt, in der alle für immer das Wählen sollen, was sie bereits mal gewählt haben. Wenn der Wähler vor jeder Wahl aufs Neue eine rationale Entscheidung gegen viele und für eine Partei trifft, dann entspräche das dem, was theoretisch angedacht ist. Problematisch ist nur, dass hierfür die eine Öffentlichkeit Vorbedingung ist, die es dem Bürger ermöglicht sich umfassend und authentisch zu informieren. Die politische Informiertheit der Bürger sinkt Studien zufolge jedoch in Ost wie West. Auch muss die öffentliche Debatte diskursiv, also mit Argumenten und nicht mit Behauptungen oder gar Diffamierungen geführt werden. Und daran hapert es prinzipiell bei allen Parteien die um Stimmen rangeln. Nur bei manchen ist die Welt einfacher und die Versprechen paradiesischer als bei anderen. Des Weiteren ist der Prozess der rationalen Willensbildung für den Bürger sehr aufwendig und die politikferne, die sich etwa im Mediennutzungsverhalten ausdrückt, macht da nicht viel Hoffnung. Da könnte man jetzt noch viel zu sagen.

  9. Tuotrams 24. Januar 2006 · 14:12 Uhr

    Eine Region ist verloren wenn dort 60% der Leute eine rückwärtsorientierte Politik wünschen. Als könnte man Sozialleistungen demokratisch herbei-wählen.

    Wer clever ist hat diese Region verlassen oder wird es bald tun – der Generation die in der DDR seelisch verkrüppelt wurde ist nicht zu helfen.

  10. Franziska 8. Februar 2006 · 12:11 Uhr

    SPDCDU und ihre jeweiligen Mehrheitsbeschaffer haben lange genug bewiesen, dass sie es nicht können.
    Deshalb müssen neue Kräfte ran.

  11. DVU 26. März 2006 · 20:52 Uhr

    Linke raus! Iht roten Hunde.

Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.