Der ehemalige Verteidigungsminister (trauriges einjähriges Gstspiel 88/89, dann mit Kohl abgewählt) Rupert Scholz von der CDU hat heute Atombomben für Deutschland gefordert. Die Forderung ist so albern, dass ich dazu hier jetzt nichts schreiben werden. Ich lasse das Hubertus Heil machen:

Die Äußerungen von Rupert Scholz sind in hohem Masse gefährlich und verantwortungslos.
Wir müssen alle Bemühungen darauf konzentrieren, dass die Weiterverbreitung von Atomwaffen verhindert wird. Dies gilt für den Iran ebenso wie für Nordkorea. Wer in dieser Situation eine deutsche atomare Bewaffnung auch nur ins Spiel bringt, macht alle Bemühungen um eine weitere atomare Abrüstung zunichte.

Da wollte sich wohl einer noch ein allerletztes Mal in den Vordergrund spielen. Und damit meine ich nicht den guten Hubertus.


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4 Kommentare

  1. Akte D 26. Januar 2006 · 17:50 Uhr

    Kernwaffendoktrin in den falschen Hals

    Rupert Scholz (CDU) will über atomare Bewaffnung der deutschen Bundeswehr debattieren.

    Blick über den Zaun

    Gespensterdebatte?

    Die „Zeit“ widmet sich diesem Thema und schreibt unter anderem: „[…] Diese hier darf indes mit …

  2. Benno 27. Januar 2006 · 0:53 Uhr

    Bemerkenswert, dass ausgerechnet jemand, der für die Proteste gegen Tiefflüge kein Verständnis hatte und sich konsequenterweise gerade einmal elf Monate auf seinem Posten als Verteidigunsminister gehalten hat, in der Verteidigungspolitik so weit die Klappe aufreißt. Offenbar war ihm eine Blamage noch nicht genug. Aber vom sicheren Pensionärsdasein mit einer hübschen Abgeordnetenrente lässt sich ja auch leicht die atomare Einäscherung nachfolgender Generationen fordern. „Rupert Scholz“ ist jetzt schon für mich ein ganz heißer Anwärter auf den Titel „Unwort des Jahres 2006“.

  3. Sozialdemokrat für Oskar 27. Januar 2006 · 19:03 Uhr

    Mit der zunehmenden Deutschtümelei der letzten Jahre war es nur eine Frage der Zeit, bis der erste möchtegern-Hitler sein Maul weit aufreißt und die deutsch-nationale Atombombe fordert.
    Anstatt solch Irre wegzusperren, läßt man dieses braune Gesocks wieder Karriere machen. . .

  4. Uwe Berger 28. Januar 2006 · 10:01 Uhr

    Heil ist so ziemlich der letzte, der als rücksichtloser Karrierist eine zitierenswerte Haltung dazu hat. Mir wird übel bei dem Gedanken an zwei Menschen, von denen der eine Atombomben für Deutschland fordert und der andere seine Meinung dazu zum Besten gibt, die er lediglich als gute Schlagzeile für sein weiteres Vorwärtskommen betrachtet und nicht, weil sie seiner innersten Überzeugung entspricht. Das ist übrigens nicht als Pro für die Atombombe zu verstehen sondern als Abwahl für die zwei Herren.

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